Fabian Maysenhölder. Es ist ein Sensationsfund, sagen die Medien: Ein Papyrusfetzen, der eine Ehe Jesu bezeugt. Doch bei genauem Hinschauen ist das Dokument alles andere als ein Beweis. Als historische Quelle über Jesus steht der Fund auf einer Stufe mit Dan Browns Verschwörungstheorien.
Jesus war verheiratet. Das zumindest verkündet ein kleiner, unscheinbar wirkender Papyrusfetzen. Dort steht in koptischer Sprache geschrieben: „Jesus sagte zu ihnen: ‚Meine Ehefrau …’“. Forscher halten den Fund für echt und datieren ihn zurück ins vierte Jahrhundert. In den letzten Tagen konnte man viel über diesen „Sensationsfund“ lesen – und eines ist sicher: was auch immer seriöse wissenschaftliche Forschung dazu sagt und sagen wird, der Fund des „Evangeliums von der Frau Jesu“ ist Wasser auf den Mühlen der Verschwörungstheoretiker und Pseudowissenschaftler. Denn nicht erst seit der Veröffentlichung durch die Harvard-Professorin Karen L. King kursiert die These, Jesus sei verheiratet gewesen.>mehr.
foto: Elliott Brown, ell brown,flickr.com



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