
Die Sicherheit Israels und die Deutschlands sind enger verflochten, als es auf den ersten Blick scheint. Oft wird Deutschlands Unterstützung für Israel als historisches Erbe verstanden, tief verwurzelt in der Verantwortung aus der Shoa. Doch diese Verpflichtung ist mehr als ein moralisches Prinzip – sie ist eine strategische Notwendigkeit.
Im aktuellen geopolitischen Kontext geht es nicht nur um Solidarität, sondern um konkrete sicherheitspolitische Interessen, die weit über Israels Grenzen hinausreichen. Die Rolle des Iran als Förderer von Gruppen wie Hamas, Hisbollah oder den Huthis ist nicht nur eine regionale Bedrohung, sondern wirkt sich auf globale Sicherheit und Stabilität aus. Teheran unterstützt Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine, stellt eine Gefahr für die internationale Schifffahrt im Roten Meer dar und blockiert mögliche Friedensprozesse in Syrien und die Rückkehr von Millionen Geflüchteter. All dies sind Entwicklungen, die Europas Sicherheit direkt betreffen.
Die Schwächung von Irans militärischen Verbündeten – Hamas, Hisbollah und den Huthis – ist daher nicht nur im Interesse Israels, sondern auch Deutschlands. Eine solche Schwächung könnte Irans Fähigkeit, Konflikte für eigene Zwecke zu instrumentalisieren, stark beeinträchtigen und gleichzeitig Friedensinitiativen im Nahen Osten und darüber hinaus fördern. Die militärische Eindämmung dieser Gruppen würde nicht nur Israels Sicherheit stärken, sondern auch die strategischen Interessen Deutschlands und Europas schützen.
Doch hier steht nicht nur die Frage der Sicherheit auf dem Spiel. Auch wirtschaftliche und diplomatische Interessen hängen von der Stabilität der Region ab. Bedroht der Iran die Schifffahrt im Roten Meer, betrifft das globale Handelsrouten. Behindert er Friedensabkommen zwischen Israel und den arabischen Staaten, destabilisiert dies eine Region, die für Europa wirtschaftlich und politisch von Bedeutung ist.
Deshalb ist es nur konsequent, dass Deutschlands Außenpolitik sich klar zu dieser strategischen Interessenüberschneidung mit Israel bekennt. Außenministerin Annalena Baerbock sollte diese Verbindung zwischen den Sicherheitsinteressen Deutschlands und Israels offen ansprechen. Denn Israels Sicherheit zu verteidigen, bedeutet, Deutschlands und Europas Sicherheit zu wahren.
Eine Stärkung dieser strategischen Partnerschaft wäre nicht nur ein Zeichen der Solidarität, sondern auch ein notwendiger Schritt zur Sicherung europäischer Stabilität. In der heutigen multipolaren Welt sollte Europa erkennen, dass regionale Konflikte globale Auswirkungen haben.
Quelle und mehr Infos: ZEIT ONLINE



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