Todd Bentley ist ein Mensch. Ehekrise, Rückzug, das sollen andere kommentieren. Grundsätzlicher kann ich sagen: TB ist ein begnadeter Populist.
Schon kommen erste Fragen: Habe ich denn die Videos nicht gesehen?
Na klar habe ich die Videos gesehen. Recht beeindruckend. Sogar Röntgenaufnahmen etc. werden aufgeboten, um seine Heilungen zu „beweisen“.
Aber, jetzt setze ich mein „aber“ ganz bewusst. Hat es jemand, der an Jesus Christus glaubt, notwendig, seinen Jüngern bühnenwirksam einen Stoß zu versetzen, um seine emotional aufbereiteten Schäflein auch sicher zu Fall zu bringen? Nein, sage ich in aller Klarheit.
Andererseits glaube ich sehr wohl, dass Mister Bentley (mittlerweile ein Markenbegriff) etwas bewegen kann: Er vermittelt ein emotionales „Jesus macht es möglich“ und „Jesus ist überwältigend“ und „Ich kann jetzt gar nicht anders als an Jesus zu glauben“.
Dagegen setze ich: Überwältigend ist vor allem die Show des Mister Bentley, des Mister 1.000.000 Volt. Jetzt können wir uns fragen: Hat Jesus Christus den Menschen seiner Zeit auch eine Show geboten?
Hmm, jetzt ist ein wenig Bescheidenheit angesagt. Wir kennen zwar Berichte der Heiligen Schrift über Heilungen und Wunder. Allerdings sind es Aussagen, die von Zeitzeugen beziehungsweise Bekannten oder Nachfahren der Zeugen (siehe Neues Testament) übermittelt wurden, glaubwürdig, und doch aus zweiter Hand.
Also wie bescheiden oder superstarmäßig diese Wunder abgelaufen sind, davon muss jeder Gläubige selbst eine Überzeugung gewinnen. Dazu gibt es das „goldene Quadrat“ bestehend aus Bibel, Beten, Lebens- und Glaubenserfahrung.
16 Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken. 17 Dadurch sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen. 18 Als Jesus die vielen Menschen sah, die um ihn waren, befahl er, ans andere Ufer zu fahren.
Soweit ein Auszug aus Matthäus, Kapitel 8. Eine nachvollziehbare Sicht, wie ich sie vertreten kann, ist so zu beschreiben:
Jesus war alles andere als ein Populist. Er war sehr selektiv, wer zur Jüngerschaft (heute sagen wir Nachfolge) berufen war und ist. Er hat das Heil nicht in den Massen, in der Quantität gesehen, sondern einzig und allein in der Wahrheit, wie er sie kannte und kompromisslos ausgesprochen hat.
Diese Wahrheit hat Jesus von Nazareth bis zum Kreuz, und schließlich am Kreuz vertreten. In unfassbarer Liebe für uns Menschen, jeden einzelnen von uns.
Todd Bentley, ich glaube, du bist eine brave, aber irregeleitete Nummer der Heilsgeschichte.
Gerne beten wir für Dich und alle „We love you, Todd „s, und zwar hier: betezujesus.org !
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Bild: Fresh Fire Ministries (die Wiedergabe einer Werbeanzeige im Rahmen eines nichtkommerziellen Blogs ist lizenzfrei)



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