Dubai-Schokolade: Ein von Influencern getriebener Hype ohne Substanz

Symbolbild: Pralinen mit Pistazie

In der letzten Zeit hat die sogenannte Dubai-Schokolade die sozialen Medien im Sturm erobert. Influencer auf Plattformen wie TikTok und Instagram präsentieren die mit Pistaziencreme und Kadayif-Fäden gefüllte Schokolade als das ultimative Geschmackserlebnis. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass dieser Hype vor allem durch geschicktes Marketing und die Macht der Influencer entstanden ist, ohne dass das Produkt selbst außergewöhnlich wäre.

Ursprung und Zusammensetzung der Dubai-Schokolade

Die Dubai-Schokolade wurde 2021 von Sarah Hamouda, Gründerin von Fix Dessert Chocolatier in Dubai, entwickelt. Sie kombiniert Vollmilchschokolade mit einer Füllung aus Pistaziencreme und Kadayif, auch bekannt als Engelshaar. Diese Kombination ist in der orientalischen Küche nicht neu und findet sich in traditionellen Desserts wie Baklava wieder. Die Schokolade wird in Dubai für etwa 16,60 Euro pro Tafel verkauft.

Die Rolle der Influencer im Aufstieg des Hypes

Der rasante Anstieg der Popularität der Dubai-Schokolade ist maßgeblich auf die Aktivitäten von Influencern zurückzuführen. Ein TikTok-Video der Food-Influencerin Maria Vehera, in dem sie die Schokolade probiert, wurde über 80 Millionen Mal angesehen. Solche Beiträge erzeugen eine künstliche Knappheit und steigern die Begehrlichkeit des Produkts, obwohl es geschmacklich keine revolutionäre Neuerung darstellt.

Marketingstrategien und künstliche Verknappung

Unternehmen wie Lindt haben den Hype erkannt und limitierte Auflagen der Dubai-Schokolade in Europa eingeführt. In Städten wie Aachen und Stuttgart bildeten sich lange Schlangen vor den Geschäften, obwohl der Preis mit 14,99 Euro pro Tafel deutlich über dem Durchschnitt liegt. Diese künstliche Verknappung und das exklusive Image verstärken den Hype, ohne dass das Produkt selbst diesem gerecht wird.

Kritik und Hinterfragung des Hypes

Ernährungsberater und Experten weisen darauf hin, dass die Dubai-Schokolade zwar eine interessante Kombination bietet, jedoch weder geschmacklich noch gesundheitlich einen Mehrwert gegenüber herkömmlicher Schokolade darstellt. Der hohe Preis ist vor allem auf die etwas teureren Zutaten wie Pistaziencreme zurückzuführen, rechtfertigt jedoch nicht den entstandenen Hype.

Die Dubai-Schokolade ist ein Paradebeispiel dafür, wie Influencer und geschicktes Marketing einen Hype um ein Produkt erzeugen können, das bei objektiver Betrachtung keine außergewöhnlichen Eigenschaften aufweist. Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trend ein tatsächliches Qualitätsmerkmal darstellt, sondern oft das Ergebnis gezielter Marketingstrategien ist.


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Dubai-Schokolade: Ein von Influencern getriebener Hype ohne Substanz“

  1. Gefährlich wird so ein unsinniger Hype, wenn er sich auf die politische Bühne verschiebt.

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