Wer hat den stärkeren Gott ? Islam oder Christentum ?

Bei der Überschrift des aktuellen SPIEGELs ahnt man schon, dass es hier nicht wirklich um die Frage geht, wer denn Gott sei. Nein, es geht um Politik, um Kultursysteme und darum, welches System denn angeblich das bessere sei. Nicht der Glaube an Gott ist das Wesentliche, sondern gewisse Menschengruppen, die alles daransetzen, ihre Religion – die sie als die einzig richtige sehen – durchzusetzen, koste es, was es wolle. Auf christlicher wie auf muslimischer Seite. Armer Gott. Und wieder einmal wird er für machtpolitische Zwecke zweckentfremdet.

Denjenigen aber, die an nur an ihrer Religion interessiert sind und nicht an ihrer Durchsetzung als politischem System, sei gesagt, dass die drei monotheistischen Religionen per se wohl denselben Gott meinen. Sie haben lediglich ein unterschiedliches Gottesbild von ihm. Lesen Sie hier eine > Kurzzusammenfassung und hier (gegen Gebühr) den > SPIEGEL-Artikel.

Wie geht aber das Christentum mit dem Begriff Allah um ? Wie unterscheidet sich das Bild, das sich beide Religionen von Gott machen ?:

Rezeption im Christentum

Für das Christentum stellt sich – gerade mit Blick auf den interreligiösen Dialog – die Frage, ob Allah und der Gott der Bibel identisch sind. Die Römisch-Katholische Kirche beispielsweise verabschiedete am 28. Oktober 1965 im Zuge des Zweiten Vatikanums die für alle römischen Katholiken verbindliche Schrift Nostra Aetate, in der es in Teil 3, der allerdings erst nach arabischen Protesten gegen die alleinige Ausrichtung der Erklärung auf das Judentum hinzugefügt wurde, heißt:

„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.[2]

In den Niederlanden schlug der katholische Bischof von Breda, Tiny Muskens (71), im August 2007 vor, alle Gläubigen sollten Gott künftig Allah nennen. Dies fördere das wechselseitige Verständnis zwischen den Religionen: „Warum sollen wir nicht alle gemeinsam sagen: Wir nennen Gott fortan Allah?“[3]

Gemeinsam glauben Christen und Muslime an den Schöpfergott, der ihrem Glauben nach Himmel und Erde schuf:

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“

– (Gen 1,1)

heißt der erste Vers der Genesis der Bibel; eine ähnliche Aussage in Bezug auf Gott ist auch im Koran vorzufinden:

„Er ist es, der euch alles, was auf der Erde ist, geschaffen und sich hierauf zum Himmel aufgerichtet und ihn zu sieben Himmeln geformt hat. Er weiß über alles Bescheid.“

– Sure 2, Vers 29 nach Paret

Viele Christen evangelikaler Prägung lehnen die Gleichsetzung des in der Bibel sich offenbarenden Gottes mit dem koranischen Allah ab. Eine der Begründungen dieser Sichtweise ist das zentrale Bekenntnis des Islam, dass Allah keinen Sohn habe. Dazu im Gegensatz – so die Meinung vieler evangelikaler Christen – steht das Grundbekenntnis des Neuen Testaments, das Gott als den „Vater unseres Herrn Jesus Christus“ identifiziert.

Der damalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in DeutschlandWolfgang Huber, vertritt die Ansicht, dass keine Aussage darüber getroffen werden kann, ob der Gott, den Christen anbeten, mit dem Gott, den Muslime anbeten, identisch ist. Huber sieht nur eine Aussage über das Bekenntnis zu Gott als möglich. Hier vertritt er die Ansicht, dass Christen sich zu einem anderen Gott als Muslime bekennen. Zitat: „Ob Gott derselbe Gott ist, muss man ihm selber überlassen. Als Menschen können wir nur über das Gottesbekenntnis urteilen. Wir haben als Christen keinen Grund zu sagen, wir würden uns zum gleichen Gott wie die Muslime bekennen.“[4] Quelle: > wikipedia.

Wie soll man aber die christliche Aussage verstehen, dass Gott einen Sohn hat und sich zudem als Heiliger Geist zeigt ? Lesen Sie dazu > Gott ist gleich Gott – oder etwa nicht ? (Jürgen Moltmann).

foto: 1. wuerml,flickr.com; 2. wikipedia.


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Kommentare

132 Kommentare zu „Wer hat den stärkeren Gott ? Islam oder Christentum ?“

  1. Avatar von philgeland
    philgeland

    Jenseits vom „Willen des Volkes“ und dem Problem der „Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates“ sei hier noch eine Bemerkung auf persönlicher Ebene erlaubt:
    Ein guter Bekannter von mir ist im Iran geboren und als Jugendlicher über die grüne Grenze ins Ausland geflohen. Er arbeitet zur Zeit als Übersetzer und Dolmetscher in Brasilien. Bevor der iranische Präsident auf Staatsbesuch in Brasilia war, nahm man Kontakt zu ihm auf und bot ihm für eine nicht gerade bescheidene Summe an, die Vorab-Delegation der iranischen Regierung für ein paar Tage zu begleiten und zu „betreuen“.
    Er hat das abgelehnt.
    Wörtlich meinte er: „Mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben.“
    Ich kann es ihm nicht verdenken.

  2. Avatar von philgeland
    philgeland

    P. S.
    Nachdem die letzten Kommentare so richtig OFF-TOPIC waren, (obwohl sie Stoff für eine Menge Diskussionen liefern), wäre es vielleicht besser, wieder zum eigentlichen Thema zurückzukehren.
    Welcher Gott ist denn nun eigentlich der BESTE.
    Der Gott der:
    – Juden (der orthodoxen oder der liberalen)
    – Katholiken
    – Protestanten (und all ihrer Abspaltungen, inklusive der Wiedergeborenen)
    – Sunniten
    – Schiiten
    oder was?

  3. Wenn Juden, Katholiken, Protestanten, Sunniten und Schiiten sich gegenseitig einen besseren Gott und einen davon unterschiedichen Lebenssinn aus dem Buch vorlesen, von jeweiligen Schriftgelehrten verkünden lassen dann keiner davon „der BESTE“ sein.

    Dann wird es Zeit nach dem einen Schöpfer der realen Welt zu fragen, dem Wortgeber (allen logischen inzwischen weltweit erklärten logischen Werdens) durch den uns ein gemeinsamer Sinn gegeben ist, der entsprechend kultureller Verschiedenheit zu leben wäre.

    Das BESTE ist, wir lassen die verschiednen Gottesbilder hinter uns und versuchen wieder gemeinsam zu hören, im wissenschaftlich erklärten Lebensfluss die gemeinsame Be-stimmung, das Wort des zu verstehen, um den es am gemeinsamen Anfang ging.

    Gerhard

  4. Grüß Gott,
    sag ich doch. Es kann nur Einen geben.

    Guten Wochenstart, Meryem

  5. Wie das immer so ist bei pluralistischen Gesprächskreisen wird Jesus Christus, ganz Gott und ganz Mensch entweder verrationalisiert oder gleich weggeredet (zum Lehrer, Propheten etc.) und somit die Heilsbotschaft, dass Gott zu den Menschen herabgestiegen ist, verleugnet.

  6. Avatar von meryemdeutschemuslima
    meryemdeutschemuslima

    Servus,
    nun-dass es „weggeredet“ ist, wenn man einen Propheten ehrt, kann ich nicht finden. Allerdings ist die Vorstellung, dass Gott sich in einen Körper – wie soll man sagen: verwandelt? für Muslime nun mal absurd und wird Gott nicht gerecht (wie kein Bild das wir uns von IHM machen).

    Die Botschaften Gottes sind vielfältig und auch Jesus, Friede sei mit ihm, gehört dazu, das ist nun keinesfalls eine Entwertung.

    Ich denke, es ist dann eher ein innerchristliches Problem, wie damit umzugehen ist. Für Muslime ist das ganz einfach.

    Ein Wettstreit, wie es der „Spiegel“ gerne hätte, kann dadurch trotzdem nicht entstehen, Gott ist und bleibt Gott und kein Zeitungsartikel und keine Diskussion wird auch nur irgendwas an IHM verändern. Es kann ja nur darum gehen, was wir in der Lage sind zu begreifen und was man in seinem Leben damit anfängt.

    Grüße von Meryem

  7. Ich wollte nur sagen, wenn man immer davon redet: Wir glauben ja alle an den einen Gott – SO leicht ist das nicht…

    Der Wettstreit entsteht dadurch freilich nicht, weil es ja nicht darum gehen kann, wer den besseren Gott hat, sondern höchstens (!) darum, wer den Unerforschlichen (!) besser erkannt hat.

    Ich warne nur vor Sätzen wie: Es ist ja der Eine im Sinne von: Die Unterschiede sind nur Kleinigkeiten – das stimmt nicht.

  8. Ich denke, wir glauben schon an den einen Gott.

    Für Moslems sicher etwas schwer nachvollziehbar, dass sich – aus christlicher Sicht – Gott als Mensch zeigt. Für Christen manchmal auch schwer nachvollziehbar.
    Andrerseits : warum auch nicht ?
    Es ist die Überlegung: wenn es einen Gott gibt und er will, dass die Menschen ihn erkennen, muss er sich ja irgendwie mitteilen. Im Alten Testament finden sich viele Propheten, die von ihm sprechen.
    Auch für die Moslems gehen davon aus, dass sich Gott ihrem Propheten offenbart hat, und dass dies die letzte Offenbarung ist.

    Die christliche Sicht ist die, dass Gott selber hier war und sich gezeigt hat. Er hat dabei nicht von seiner Macht gebrauch gemacht, sondern erduldet, was die Menschen mit ihm anstellten. Er ging sogar in den Tod.
    Er hat die Menschen so sehr geliebt, dass er selbst Mensch wurde, damit die Menschen merkten, woher sie stammen.

    Nun ist das für Moslems sicher ein Problem: dass Gott selber stirbt am Kreuz. Für Christen eigentlich auch.

    Nach den Aussagen Jesu ist es so, dass er von Gott als seinem Vater spricht. Und zudem macht er Aussagen über den Geist Gottes, den Gott schickt.
    Daher kommt die Vorstellung von der Dreiheit Gottes, dass Gott selbstdifferenziert ist in sich selbst in drei Wesensheiten, in denen er sich zeigen kann: Gott als Vater, Gott als Sohn (Jesus), Gott als göttlicher Geist, der Menschen bewegt.

    Somit hat Gott eine seiner Wesensheiten in diese Welt geschickt, die den Menschen vom Wesens Gott etwas mitteilte (als der Sohn, als Jesus). Diese Wesensheit starb sogar am Kreuz. Ein Teil von Gott ist selbst gestorben für die Menschen, um die Kluft zwischen Mensch und Gott – also das Nichterkennen Gottes durch den Menschen – zu überwinden.

    Gott (Vater) beließ es nicht bei dem Tod, sondern erweckte eine seiner Wesensheiten (Jesus) wieder auf zum Leben.

    Nach dem, was Jesus über Gott sagte, welche Heilungswunder er tat, glauben die Christen, dass sich Gott hier wirklich zeigte. Denn Jesus ist nach christlichem Glauben der erste Mensch, der nicht im Tod blieb.
    Die Terminologie: wahrer Mensch und wahrer Gott. Irgendwie beides.
    Man kann nicht trennen zwischen diesen beiden Wesenheiten.

    Weil Gott Jesus auferweckte – den er schickte, damit die Menschen von Gott wissen – dürfen auch die Menschen die Hoffnung haben, die diese Selbstmitteilung Gottes sicherlich heißen soll: dass der Tod nicht das Letzte ist, sondern dass es danach irgendwie weitergeht. Dass es hinter dieser unserer Wirklichkeit einen andere Wirklichkeit gibt: die Wirklichkeit Gottes.

  9. Jesus Christus ist Retter und Richter der Welt (wenn man der Bibel glaubt). Dadurch, dass Jesus Christus, Gott selbst auf die Welt gekommen ist, hat sich die Beziehung zwischen Gott und Mensch zentral verändert. Ich sage nicht, dass wir an einen „anderen“ Gott glauben, das kann ich nicht wissen (das weiß nur Gott selbst) – aber Jesus ist meiner Auffassung nach nicht nur eine Erscheinungsform Gottes, aber ich wollte auch keine Diskussion entfachen, habe gerade nicht viel Zeit, nur, dass man es sich nicht so einfach machen sollte.
    Die Zeit, zusammen zu beten, ist noch nicht da.

  10. Hier was zum christlichen Gottesbild von dem Theologen Jürgen Moltmann:
    http://theolounge.wordpress.com/2007/05/06/gott-ist-gleich-gott-oder-etwa-nicht/

  11. Also ich hätte kein so großes Problem, miteinander zu beten. Eher mit den Riten. Ich knie zb als Protestant nicht in der katholischen Kirche, falls ich mal dort bin. Auch in einer Moschee würde ich nicht so gern die Gebetshaltung einnehmen. Aber das sind eher Äußerlichkeiten.

    Auf jeden Fall…mal ein Blick in den Moltmann-Artikel eins weiter oben werfen…

  12. Diese Wesensheit starb sogar am Kreuz. Ein Teil von Gott ist selbst gestorben für die Menschen, um die Kluft zwischen Mensch und Gott – also das Nichterkennen Gottes durch den Menschen – zu überwinden.

    Ja – aber genau ( unter anderem ) diese zentralen Grundsatz leht Allah durch den Koran ab ! – Und somit lehnen auch die gläubigen Muslime es ab.

    Ich kann meine Frage nur wiederholen : Warum sagt Gott im AT und NT das gleiche und im Koran etwas anderes, wenn es doch der selbe Gott sein sollte ?? Ist Gott schizophren ?

    Pax

    Kai

  13. @theolounge:

    Ich sagte, ich habe keine Zeit – also werde ich auch nicht den Artikel lesen, wenn du es nicht in deine Worte fassen kannst.

    Ich habe das muslimische Gebet mal körperlich mitgemacht – war ein interessantes Gefühl, aber naja, ich habe auch mit knien kein Problem. Nur: Es war für mich nicht wirklich ein Gebet, eher ein Versuch, nachzuvollziehen, zu verstehen, etc.
    Man kann gemeinsam (im Raum) auf seine Art beten (Muslim und Christ) – aber es gibt nun mal Unterschiede – die kann man nicht so leicht wegreden. Zumindest Jesus Christus muss man dann immer streichen (wenn man wirklich zusammen beten würde) und dann hat in meinen Augen das CHRISTentum keine Kraft mehr.

  14. Ist doch von mir der Artikel – und nicht lang.

    Ich würde es aber dann auch so wie Du sehen – als gemeinsames Beten, jeder auf seine Art (Muslim und Christ). Warum auch nicht.

  15. @kai

    Glaube nicht, dass Gott schizophren ist. Aber ob Allah oder Gott nun in sich dreigeteilt ist oder nicht….es ist letztlich Gott. Es ist zwar ein christliches Dogma mit der Trinität und ich würde auch daran festhalten. Aber im Dialog würde ich eher nicht das – vielleicht – innere Wesen Gottes betonen, sondern dass Gott der EINE ist.

    Ob wir mit seinem inneren Wesen so richtig liegen, oder die Moslems mit ihrer Sicht, oder die Juden mit ihrer…werden wir erst wissen, wenn wir bei Gott sind.

  16. …will sagen: ich würde daran nicht allzuviel Trennendes aufhängen, auch, wenn man das natürlich durchaus so machen kann. Aber ich finde, das führt nicht so sonderlich weiter, also führt Menschen nicht zusammen, sondern auseinander, wenn man diese Linie zu hart verfolgt.

    Insofern können Christen ihre Sicht haben, Moslems ihre, Juden ihre. Und insgesamt betont man eben, dass es um den EINEN Gott geht – von dem eben die unterschiedlichen Religionen ein je etwas anderes Bild haben.
    Der Gott der Juden ist beispielsweise nur für die Juden da, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Nur die Juden sind demnach das „erwählte Volk“. Das ist auch kein Gottesbild, das wir uns als Christen so wünschen. Es ist vielmehr einfach die jüdische Sicht. Wir Christen haben eine andere Sicht. Und Moslems haben eben wieder eine etwas andere Sicht.
    Aus jüdischer Sicht ist übrigens Jesus auch nicht der Messias. Sie erwarten ihn noch.
    Nur aus christlicher Sicht ist Jesus der Messias – und zugleich Gott. Judentum und Islam haben eine andere Sichtweise.
    Aber sie meinen alle den EINEN Gott – von dem jede Religion unterschiedliche Vorstellungen hat. Was solls.

  17. Ich sage dir nur: Ohne Jesus Christus wäre mein Glaube hohl, da ist NICHTS mehr da.

  18. PS: Trinität meint übrigens KEINE Dreiteilung Gottes, Gott ist nicht dreigeteilt. Wie Jesus gleichzeitig GANZ Gott und GANZ Mensch ist, nicht etwa die Hälfte oder ein Drittel, so ist die Dreieinigkeit keine Aufteilung, sondern: Jesus Christus ist ganz Gott. Der Heilige Geist ist ganz Gott. Der Vater ist ganz Gott.

    Und wenn du jetzt sagst, dass sei unlogisch, dann sage ich: Ja, genau! Aber das ist das, was ich als Christ glaube.

    „Die Weisheit der Menschen ist Torheit bei Gott.“

  19. Bei Jesus Christus, der als lebendiges Wort, schöpferische Vernunft, die zur Zeitenwende einen neuen Bund begründete, handelt es sich so wenig um einen Gut-/Gottmenschen wie bei Moses um einen Volksbereier oder Mohammed, um einen oriantalischen Besserwisser.

    Wer alles Wissen, dass es bei den Gründergestalten nicht um Menschen mit Privateingebungen ging, sonder um begründende Personifizierungen einer grundlegenden schöpferischen Odnung, Weisheit, Wirklichkeit, der sollte sich wenigstens als menschliches Schutzschild für die Soldaten beider Seiten in den Glaubenskriegen der Welt melden.

    Weder die islamistischen Funamentalisten, noch die Spiegel-Schreiber, die in der Weihnachtsausgabe im Sinne ihrer Leser für Feuer sorgten „Wer hat den stärkereren Gott“ sehe ich in Verantwortung für den Kampf der Kulturen. Sondern kirchliche Denker der westlichen Welt, die ihr Wissen nicht nutzten. Nicht bereits sind nachzudenken, dass Jesus kein junger Jude, sondern das lebendige Wort in menschlicher Gestalt als Gottesohn war, als das für Kirche und Koran galt und als das ihn der Kanon beschreibt.

    Gerhard

  20. …. verstehst Du mich nicht ??

    Und insgesamt betont man eben, dass es um den EINEN Gott geht – von dem eben die unterschiedlichen Religionen ein je etwas anderes Bild haben.

    Es geht doch überhaupt nicht um das eine oder andere Bild, man, drück ich mich denn so missverständlich aus ?
    Es geht nicht um das Bild, sondern darum WIE GOTT SICH DEN MENSCHEN VORSTELLT – ER stellt sich vor, ER erklärt sich. Und da gibt es halt übererinstimmungen im AT und NT und fundamentale Unterschiede zum Koran ( auch wenn es da paralelen gibt ).

    Entweder hat die Bibel recht bzw der Gott der Bibel, oder aber der Gott des Korans – oder er ist schizophren !

    Der Gott der Juden ist beispielsweise nur für die Juden da, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Nur die Juden sind demnach das „erwählte Volk“. Das ist auch kein Gottesbild, das wir uns als Christen so wünschen.

    Man, als Theologe weißt Du erschreckend WENIG ! Sorry, ist ja nicht böse gemeint, fällt mir aber mal so auf. Auch der Gott im AT ist durchaus nicht ausschließlihc für die Juden da. Mal ganz davon abgesehen, dass das AT lange vor „den Juden“ anfängt, und das es eigentlich um das Volk Israel geht – aber ich will jetzt nicht das Thema wechseln.

    Vieleicht solltest Du mal Dein Gottesbild von Gott malen lassen. Gib Ihm mal den Pinsel und guck was dabei raus kommt.

    Und um noch auf die Debatte „Besser“ einzugehen :
    Was bedeutet schon besser ? Ich finde beim Gott den die Bibel beschreibt viele wichtige, existenzielle Dinge, Dinge die ich im Islam nicht finde. Ob das nun besser ist, interessiert mich nicht sonderlich. Ich glaube allerdings, das ich den stärkeren Gott habe ….

    Pax

    Kai

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