Jesus braucht kein Navi!

In diesem Jahr haben wir Weihnachten vorgezogen – meine Frau und ich haben uns gegenseitig ein TomTom geschenkt. Im letzten Jahr gab es doch immer mal wieder Situationen, bei denen wir so eine Orientierung im Auto gebraucht hätten. Und tatsächlich, so eine Technik begeistert. Zum Beispiel sagt „er“ rechtzeitig, wann man abbiegen muss, welche Spur man nehmen sollte oder wieviele Kilometer es noch bis zur nächsten Ausfahrt ist. Und das Ganze in Schwäbisch, Hamburgerisch oder mit Rudi Carrells Stimme. Sogar die zulässige Geschwindigkeit der jeweiligen Landstrasse wird angezeigt. Und auch rote Zahlen, wenn man zu schnell fährt…

Aber es passieren auch mit Navi Sachen, die eigentlich nicht eingeplant sind. Wie die Schweizer Zeitung „20 Minuten“ letztens berichtete, verliess sich ein deutscher Automobilist auf sein Navigationsgerät – und landete mitten im Wald.

Wenn Jesus unterwegs ist, braucht er kein Navigationsgerät. Wieso? Gleich kommt die Auflösung. Zuvor aber noch ein anderes Bild:
In unserer Gemeinde haben wir in der hinteren rechten Saalecke ein modernes Kreuz an der Wand zu hängen. Ein Künstler aus der Gemeinde hat es hergestellt. Aus Holz. Dahinter wurde eine Leuchtröhre installiert, so dass Licht aus dem Kreuz zu kommen scheint. Etwas futuristisch, das Ganze, aber sehr eindrücklich.

Jetzt – in der Weihnachtszeit – steht auch immer ein Adventsgesteck dort. Und wenn man den richtigen Blickwinkel einnimmt, dann brennen im Vordergrund die Kerzen, die den Advent begleiten – und in der Verlängerung ist das Kreuz zu sehen. Genau diese Ereignisse passen auch zusammen.

Zu Weihnachten dürfen wir daran denken, dass das Licht in die Welt kam, Gott Mensch wurde. In einer Krippe geboren, mitten im Stall. Unspektakulär, armselig – aber doch weltbewegend! Dreiunddreissig Jahre später hängt das ehemalige Baby als Erlöser am Kreuz, opfert sein eigenes Leben, damit Millionen Anderer gerettet werden könnten. Ja, Krippe und Kreuz gehören zusammen. Das Kind in der Krippe konnte uns nicht erlösen…

Aber in diesem Bild fehlt ein Drittes: Die Wiederkunft Christi, die er versprochen und angekündigt hat. Johannes berichtet davon:

Und wenn ich einen Platz für euch vorbereitet habe, werde ich wieder kommen und euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. (Johannes 14,3)

Das ist doch was! Ich persönlich kann wenig mit diesen süsslichen Liedern vom Jesulein in der Krippe anfangen, der „alle Jahre wieder kommt.“ Aber durch die Bibel weiss ich, dass er versprochen hat, ein weiteres Mal zu uns Menschen zu kommen, um die, die sich für ihn entschieden haben, zu sich nach Hause zu holen. Und auf diesem Weg wird er sich ganz sicher nicht verfahren oder sein Ziel nicht finden. Auch ganz ohne TomTom!

Denn wie sagte ein Bekannter kürzlich in einer Andacht:

Wenn Jesus wiederkommt, dann nimmt er einen Weg, der ihm nicht unbekannt ist.

Wohl wahr: Weil er den Weg beim ersten Mal gegangen und gefunden hat, wird er ihn ein weiteres Mal ganz sicher auch finden. Übrigens – ich freue mich darauf, denn das ist mehr als Weihnachten!

[Originalpost]

Foto: A. Meissner

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