Raus aus Afghanistan? Der nächste Flieger geht in 30 Jahren.

Deutschland wird es allein von der Zahl her wohl kaum schaffen, alle Ortskräfte, die für den deutschen Staat in Afghanistan tätig waren, noch rechtzeitig bis zum Abzug der US-Truppen aus Kabul auszufliegen.

Aber halb so schlimm, in Deutschland hat man ja auch eine gewisse Erfahrung damit, wenn Leute aus einem Land nicht mehr heraus können, wenn man einmal an den Mauerbau der DDR denkt. Man braucht dann einfach nur drei Jahrzehnte zu warten, bis die politischen Verhältnisse sich ändern, und schon kann man raus aus dem Land.

Von daher eigentlich kein Problem, dass die deutsche Politik es ein bisschen vertrödelt hatte, die Ortskräfte rechtzeitig aus dem Land zu holen.

Um allerdings zumindest in Bezug auf die Informationslage deutsche Gründlichkeit und Voraussicht walten zu lassen, sollen nun Infoschilder am Flughafen Kabul aufgestellt werden:

„Flug verpasst? Kein Problem! Der nächste geht voraussichtlich bereits in 30 Jahren. Wir lassen Sie nicht im Stich! Lassen Sie sich jetzt schon durch persönliches Erscheinen im Auswärtigen Amt in Berlin auf die Flugliste setzen!

Herzlich, Ihre deutsche Bundesregierung“

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Kommentare

3 Kommentare zu „Raus aus Afghanistan? Der nächste Flieger geht in 30 Jahren.“

  1. Es ist so bitter was da passiert

    1. Ja, leider, und offensichtlich hat die deutsche Botschaft in Kabul schon seit Wochen davor gewarnt, aber die Bundesregierung hat es scheinbar irgendwie nicht mitbekommen. Aber es geht ja bloß um Menschenleben.

    2. … und seit Monaten war klar, wann die US Soldaten abziehen würden. Dass im nahen Umfeld des Truppenabzugs und danach nichts mehr gehen würde, war ja sogar dem Laien klar.

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