
Eine Chronik von Kriegerischem Imperialismus
Russland hat seit seiner Entstehung eine lange Geschichte von kriegerischem und imperialistischem Verhalten gezeigt. Von den frühen Kiewer Rus bis zum heutigen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sind militärische Expansion und territoriale Ambitionen Konstanten in der russischen Geschichte.
Die Kiewer Rus und die Mongolenherrschaft
Die Geschichte Russlands beginnt mit der Kiewer Rus, einem losen Zusammenschluss von Fürstentümern, die im 9. Jahrhundert von den Wikingern gegründet wurden. Schon in dieser Frühphase zeichnete sich das Land durch kriegerische Auseinandersetzungen und Expansion aus. Die Fürsten der Kiewer Rus führten häufig Krieg gegen benachbarte Stämme und Reiche. Diese Periode endete abrupt mit der Invasion der Mongolen im 13. Jahrhundert, die Russland für fast 250 Jahre unter ihre Kontrolle brachten.
Das Moskauer Großfürstentum und die Zarenzeit
Nach dem Ende der Mongolenherrschaft begann das Moskauer Großfürstentum, sich als neue Macht zu etablieren. Ivan III., bekannt als Ivan der Große, führte eine aggressive Expansionspolitik, die die Grundlage für das russische Zarenreich legte. Sein Enkel, Ivan IV., bekannt als Ivan der Schreckliche, setzte diese Politik fort und führte blutige Feldzüge zur Eroberung von Kasan und Astrachan.
Die Romanow-Dynastie, die 1613 die Macht übernahm, setzte die imperialistischen Ambitionen Russlands fort. Unter Peter dem Großen und Katharina der Großen expandierte Russland weiter nach Westen und Süden. Peter der Große modernisierte das russische Militär und führte Krieg gegen Schweden, um den Zugang zur Ostsee zu sichern, während Katharina die Krim annektierte und das Osmanische Reich herausforderte.
Das Russische Kaiserreich und die Sowjetunion
Im 19. Jahrhundert setzte das Russische Kaiserreich seine Expansion fort, indem es Gebiete im Kaukasus, Zentralasien und Polen eroberte. Diese Expansion ging Hand in Hand mit einer brutalen Unterdrückung der einheimischen Bevölkerungen.
Nach der Oktoberrevolution von 1917 und der Gründung der Sowjetunion setzte sich die imperialistische Tradition unter einem neuen ideologischen Deckmantel fort. Die sowjetische Expansion nach Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg und die Unterdrückung von Aufständen in Ungarn (1956) und der Tschechoslowakei (1968) sind Zeugnisse dieser Politik.
Russland nach dem Kalten Krieg
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 sah es so aus, als könnte Russland einen friedlicheren Weg einschlagen. Doch unter der Führung von Wladimir Putin kehrten die imperialistischen Ambitionen zurück. Der Krieg gegen Georgien 2008 und die Annexion der Krim 2014 waren deutliche Zeichen dafür, dass Russland bereit war, militärische Mittel einzusetzen, um seinen Einflussbereich zu sichern.
Der Angriffskrieg auf die Ukraine
Der aktuelle Angriffskrieg gegen die Ukraine, der im Februar 2022 begann, ist die jüngste Manifestation dieser langen Geschichte des kriegerischen Imperialismus. Trotz internationaler Sanktionen und weit verbreiteter Verurteilungen setzt Russland seinen Versuch fort, die Ukraine zu destabilisieren und Teile ihres Territoriums zu annektieren.
Die Geschichte Russlands ist eine Geschichte ständiger Kriege und territorialer Ambitionen. Vom frühen Kiewer Rus über das Zarenreich und die Sowjetunion bis hin zum heutigen Russland zieht sich ein roter Faden der Gewalt und Expansion durch die Jahrhunderte. Diese Kontinuität zeigt, dass Russlands derzeitiger Kurs kein Bruch mit der Vergangenheit ist, sondern eine Fortsetzung einer tief verwurzelten Tradition.



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