Martin Schulz wird wohl nicht Außenminister in einer neuen Regierung unter Angela Merkel, sofern diese Regierung überhaupt zustande kommen sollte. Sigmar Gabriel, derzeit noch als Außenminister im Amt, wollte dies auch weiterhin bleiben und warf Schulz, der in einer künftigen Regierung den Posten des Außenministers innehaben sollte, Wortbruch vor. Denn er, Gabriel, so habe es zuvor geheißen, solle weiterhin Außenminister sein können.
Martin Schulz hat daraufhin erklärt, den Posten nicht für sich zu beanspruchen und so wie es aussieht, wird er auch in einer künftigen Regierungskoalition keine Rolle mehr spielen.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob das schmollende Verhalten von Sigmar Gabriel, der ja auch einen Posten auf Zeit innerhalb einer demokratischen Regierung innehatte, nicht ihm, also Gabriel, schaden wird und Martin Schulz nutzen.
Denn, so wirkt es auf mich, Martin Schulz erklärt seinen Rücktritt zugunsten der guten Sache. Zugunsten der Regierungskoalition, die hoffentlich, sofern die SPD-Basis denn nun endlich einer Regierungsbildung zustimmen möge, zustande kommen würde.
Altruismus jedoch wird von der Öffentlichkeit oft honoriert. Egoismus, und so kann man Sigmar Gabriels Verhalten nämlich auch auffassen, wird in der Regel abgestraft.
Insofern könnte es sein, dass Martin Schulz letztlich doch gestärkt aus der ganzen Sache hervorgehen könnte.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-02/berichte-schulz-verzichtet-auf-aussenministerium

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