
Ein fiktives Gespräch mit dem allseits so beliebten russischen Diktator.
Frage: Fühlen Sie sich eigentlich schuldig, Herr Putin?
Putin: Ach, wissen Sie, das werde ich oft gefragt. Aber da muss ich sagen: Wenn das ein Verbrechen ist, dass ich seit etwa 20 Jahren meine Macht mit Angriffskriegen aufrechterhalte, dass ich beispielsweise Tschetschenien zweimal in Schutt und Asche gelegt habe, in Georgien einmarschiert bin, den syrischen Diktator dabei unterstützt habe, dass er längere Zeit an der Macht bleiben konnte, indem er sein Volk mit Fassbomben und Giftgas terrorisierte, dass ich 2014 verdeckt schon die Ukraine angegriffen habe, dass ich nun seit vier Jahren die Ukraine in Schutt und Asche lege, Millionen Menschen in der Ukraine zu Flüchtlingen gemacht habe, dass meine russischen Soldaten unglaubliche Gräueltaten, Vergewaltigungen und Folterungen in der Ukraine begangen haben, dass mit meinem Wissen und in meinem Auftrag mindestens 20.000 Kinder entführt und nach Russland verschleppt wurden, sodass sie ihre Eltern vielleicht nie mehr wiedersehen, dass ich die Welt mit Atombomben terrorisiere und das alles nur, um selbst an der Macht zu bleiben und ein schönes Leben in unendlichem Luxus zu haben, während der Rest der russischen Bevölkerung zu einem Großteil in bitterer Armut lebt – macht denn nicht jeder sowas?
Aber gut, wenn das wirklich ein Verbrechen sein soll, dann, aber nur dann gestehe ich, dann bin ich schuldig.



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