
Es wird ja höchste Zeit, dass endlich jemand aufsteht und das Leid der Millionäre in den Fokus rückt. Immerhin, wer könnte sich besser für diese unterschätzte, gebeutelte Bevölkerungsgruppe starkmachen als Friedrich Merz? Während die einen von Lohn zu Lohn rennen, um sich den nächsten Wocheneinkauf zu sichern, müssen Besserverdienende ständig mit dem verachtenden Blick der Massen kämpfen. Man stelle sich vor: Da arbeitet man womöglich mehr als acht Stunden am Tag, nur um sich von der Gesellschaft anhören zu müssen, man hätte es zu gut. Diese Ungerechtigkeit!
Merz, der selbst schon mal auf der harten Bank des Vermögensverwalters saß, fordert Respekt. Schließlich hat er seinen Millionenverdienst nicht etwa aus Langeweile zusammengekratzt, nein, das war richtig Arbeit! Während also die Masse ihre Freizeit genießt, bleibt der Rest in Business Class gefangen, versucht, das elitäre Lebensniveau aufrechtzuerhalten, und trägt die Last der Steuern. Wahrscheinlich haben wir uns alle nur nicht genug angestrengt. Ein bisschen mehr Fleiß, und wer weiß, vielleicht hängen auch bald in den Wohnzimmern der Nation goldene Aktienzertifikate.
Aber zum Glück haben wir jetzt den Aufruf zur Besserung: „Macht es nach!“ lautet der Appell des Kanzlerkandidaten. Und wenn das mit der Million nicht klappt, dann könnt ihr ja zumindest ein bisschen Respekt mitbringen – das ist sicher einfacher zu kriegen.



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