Putins Russland: Die Bedrohung Europas

Seit dem Aufstieg Wladimir Putins hat sich Russland unter seiner Herrschaft zu einem autoritären und zunehmend faschistischen Staat entwickelt, dessen imperialistische Ambitionen Parallelen zu den düsteren Zeiten Deutschlands unter Adolf Hitler aufweisen. Putins Russland zeigt nicht nur eine gnadenlose Missachtung internationaler Abmachungen, sondern auch eine offensive Bereitschaft, seine Macht durch aggressive militärische Mittel zu sichern und zu erweitern. Der Vergleich mit Hitler mag drastisch erscheinen, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich erschreckende Gemeinsamkeiten: Hitler hielt sich an keine Abkommen, wenn sie seinen Zielen im Weg standen. Ebenso hat Putin immer wieder bewiesen, dass er nur an Macht und Einfluss interessiert ist, Abmachungen missachtet und internationalen Verträgen mit Kaltschnäuzigkeit begegnet.

Doch wie bei Hitler gibt es auch bei Putin eine entscheidende Schwäche: der drohende Verlust von Macht durch militärische Niederlagen. Hitler hielt sich nur deshalb zurück, weil er wusste, dass eine starke militärische Gegenwehr ihm zum Verhängnis werden könnte. Putin ist ähnlich gestrickt. Seine oberste Priorität ist es, an der Macht zu bleiben, was ihm jedoch nur gelingt, solange seine militärische Stärke nicht signifikant geschwächt wird. Jegliche Schwäche in seiner militärischen Machtposition könnte das Ende seiner Herrschaft bedeuten.

Das führt uns direkt zur Ukraine. Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland ist nicht nur ein brutaler Versuch, die Ukraine unter russische Kontrolle zu zwingen, sondern auch ein strategischer Test des Westens. Sollten die russischen Streitkräfte im kommenden Winter weiterhin die ukrainische Energieinfrastruktur angreifen und das Land ins Chaos stürzen, werden Millionen weitere Ukrainer gezwungen sein, in die Europäische Union zu fliehen, insbesondere nach Deutschland. Diese Flüchtlingswelle wird weitreichende Konsequenzen haben, nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die politischen und sozialen Verhältnisse in Europa.

Eine der unmittelbarsten Folgen einer neuen Migrationskrise wäre eine Verschärfung der politischen Spannungen in den EU-Staaten, insbesondere in Deutschland. Bereits jetzt sieht sich das Land mit einer wachsenden Polarisierung der politischen Landschaft konfrontiert. Parteien mit extremistischen Tendenzen, wie die AfD oder das neu gegründete Bündnis um Sahra Wagenknecht, profitieren von der allgemeinen Unzufriedenheit und Unsicherheit. Sollten weitere Flüchtlinge das Land erreichen, wird diese Entwicklung noch verstärkt. Die Folgen wären katastrophal: Eine Stärkung rechtspopulistischer und extrem linker Kräfte würde nicht nur das politische Klima weiter vergiften, sondern auch die demokratischen Institutionen selbst schwächen.

Putins Strategie, durch den Krieg in der Ukraine auch Europa zu destabilisieren, ist kein Zufall. Bereits 2015, während des Syrienkriegs, verfolgte er eine ähnliche Taktik, indem er das Assad-Regime stützte und so eine massive Flüchtlingswelle in Richtung Europa auslöste. Diese Entwicklung hatte weitreichende politische Folgen, vor allem in Deutschland, wo die Flüchtlingskrise den Aufstieg der AfD und eine tiefe Spaltung der Gesellschaft förderte. Putin nutzt Migration als Waffe, um seine geopolitischen Ziele zu erreichen, indem er die EU von innen heraus destabilisiert.

Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass die Ukraine jetzt deutlich stärker militärisch unterstützt wird. Jede Verzögerung, jede Halbherzigkeit in der Unterstützung gibt Russland mehr Zeit und Raum, um die Ukraine und letztlich Europa weiter zu destabilisieren. Darüber hinaus muss der Westen anerkennen, dass die Ukraine das Recht hat, sich auf russischem Gebiet zu verteidigen. Die derzeitige Zurückhaltung, militärische Ziele auf russischem Boden anzugreifen, schwächt die ukrainischen Verteidigungsanstrengungen erheblich. Das Völkerrecht gibt Staaten das Recht, sich gegen Aggressionen zu verteidigen, und dies schließt auch präventive oder defensive Angriffe auf militärische Ziele jenseits der Grenze ein. Russland nutzt sein eigenes Territorium als Basis für Angriffe auf die Ukraine, und es wäre nur logisch, wenn die Ukraine dieses Schlupfloch schließt, um ihre eigene Souveränität und Sicherheit zu gewährleisten.

Ein militärisch siegreiches Russland würde nicht nur die Ukraine verschlingen, sondern auch Europa nachhaltig in eine politische und soziale Krise stürzen. Jede Eskalation des Krieges, jeder weitere Angriff auf die ukrainische Zivilbevölkerung und Infrastruktur bedeutet eine neue Herausforderung für die Stabilität Europas. Sollten sich Millionen von Flüchtlingen auf den Weg in die EU machen, wird dies das politische Gleichgewicht in Deutschland und anderen europäischen Staaten empfindlich stören. Extremistische Parteien, die mit einfachen Lösungen und populistischen Parolen Wähler für sich gewinnen wollen, werden noch stärker werden und die Demokratie weiter untergraben.

Putins Krieg ist also nicht nur ein Angriff auf die Ukraine – er ist auch ein schleichender Angriff auf Europa. Wenn der Westen nicht entschlossen handelt und die Ukraine nicht umfassend unterstützt, wird die russische Aggression früher oder später auch in den Straßen europäischer Städte zu spüren sein. Die Antwort auf Putins imperialistische Ambitionen kann nur in einer klaren, robusten und unnachgiebigen militärischen Unterstützung der Ukraine liegen. Andernfalls droht Europa, sich erneut den Geistern der Vergangenheit zu stellen – Extremismus, Faschismus und Zerfall der Demokratie.


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Kommentare

16 Kommentare zu „Putins Russland: Die Bedrohung Europas“

  1. @theolounge dir schon klar, dass @BrennpunktUA [Twitter] noch bis 2021 inflationär Wahlempfehlungen für die #fckAfD gegeben – und noch bis Mitte 2022 1:1 russische Propaganda reproduziert hat!?

  2. Diese Behauptung höre ich jetzt zum ersten Mal. Hast du dazu seriöse Quellen, die du angeben könntest?

  3. @theolounge deswegen haben wir ja den entsprechenden Recherche-Account hier bei Mastodon verlinkt. Die entsprechenden Screenshots findest du weit oben in der Timeline – und die entsprechenden Tweets sind noch heute im Original bei Twitter vorhanden, oder, wo bereits gelöscht, im Web-Archiv gesichert.

  4. @theolounge

    [Die Links wurden von der Redaktion entfernt]

    Wie gesagt, die Tweets sind allesamt unabhängig verifizierbar. Außer uns hat das aber leider kaum jemand anders recherchiert und öffentlich gemacht. Damit konfrontiert, tat „BrennpunktUA“ das mit einem „180° Sinneswandel“ ab, den er angeblich mit der russischen Invasion gehabt habe – russische Propaganda wie Lügen über den Maidan verbreitete er aber nachweislich noch bis Mai 2022.

  5. Habe mir die Links jetzt durchgelesen, verstehe aber nicht genau, was du damit sagen willst.

    Im letzten Link spricht er sich gegen die AFD aus.

    In einem der Links vorher geht es scheinbar um jüdische Menschen, die in der AfD sind (?) und dort scheinbar ihre Position vertreten, oder wie ist das gemeint? Jemand, der also gegen den Antisemitismus, den es offensichtlich in der AFD gibt, von innen heraus kämpft?

    Und irgendwo wird Tichys Einblick erwähnt, der meines Wissens nach ziemlich weit rechts steht politisch, vielleicht sogar sehr weit rechts.

    Kannst du mal genauer erläutern, was du mit diesen Links meinst? Ich finde sie nicht so selbst erklärend.

    Die aktuellen Kommentare, die ich auf BrennpunktUA mitbekomme, sind alle im Rahmen des Rechtsstaats und Völkerrechts, sonst würde ich sie ja überhaupt nicht verlinken.

  6. @theolounge sorry, aber mehr als 30 Sekunden könntest du schon auch mal in Eigenrecherche investieren. Dank uns und anderen findet sich auch über Google viel Kritisches über den anonym betriebenen Account „BrennpunktUA“. Bei „X“ selbst kannst du die zahlreichen Umbenennungen des Accounts in der Vergangenheit nachvollziehen. Und Screenshots von Tweets, in denen er zur BTW 2021 explizit und wiederholt zur Wahl der #AfD aufrief, haben wir ja bereits verlinkt. Nicht selbsterklärend? 🤔 #Rechtsruck

  7. @theolounge naja, vielleicht konnten wir dich zumindest ein bisschen sensibilisieren und du wirst beim nächsten Mal hellhörig, wenn #BrennpunktUA mal wieder mehr oder weniger direkt gegen Geflüchtete hetzt, die AfD verniedlicht oder den öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt sowie andere demokratische Institutionen delegitimiert (was ebenfalls 🇷🇺 nutzt). Alles unter dem (aktuellen) Deckmantel „Pro-🇺🇦/🇮🇱“, morgen vielleicht schon wieder offen pro-🇷🇺. Zumal die Person mehrere Accounts betreibt.

  8. Welcher Link ist das? Bitte diesen Link hier noch mal angeben.

  9. Ab und zu begegnet mir dieser Account auf x, aber ich habe dort niemals dergleichen gelesen: weder, dass er gegen Geflüchtete gehetzt hätte, noch, dass er die AFD verniedlicht hätte, und schon gar nicht, dass er den öffentlich rechtlichen Rundfunk delegitimiert hätte.

    Wenn du solche Dinge behauptest, bitte hier auch ein oder zwei aussagekräftige Links.

    Ach so, und wenn du behauptest, er schreibe anonym, mal die Frage: und wer bist du eigentlich? Schreibst du nicht auch anonym?

  10. Wenn du dich gegen Rechtsextremismus einsetzt, stehen wir sicher auf derselben Seite.
    Bei diesem Account kann ich das aber in keinster Weise erkennen aufgrund derjenigen Dinge, die ich da bisher mitbekommen hatte.

  11. @theolounge und ehrlich gesagt schauen wir seit mittlerweile bald einem Jahr überhaupt nicht mehr bei Twitter/X rein, auch nicht mehr stichprobenmäßig. Es wäre aber mehr als untypisch für den angesprochenen Account, dass er in den letzten 12 Monaten keine rassistischen und antidemokratischen Tweets mehr eingestreut hätte. Auch wenn der Account weiß, dass ihm (hoffentlich immer noch!) auf die Finger geschaut wird und er deswegen vorsichtiger und subtiler agiert, als noch 2021 und Mitte 2022.

  12. @theolounge sonst komplett d'accord mit eurem Tröt und dessen Kernaussagen – nur ausgerechnet "BrennpunktUA" als Quellenangabe äußerst unglücklich! Leider sind viele der Überzeugung, dass mit großen Accounts & vielen Follower*innen gleichzeitig auch eine gewisse Seriosität einhergeht. Das hat so pauschal aber noch nie gestimmt. Nicht bei anderen Social Media Plattformen und insbes. nicht bei "X" seit Musks Übernahme.
    Bei "X" besser Ukraine Kompakt & Ukrainki.UA, wenngleich kleiner, folgen.
    /m

  13. Also seit ich dort reinlese, habe ich noch nie irgendetwas antidemokratisches oder rassistisches dort gelesen. Sonst hätte ich tweets von diesem Account überhaupt nicht verlinkt.

  14. Danke. Ich glaube, dem anderen Account folge ich bereits.
    Wahrscheinlich werde ich von diesem Account hier künftig aber trotzdem ab und zu tweets verlinken, einfach deswegen, weil sie relevant sind. Um russische Angriffe zu dokumentieren, ist es ja wichtig, relevante tweets zu haben.
    Ich habe aber im Hinterkopf, was du da geschrieben hast. Sollte mir da etwas Kritisches auffallen, würde ich mich von diesem Account verabschieden.

    Denkbar ist allerdings auch, dass dieser Account früher von jemand anderem betrieben wurde.

  15. Da du oder ihr kein Impressum angebt, ist fraglich, wer du bist. Dein Account besteht seit 29.10.22, also nach Beginn des russ. Angriffskrieges auf die Ukraine.

    Die Frage ist also: Sitzt du in Landshut, wie der Name suggeriert ?

    Oder vielleicht in St.Petersburg in einer Trollfabrik und willst einen proukrainischen Account diskreditieren ?

    Schwer zu erkennen von hier aus. Drum mache ich es, wie oben beschrieben.

  16. p.s. gib bitte zu deinen Links oben nicht deine auf Mastodon gezeigten Bilder an, sondern die Original-Links der Beiträge auf X. So könnte man nachsehen, ob es diese Beiträge tatsächlich gibt. Wenn du so aufwändig recherchiert hast, musst du ja die Orginallinks griffbereit haben.
    Aber ich kann jetzt nicht jahrelang bei BrennpunktUA durchscrollen, bis ich vielleicht mal an dem Datum aus dem Jahr 2022 vorbeikomme. Das dauert ewig.

    Also bitte: die Originallinks von X.

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