Ein Herz für Hausverwalter?

Der soll mal seine Arbeit machen, dafür bezahlen wir ihn ja! Und die Sachen sollen höchste Priorität haben und möglichst schon gestern fertig sein, obwohl wir sie erst heute kommuniziert haben. So denken viele. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit.

Leute, die eine Wohnung haben und in einer Wohnanlage wohnen, haben in der Regel einen Hausverwalter, der sich um alles kümmert. Dieser bekommt dann beispielsweise eine E-Mail, weil eine Lampe irgendwo am Haus zerscheppert worden ist. Dann kommt noch eine E-Mail hinterher mit Fotos und danach die Entwarnung, weil man mit den vermeintlichen Tätern gesprochen hat und nun feststellt, dass irgendjemand anders versehentlich die Lampe zerstört haben muss. Also kein Fall für die Haftpflichtversicherung, weil man ja nicht weiß, wer es war. Ein Hausverwalter bekommt also in der Regel von etwa 80 Wohnungen und vielleicht zehn Wohnanlagen solche E-Mails. Er schwimmt gewissermaßen im Ozean von E-Mails. Nebenbei soll er dann auch noch den Hausmeister und andere Handwerker koordinieren, damit alles wieder in Ordnung kommt. Und billig soll das Ganze auch sein. Kann man wirklich nicht beneiden. Man kann aber versuchen, im Rahmen einer gewissen Menschenliebe auch solchen Menschen zu begegnen, sie also nicht allzu sehr zu hetzen, unter Druck zu setzen und zu stressen. Denn das ist doch das, woran wir alle immer mal wieder leiden, dass nämlich andere Menschen uns unter Druck setzen. Versuchen wir, nicht dasselbe zu tun. Dann wird die Welt ein klein wenig besser und es gibt vermutlich auch etwas weniger Herzinfarkte, welche ja neben anderen Faktoren auch stressbedingt auftreten können. Man braucht nicht immer den großen ethischen Entwurf zu machen, Nächstenliebe findet im Hier und Jetzt und im gegenüber statt, auch und gerade in beruflichen und geschäftlichen Beziehungen.


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