Weshalb feiern wir eigentlich Ostern?

Tatsächlich gute Frage. Vielleicht der vielen, bunten Eier wegen?

Vielleicht aber auch deshalb, weil jemand auf brutalste Weise von den Römern hingerichtet worden war und dann einfach nicht im Tod blieb. Dieser Jemand war Jesus Christus und laut christlicher Vorstellung war er sowohl ein wahrer Mensch, sein Leben und seine Taten und sein Reden werden aber nur verständlich, wenn man ihn so versteht, dass sich in ihm auch das wahre Göttliche zeigt. Wahrer Mensch und wahrer Gott, so ist die altkirchliche und im Grunde immer noch gültige Formel für ihn.

Und man feiert zu Ostern, dass Jesus auferstanden ist vom Tod.

Schon immer gab es Zweifel daran, vielleicht sei er ja von wilden Tieren zerrissen worden. Allerdings hätte man dann sicherlich einen Kadaver gefunden.

Oder er habe die Kreuzigung überlebt und sei dann nach Indien ausgewandert, wo er glücklich und zufrieden bis ans Lebensende gelebt habe. Auch unwahrscheinlich, zum einen ist der Weg nach Indien doch relativ weit, zum anderen aber verstanden sich die Römer hervorragend darauf, Menschen so zu kreuzigen, dass sie garantiert auch tot waren. Sie machten das ja am laufenden Band. Wer von den Römern gekreuzigt wurde, der war auch tot.

Bleibt also tatsächlich noch der Gedanke, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Auch dies ist natürlich schwer zu verstehen für den heutigen Intellekt, der von der Aufklärung stark geprägt ist und glaubt, die Naturwissenschaft hätte in allen Bereichen die Deutungshoheit. Aber warum sollte es eigentlich nicht so sein? Das Universum beispielsweise entstand im Urknall aus einem winzigen Pünktchen heraus – auch intellektuell völlig unbegreiflich.

Man muss die Auferstehung übrigens möglicherweise nicht eins zu eins so sehen, wie im Evangelium dargestellt, sondern kann, wenn man damit besser zurecht kommt, dem katholischen Theologen Hans Kessler Aufmerksamkeit widmen, welcher eine eigene Sicht zur Auferstehung hat. Sie finden seine Sichtweise hier verlinkt. Denn das Wichtige ist, DASS Jesus auferstanden ist, sekundär ist, wie es genau abgelaufen sein mag.

Hier können Sie sich ein Erklärvideo zu Ostern ansehen, einmal etwas unkonventionell und salopp auf den Punkt gebracht. Dass hinter der ganzen Sache natürlich einiges an Theologie steckt, habe ich ja oben schon angerissen.


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