Gott ist gleich Gott – oder etwa nicht ?

Wenn man nur an einen einzigen Gott glaubt – Monotheismus – hat man ein Problem damit, zu erklären, warum es eigentlich die Menschen, die Welt und das Universum überhaupt gibt. Man gerät in Erklärungsnot, warum es diesem Gott dann gefallen habe, überhaupt etwas außerhalb seiner selbst zu erschaffen. Das Christentum kennt den Gedanken der Trinität: die Drei, die Eines sind. Dies ist nach christlichem Glauben und christlicher Dogmatik das Wesen Gottes – und kann auch auf die Frage oben eine Antwort geben. > welche, das erfahren Sie hier.

Der evanglische Theologe Moltmann sieht die Sache so: Die Dreiheit, die wir als Vater, Sohn und Heiligen Geist bezeichnen, sind drei eigenständige „Personen“, die aber eine Einheit bilden. Es ist nicht ein Gott, der sich in verschiedenen Erscheinungsweisen („Hypostasen“) zeigt, denn dann würde Jesus – als der Sohn – im Garten Gethsemane nicht zu dem Vater – Gott – beten, sondern zu sich selbst, was absurd erscheint.

Die Dreiheit – nach Moltmann – ist präeexistent und ihr Wesen ist die Liebe. Die drei „Personen“ innerhalb der Dreiheit durchdringen sich gegenseitig und bieten sich aufgrund ihrer Liebe gegenseitigen Lebensraum. Da ihr Wesen die Liebe ist, die auf Gegenseitigkeit beruht und sich erst im Anderen wiederfindet, schafft diese Einheit (Vater-Sohn-Geist) in sich Raum für das Universum, man spricht hier von Selbstdifferenzierung. Innerhalb dieses Raumes kann sich nun – initiiert durch den Logos (Jesus) – Leben entfalten, das aber von seiner Natur her frei ist. Es kann auf Gott reagieren, muss aber nicht.

Dadurch, dass ein Teil der Dreiheit – Jesus – sich den Menschen zeigt, rückt somit die Menschheit in ein brüderliches Verhältnis zu Jesus (zumindest die, die ihm glauben) und können so auch Jesu Vater den ihren nennen. Im Glauben und Lobpreis – und auch kraft Wirkens des „Heiligen Geistes“ – erkennt der Mensch Gott („Vater“) und kann ihn loben, gleichsam als den Urgrund seiner Existenz.

Nach außen zeigt sich diese Dreiheit allerdings in einem einzigen Wesen, also: Monotheismus. Nur mit dem Unterschied, dass das Wesen Gottes im Inneren differenziert ist.


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Kommentare

22 Kommentare zu „Gott ist gleich Gott – oder etwa nicht ?“

  1. Und warum erklärst dann Du hier dauernd, was ich angeblich glauben sollte?

  2. Fisch: „Verstehen findet meiner Wahrnehmung nach zu einem großen Teil intellektuell statt“

    Das heißt, daß du (noch) keine Distanz zu deiner Verstandesaktivität hast, daß du durch den Verstand sehen und verstehen willst. Was aber nicht geht.

    Dafür ist das Meditieren hilfreich, denn…
    dabei kannst du dem Denkapparat zusehen.

    Albert Einstein soll mal gesagt haben, daß er die besten Einfälle
    habe, wenn er in der Badewanne mit den Seifenblasen spiele.

    Einfälle, Erkenntnisse und das Verstehen stellen sich
    ein, wenn der Verstand gerade mal außer Funktion ist.

    Ja, die Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema ist dem voraus
    gegangen. Und diese kann intellektueller Art sein, meditativer Art,
    kontemplativer Art, oder in einem Zustand der Leichtigkeit geschehen.

    🌱

    Fisch: „Allerdings kann man natürlich auch emotional Dinge verstehen“

    Nein, kann man nicht.

    🌱

    Fisch: „Das eine und das andere schließt sich allerdings nicht aus“

    Doch, das schließt sich aus. Auf der Horizontalen
    (Körper/Emotion/Verstand) geschieht LERNEN.

    VERSTEHEN… ist Angelegenheit der Vertikalen.

    Schönen Sonntag! 🌞

    https://nirmalo.wordpress.com/lernen/

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