Brutal, feige, widerlich: Wie Putin Ukrainer verhungern lässt

Der Himmel über Kyjiw brannte heute am hellichten Tag. Seit Tagen heulen die Sirenen fast ohne Unterbrechung, doch der heutige russische Drohnenterror traf die ukrainische Hauptstadt mit einer Brutalität, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Mitten im belebten Zentrum schlugen neuartige, rasant fliegende Kamikaze-Drohnen mit Jet-Antrieb ein. Besonders verheerend: der gezielte Treffer auf das historische Präsidiumsgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine. Dichter, schwarzer Rauch stieg über der Innenstadt auf, während verzweifelte Menschen versuchten, sich aus den Fenstern des brennenden Gebäudes zu retten. Wissenschaftler bezahlten den Angriff mit ihrem Leben, mitten an ihrem Arbeitsplatz. Splitter und Trümmer hagelten auf Wohngebiete, eine medizinische Hochschule und umliegende Straßen nieder.

Wie nah dieser Schlag an die internationale Gemeinschaft heranreichte, zeigt ein erschütternder Blick auf den Stadtplan: Keine 300 Meter vom Einschlagsort entfernt liegt die Deutsche Botschaft. Die gewaltige Druckwelle riss das Diplomatenviertel aus der trügerischen Alltagsroutine; zwei ausländische Vertretungen befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Die deutsche Botschaftsleitung bekräftigte umgehend, dass man die Arbeit unbeirrt fortsetze und die deutsche Unterstützung für die Ukraine unerschütterlich bleibe. Doch die Botschaft Moskaus ist unmissverständlich: Russland bringt den Terror sogar direkt vor due Fenster westlicher Gesandtschaften.

Während in Kyjiw die Einschläge ohrenbetäubend dröhnen, vollzieht sich im Süden ein leises, unsagbar grausames Verbrechen: das kalkulierte Aushungern von Oleschky durch Putins willige Handlanger.

Die Kleinstadt am besetzten linken Ufer des Dnipro in der Region Cherson ist zu einem Todeslager unter freiem Himmel geworden. Einst lebten hier 24.000 Menschen; heute sind noch rund 2.000 Zivilisten gefangen, darunter fast 50 Kinder. Seit Wochen lässt die russische Besatzungsmacht weder Hilfsgüter noch Medikamente oder Lebensmittel in die Stadt. Die Vorratslager sind leer, Geschäfte und Apotheken längst verriegelt.

Die Berichte, die unter Lebensgefahr nach draußen dringen, zerreißen einem das Herz. Menschen überleben nur noch, indem sie Suppen aus Unkraut wie Portulak und Melde kochen. Haustiere verhungern auf den Straßen oder werden von verzweifelten Besitzern vergiftet, um ihnen den qualvollen Hungertod zu ersparen. Weil russische Soldaten die letzten Reserven plündern, hängen Bewohner Schilder an ihre Hoftore: „Hier gibt es kein Essen – hier leben nur alte Menschen“.

Eine Flucht ist für die Eingeschlossenen ein Himmelfahrtskommando. Die Ausfallstraßen sind dicht vermint und werden pausenlos von russischen FPV-Drohnen ins Visier genommen – Einheimische nennen den Weg nur noch die „Straße des Todes“. Es gibt Fälle, in denen Verwandte gebrechliche Menschen auf einfachen Schubkarren kilometerweit durch das Niemandsland schoben, getrieben von nackter Panik. Im Keller des örtlichen Krankenhauses stapeln sich derweil rund 100 Leichen. Niemand kann sie begraben, weil jede Bewegung auf den Friedhöfen sofort von Drohnen attackiert wird. Russland weigert sich strikt, einen humanitären Korridor zu öffnen, und hält die hungernden Menschen rücksichtslos als Schutzschilde fest.

Ob durch die Detonationen moderner Jet-Drohnen in den Straßen von Kyjiw – nur wenige Schritte von der Deutschen Botschaft entfernt – oder durch das qualvolle, erstickende Dahinsiechen im abgeriegelten Oleschky: Dieser Tag offenbart die ganze Härte einer Kriegsführung, die das Leben der ukrainischen Bevölkerung auf jede erdenkliche Weise brechen will. Russland ist ein zutiefst barbarisches Land. Das bisschen russische „Kultur“ , das es gibt, ist nichts im Vergleich zu dieser russischen Barberei.

Russland war ein barbarisches Land.

Russland ist ein barbarisches Land.

Und Russland wird ein barbarisches Land bleiben.

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Verwendete Quellen

  • Ukrajinska Prawda & Meduza: Berichte über den Drohneneinschlag auf das Präsidium der Nationalen Akademie der Wissenschaften im Zentrum von Kyjiw und die Nähe zur Deutschen Botschaft.
  • Interfax-Ukraine: Stellungnahme der Deutschen Botschaft in Kyjiw zur unmittelbaren Nachbarschaft der Angriffe und zum Fortbestand der diplomatischen Unterstützung.
  • LIGA.net & The Guardian: Analysen und Meldungen zum Einsatz neuartiger russischer Jet-Drohnen gegen zivile und wissenschaftliche Gebäude im Bezirk Schewtschenko.
  • UNITED24 Media: Exklusiv-Reportage „Russians Are Starving Ukrainians: What Is Happening in Occupied Oleshky“ über die humanitäre Blockade.
  • Hromadske: Recherchebericht „Trapped and starving: Around 2,000 civilians remain in Russian-occupied Oleshky“ über die Minenfelder, FPV-Drohnenterror und die Situation im örtlichen Krankenhaus.


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