berufen – Gedanken zum 3. Sonntag nach Epiphanie

Sehen Sie hier eine Andacht von Dekan Walter Jungbauer aus der altkatholischen Kirche.

Heute wird uns im Matthäus-Evangelium von der Berufung der ersten Jünger erzählt.

Eine sehr erstaunliche Geschichte, wenn man sie sich vor Augen führt.

Menschen werden in die Nachfolge Jesu gerufen und lassen von jetzt auf gleich alles stehen und liegen.

Für mich ist das immer wieder auch eine Anfrage:

Bin ich bereit, Jesus nachzufolgen? Oder mache ich nicht auch immer wieder Kompromisse, wenn es mir gerade nicht so ganz in den Kram passt?

Dazu ein paar Sonntagsgedanken im Video.


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Kommentare

2 Kommentare zu „berufen – Gedanken zum 3. Sonntag nach Epiphanie“

  1. Sehr geehrter Herr Dekan Jungblut, sehr geehrter Herr Gerlach! Die Berufungsszene in Matth 4,18-22 enthält einen in meinen Augen schwerwiegenden Mangel. Die vier Fischer lassen nicht nur alles stehen und liegen, sondern folgen Jesus, ohne auch nur einen Augenblick zu zögern und ohne sich von ihren Frauen und Kindern (falls sie welche hatten) und sonstigen Angehörigen zu verabschieden. Was mögen diese gedacht und befürchtet haben, als die Vier nicht nach Hause zurückkehrten: ob sie bei ihrer Arbeit auf dem See vielleicht ertrunken sind? Und was nun allein ohne sie werden soll? Ich halte diese Vorgehensweise für rücksichts- und lieblos. Sie steht im Gegensatz zu Jesu Gebot „Liebe deinen Nächsten“, denn wer ist uns in der Regel näher als die eigene Familie und Verwandtschaft? Mit hochachtungsvollen Grüßen aus der Nähe von Hamburg, Hans-Jürgen Caspar

    1. Lieber Herr Caspar, die Szene ist bewusst zugespitzt: Nachfolge als Radikalität (vgl. Lk 9,59–62). Gegen die Familie richtet sich das aber nicht. Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus (Mk 1,29–31), und Paulus erwähnt später, dass Petrus verheiratet war und seine Frau mitnahm (1 Kor 9,5). Und nach Ostern stehen die Fischer in Joh 21 schon wieder im Boot 😉 Matthäus erzählt verdichtet, er schreibt kein Protokoll mit Abschiedsszenen. Beste Grüße!

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