Der bestirnte Himmel über mir | Immanuel Kant

Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Ich sehe sie beide vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz.

Kritik der praktischen Vernunft


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Kommentare

6 Kommentare zu „Der bestirnte Himmel über mir | Immanuel Kant“

  1. Immanuel Kant: “Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht“
    Nur zwei Dinge, die dein Gemüt mit Bewunderung und Ehrfurcht erfüllen?
    Was ist mit dem Gras unter deinen Füßen, der Rose in Nachbars Garten, dem Blick eines Hundes, dem Lachen eines Kindes, dem Tau in der Morgensonne, der Heilung einer Schnittwunde… und den 992 anderen Dingen?

    Kant: „je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt“
    Das Nachdenken wird überbewertet.
    Die Liebe bedarf des Denkens nicht.

    Kant: „Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“
    Wenn du unter dem “moralischen Gesetz in dir” ein fixes Konglomerat an Verhaltensregeln verstehst, wäre das ein Indiz für geistige Verarmung, denn jeder Mensch, also auch der An-Alphabet weiß letztlich von früh an genau, welches Verhalten richtig und welches falsch ist.
    Wäre es anders – hinge es also am vermeintlich “richtigen Denken” – könnten sich nur wenige Intellektuelle menschenwürdig verhalten.

    Kant: Ich sehe sie beide vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz“
    Setz dich mal hin, schließ die Augen und schau, ob du dir deiner Existenz (ohne jede Verknüpfung) bewußt sein kannst.
    Du brauchst nichts – auch keinen bestirnten Himmel oder
    irgend ein Gesetz, um dir deiner Existenz bewußt zu sein.
    🌼

  2. Du brauchst nichts, auch keinen bestirnten Himmel oder
    irgend ein Gesetz, um dir deiner Existenz bewußt zu sein.
    Nicht nur der Existenz unseres Körpers, nicht nur der Existenz unserer Empfindungen und nicht nur der Existenz unserer kognitiven Fertigkeiten können wir uns bewußt sein, wir Menschen können uns sogar des Bewußtseins bewußt sein.

  3. Technische Frage:

    Warum werden die Leerzeilen, die dafür sorgen
    sollen, daß der Text besser zu lesen ist, eliminiert?

  4. Danke…ja, Kant war ja ein Vernunftsmensch der Aufklärung. Ich würde nicht alles so sehen, wie er.
    Mein Credo wäre: Ich fühle, also bin ich.
    Ich glaube, dass das Gefühl dasjenige sein könnte, das uns merken lässt, dass wir existieren.

  5. Ja, wir spüren und wissen, dass wir sind, dass wir also existieren. Da hast du sicher recht.

  6. Hmmm… in den Kommentaren?

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