(Hochdeutsch: auf der Alm da gibt es keine Sünde) Auch, wenn der in der Überschrift angerissene Gedanke so vielleicht nicht unbedingt zu belegen ist, war es gestern im Raum München eine der besten Ideen, bei dem genialen Wetter eine Alm aufzusuchen, also eine Bergwiese mit einer bewirtschafteten Hütte darauf. Ob es dort nun also Sünde gab oder nicht, es gab zumindest dann, wenn man mittags dort eintraf, wenig Sitzplätze, was sich gegen Nachmittag hin dann aber verbesserte. Danach gab es erstmal kein Essen oder nur für die, die viel Zeit hatten und danach wiederum gab es dann keine Sonne mehr, bzw. nur für diejenigen, die einen guten Platz hatten, wie wir beispielsweise. Das klingt nun aber viel negativer, als es tatsächlich war. Der Tag gestern hatte viele Münchner ins Umland heraus gelockt und auch viele Menschen aus dem Chiemgau und ähnlichen Regionen. Belohnt wurde man für den Ausflug durch eine gigantische Farbenpracht in herbstlichen Tönen und Sonne, wie man sie in der Art wohl nur im Oktober finden kann in Kombination mit klarer Luft und weitem Blick. Was war sonst noch? Landtagswahl in Niedersachsen, im Norden nichts wesentlich Neues, bis vielleicht darauf, dass sich Martin Schulz nun doch etwas freuen darf. Parlamentswahl in Österreich, die Damen und Herren Wähler aus diesem kleinen Land rutschen nun ein wenig weiter nach rechts. Und sofern, zumindest in Österreich, künftig auf einer Alm Österreicher sitzen und keine Migranten, scheint es auch dort nach der österreichischen Lesart keine Sünde zu geben. Was ein wenig zu bedauern ist, weil doch gerade die Vielfalt auch erst die Buntheit macht. Sieht man ja schon an der Farbenpracht des Herbstes. Man stelle sich ein Land vor, in dem nur noch Österreicher lebten. Oder eines, in dem die Deutschen auf sich alleine gestellt wären. Nur noch Deutsche überall. Möchte man sich gar nicht vorstellen. Denn wer die Buntheit liebt, liebt sicherlich auch den Herbst. Und die Menschen. Und die Pluralität. So wie Gott, denn sonst hätte er ja nicht verschiedene Menschen erschaffen.

Auf da Alm do gibt’s koa Sünd
von
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