Predigt für junge Menschen. Sei beschirmt!

Sei beschirmt!

Hey Leute, Hand aufs Herz.

Kennt ihr diese Momente im Leben, die sich anfühlen wie ein perfekter Sommertag? Alles läuft, die Sonne scheint, ihr habt Spaß mit euren Freunden, die letzte Klausur lief überraschend gut. Das sind diese Sonnenschirm-Momente. Man fühlt sich unbesiegbar, als könnte man die ganze Welt umarmen.

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Und dann, aus dem Nichts: Platzregen. Ein Streit mit der besten Freundin, Stress zu Hause, der unfassbare Druck vor dem neuen Schuljahr, die Angst vor der Zukunft. Plötzlich ist alles grau und nass, und man braucht dringend einen Regenschirm, um nicht völlig unterzugehen. Man fühlt sich klein, verloren und fragt sich: Shit, was jetzt?

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Und genau da, in diesem Moment, wo der Regen runterprasselt, kommt dieses Bild ins Spiel, das ihr vor euch seht. Ein Mädchen, oder vielleicht auch ein Junge, zusammengekauert. Die Augen zu, der Körper angespannt. Man sieht förmlich, wie die Sorgen, die Angst und der ganze Stress auf dieser Person lasten.

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Das könntest du sein. Das könnte ich sein. In einem Moment, in dem man sich am liebsten unsichtbar machen möchte. Völlig am Ende, winzig klein.

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Aber da ist noch was. Seht ihr es? Um diese Person herum sind riesige, schützende Flügel. Wie von einem Engel. Für mich sind das Gottes Flügel.

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Und Leute, das ist keine neue Idee, kein Feel-Good-Spruch von irgendeiner Postkarte. Dieser Gedanke ist tausende von Jahren alt. Schon in den Psalmen, dem alten Gebetbuch der Bibel, steht dieser Satz, der genau das beschreibt. In Psalm 91 heißt es: „Er beschirmt dich mit seinen Flügeln, unter seinen Schwingen findest du Zuflucht.“ Was für ein starkes Bild! Gott als jemand, der seine Flügel wie ein Schutzschild um dich legt.

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Das Krasse ist doch: Die Person auf dem Bild, die du sein könntest, die ich sein könnte… die merkt das vielleicht gar nicht. Völlig versunken in den eigenen Sorgen, im eigenen Film. Manchmal ist der Lärm im Kopf einfach zu laut, um diese leise, starke Präsenz wahrzunehmen. Man fühlt sich allein, obwohl man in Wirklichkeit geborgen ist. Man fühlt sich schutzlos, obwohl man den mächtigsten Schutz überhaupt hat.

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Aber wisst ihr was? Kein Gewitter bleibt für immer. Kein Regen fällt ewig. Irgendwann hört es auf. Und dann passiert etwas Wunderbares. Wir öffnen die Augen, wir atmen tief durch und merken plötzlich: Wow, da sind ja Flügel! Und diese Flügel sind nicht nur zum Beschützen da. Sie sind auch da, um uns fliegen zu lassen.

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Wenn der Sturm vorbei ist, können wir uns aufrichten und diese Flügel nutzen. Um auf andere Menschen zuzugehen. Um neue Situationen zu wagen, vor denen wir vorher Schiss hatten. Um über uns selbst hinauszuwachsen und Dinge zu schaffen, von denen wir nicht mal geträumt hätten. Gottes Schutz ist also nicht nur ein passiver Schutzschirm, sondern auch eine aktive Startrampe für unser Leben.

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Und wenn ihr aus dieser Predigt heute nur eine einzige Sache mitnehmt, dann bitte diese: Es wird Momente geben, in denen ihr das Gefühl habt zu fallen. In denen ihr denkt, das war’s, Game Over. Aber der christliche Glaube schenkt uns eine unglaubliche Zusage, ein Versprechen, das alles verändert:

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Wir fallen niemals tiefer als in die Hände Gottes.

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Gott ist nicht nur der Schirm über dir. Gott ist der Boden unter dir. Er fängt dich auf. Immer. Selbst wenn du seine Nähe nicht spürst, ist er da. Wie diese Flügel auf dem Bild, die dich umgeben. Du bist mitten in Gott und Gott ist um dich und mit dir. Er behütet dich. Sei beschirmt.

Amen.


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