
Ich wache auf
und nichts ist spektakulär—
kein Wunder, kein Donner,
nur Licht durch den Vorhang,
und ein Herz, das noch schlägt.
Und doch:
Das ist schon alles.
Ich vergesse es so oft,
dieses leise Geschenk,
das sich nicht aufdrängt,
nicht schreit,
nicht trending ist.
Du bist nicht laut, Gott.
Du bist eher wie
der Kaffee am Morgen,
der einfach da ist,
bevor ich fragen kann.
Wie Zeit,
die mir gegeben wird,
ohne Rechnung,
ohne Vorschau,
ohne Garantie.
Ich danke dir
für das Unfertige,
für das, was heute noch schiefgehen darf,
für die Menschen,
die mich nerven
und trotzdem bleiben.
Für Gespräche,
die nicht perfekt sind,
aber echt.
Für Gedanken,
die stolpern
und doch weitergehen.
Du bist nicht fern.
Du bist irgendwo
zwischen
meinem ersten Blick aufs Handy
und dem Moment,
in dem ich es weglege.
Zwischen Atemzügen.
Zwischen jetzt und gleich.
Und vielleicht ist das genug:
kein großer Plan,
kein fertiges Leben—
nur dies:
Dass ich da bin.
Und dass du da bist.



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