Gehirnforschung: Was ist die Seele und das Bewußtsein ? (ZEIT)

vom_denken.jpgGerne erklärt die Neurowissenschaft, sie könne das Geheimnis des menschlichen Bewußtseins prinzipiell lösen. Wie weit sie aber davon entfernt ist, wird erst klar, wenn man auch auf die philosophischen Fragen Rücksicht nimmt: wie kann beispielsweise in einer (möglicherweise rein ?) materiellen Welt so etwas wie ein immaterielles Bewußtsein überhaupt entstehen ? Und vor allem: was ist dies überhaupt ? Diese Fragen sind deshalb von Belang, weil zwei unterschiedliche Weltbilder davon abhängen: Materialismus oder Immaterialismus. Will heißen: Gibt es nur und ausschließlich das, was wir als Materie wahrnehmen ? Oder gibt es nicht vielmehr auch Dinge, die nicht materiell sind ?
An diesen Fragen hängt auch ferner die Frage, ob es zum Beispiel eine immaterielle Seele gibt, die den Tod überdauert.
Allerdings sprechen viele Belege dafür, dass der Materialismus keinesfalls der Weisheit letzter Schluß sein muss, sondern lediglich eine Annahme sein kann. Demnach ist es durchaus denkbar und – je nachdem, welchem Weltbild man sich anschließen möchte – sogar wahrscheinlich, dass es auch immaterielle Dinge gibt. In Anlehnung an Platon ist es nicht abwegig, dass die Seele etwas Immaterielles ist – und somit den biologischen Tod überdauert. Wem solche Fragen zu spekulativ erscheinen, dem sei gesagt, dass es gleich ein paar Dinge auf dieser Welt gibt, die zu Spekulationen Anlaß geben: das Bewußtsein, der Urknall, der Grund allen Seins, die Unendlichkeit.> Hier zum Artikel.

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Kommentare

51 Kommentare zu „Gehirnforschung: Was ist die Seele und das Bewußtsein ? (ZEIT)“

  1. Avatar von Schuster
    Schuster

    Ja, das glaube ich schon. Auch ohne expliziten Spracherewerb und ohne Sprachtraining hat ein Mensch (per angeborener Verschaltung seines Gehirns) die Fähigkeit zur Sprache und zum Bewusstsein, bei dem es -wie ich schon sagte – verschiedene Stufen gibt. (Schon eine Maus hat Aufmerksamkeitsbewusstsein aber kein Selbstbild da sie sich nicht im Spiegel erkennt) . Das Thema ist wirklich weit und spannend.

  2. Avatar von Schuster
    Schuster

    Noch ein Hinweis. Auf meiner Webpage
    http://heinzschuster.com/

    findet sich eine längere Erläuterung zum Sprach Gen, das in der richtigen Variante vorliegen muss, damit ein Lebewesen sprechen kann. Bei einer Londoner Familie trat die (bei Affen nur vorhandene) negative Variante auf, daher konnten die Mitglieder der Familie kaum sprechen und hatte massive Probleme beim abstraktem Denken.

  3. Zit.:@ Thomas N.

    Danke, sehr interessanter Artikel und Seite, ich denke, ich werde demnächst mal drauf verweisen…“

    @theolounge:
    diese „Seite“ solltest du mal gründlicher in Augenschein nehmen, siehe: http://www.gwup.org/themen/texte/skeptikerpuc/gwupkritik1.html

    Ich kann verstehen, daß Theologie aus Sicht der Theisten ein großes Thema ist, welches vielleicht auch einen Blog verdient, die „Theolounge“ zeichnet sich u.a. als sehr gesprächsfähig aus, selbst bei Atheisten. Ich fände es daher schade um die Qualität und des Niveaus dieses Blogs, würde man unkritisch jegliches parawissenschaftliche Geschwurbel wie der o.a. Seite hinnehmen bzw. bewerben. Ein zweiter Blick schadet sicher nicht…

    grüße,
    MichaS

  4. Nachtrag: mein Posting bezieht sich auf die Seite „psychophysik.com“ und dessen Betreiber, nicht zwingend auf den dortigen Artikel auf den verwiesen wird. Wobei ich auch da anderer Meinung bin…

  5. @MichaS

    Danke für den Hinweis, ich habs mal unten reinkopiert: (s.u.).

    Ich hatte ins Impressum geschaut, was mich dann auf den Artikel verweisen ließ.
    Wissenschaftlicher Beirat:
    …..

    Prof. em. Günter Ewald
    ehemals: Rektor der Universität Bochum, Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags und im Kuratorium der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)
    Homepage von Prof. Günter Ewald

    Das wirkte eigentlich seriös, auch, wenn ich selber mir meine Gedanken schon darüber gemacht hatte, weil nämlich das Ganze eben auch auf kommerzielle Angebote verweist.
    Den Artikel, auf den ich verwiesen habe, finde ich nicht verkehrt geschrieben, wobei man sicher beim Rest genauer hinschauen muss. Ich werd da auf Dauer mal mehr reinlesen. Vielleicht kann man das eine rauspicken, das andere aber verwerfen.
    Ich hatte mir schon überlegt, ob die Seite beispielsweise was mit Scientology zu tun haben könnte, sieht und sah mir aber nicht so aus.

    Falls Du mehr weißt, gib mir gern bescheid, ggf. auch über unsere Kontaktadressen-Email.

    2.1.www.psychophysik.com

    Dabei lässt schon die Wortverwendung „Psychophysik“ aufhorchen. Denn offenkundig betreibt Herr Fritzsche, der in seinem „Online-Magazin für ganzheitliches Denken“ mit zuverlässiger Regelmäßigkeit „Zweifel an der Seriosität der Skeptiker“ anmeldet, einen veritablen Etikettenschwindel, indem er den klassischen (und positiv/seriös besetzten) Begriff „Psychophysik“ falsch benutzt.

    Wie der Leser seinem Text „Psychophysik: Die große Macht Ihres Unterbewusstseins“ entnehmen kann, versteht Herr Fritzsche unter „Psychophysik“ die (kausale) Wechselwirkung zwischen Psyche und Physis, und zwar im dualistischen Sinn. Diese Sichtweise ist mit der regulären Verwendung des Begriffs „Psychophysik“ in der Wissenschaft nicht einmal entfernt in Einklang zu bringen. Wahrnehmungspsychologisch ist Psychophysik definiert als – vereinfacht ausgedrückt – die Wissenschaft von der quantitativen Korrelation physikalischer Reize mit den subjektiven Wahrnehmungen, die durch sie ausgelöst werden. Ein Beispiel dafür ist etwa das Weber-Fechner’sche Gesetz: Die subjektiv wahrgenommene Stärke von Sinneseindrücken verhält sich logarithmisch zur objektiven Intensität des physikalischen Reizes. Mit obskuren „psychophysischen Wechselwirkungen“ oder gar einer „Betriebsanleitung für den Umgang mit Ihrem Unterbewusstsein“ im Sinne von Herrn Fritzsches psychophysik.com hat das nichts zu tun. Auch Nicht-Fachleute können sich zum Beispiel bei [Psychophysik] über die reguläre Psychophysik informieren. Ausgesprochen interessant ist, dass Herr Fritzsche sein eigenwilliges und abseits von wissenschaftlichen Erkenntnissen frei schwebendes „psychophysikalische Realitätsmodell“ mitnichten bloß als eine Art Philosophie oder Gedankenspielerei betrachtet. Vielmehr bindet Herr Fritzsche seine Pseudo-Psychophysik in ein kommerzielles Dienstleistungsangebot im Bereich der „Verkaufs- und Kommunikationspsychologie“ ein.

    So wirbt Herr Fritzsche auf seiner (über einen Link erreichbaren) Seite sales-and-marketing.biz für sein Unternehmen „sales&marketing“ mit dem Slogan „Gehirngerechte Texte für Marketing und Verkauf“. Was darunter zu verstehen sei, erklärt Herr Fritzsche so:

    „Gehirngerechte Kommunikation nutzt die Einflussfaktoren Sprache, Visualisierung, emotionale bzw. kognitive Aktivierung, Kommunikations- Kanal und Wiederholung. Nutzen Sie mein Know-how für Ihren Erfolg!“
    Ein Schuft, der Schlechtes dabei denkt.

  6. Mit Scientology hat das wohl nichts zu tun, die sind auch gegen Homöopathie und dergleichen, die haben andere Interessen (und kein Monopol auf Pseudowissenschaft)

  7. denk ich auch. werde auf Dauer mal reinlesen dort und sicher noch ab und an verlinken. Muss man wohl je nach Artikel abwägen.

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