Gemeinden als Drehtür?

drehtur-leica-pixelio3Es ist doch erstaunlich, wie aktiv viele christliche Gemeinden agieren, damit kirchenferne Menschen fürs Evangelium/Gemeinde interessiert werden. Aber gleichzeitig „verschwinden“ regelmässig bereits zugehörige Mitglieder durch die „Drehtüren“ der Gemeinden.

Worin die Ursachen liegen und was man dagegen tun könnte, das kann man in zwei Artikeln lesen:

Bleib noch ein wenig und Bleib noch ein wenig – Teil 2

Foto: leica / pixelio


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Kommentare

6 Kommentare zu „Gemeinden als Drehtür?“

  1. Finde den Artikel (T1u.2) richtig gut.
    Sehr treffend ist das Unverbindliche und die Anonymität beschrieben, die fehlende „Pflege“ der Gemeindemitglieder untereinander.
    Genauso erlebe ich unsere landeskirchliche Gemeinde.
    Die aufgezeigten Gegenmassnahmen sind sicher richtig und praktikabel. Leider wird es in unserer Gemeinde eher als „aufdringlich“ gesehen, aktiv Kontakt zu anderen zu suchen.
    Die meisten Menschen kommen als „Konsumenten“ zum Gottesdienst und gehen ansonsten ihre eigenen Wege und sie möchten das auch so.

  2. Es stellt sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll und im Willen Gottes ist, dass wir immer mehr Menschen in eine einzelne Organisationsstruktur packen wollen, die wir dann Gemeinde nennen.

    Mehr dazu:
    ein seltsames christliches Martyrium

  3. @charly,
    guter hinweis, danke. auch dein verwiesener artikel ist gut geschrieben…
    nur als ergänzung: das thema – zu wenig von der gemeinde (pastor, älteste, diakone, seelsorger,…?) wahrgenommen zu werden und dann den abgang zu machen, das hat weniger mit der grösse einer gemeinde zu tun, sondern mehr mit der sünde der gedankenlosigkeit. und so verletzen wir uns – natürlich oft unbewusst – vielleicht jeden sonntag neu.
    da wünsche ich mir mehr bei mir ein offenes auge (und herz) für solche, die auf eine nette begrüssung, ein hinterfragen oder was auch immer warten. das müsste doch zu machen sein…

  4. Dem kann ich so nicht zustimmen. In dem von mir verlinkten Artikel mache ich mir ja gerade Gedanken über die Frage, welche Gruppengrößen eigentlich „normal“ und gesund sind. Denn diese ergibt sich eher aus gruppendynamischen Aspekten. Wenn die Gruppengröße eine bestimmte Anzahl von Personen überschreitet ist gerade der Fakt, dass nicht mehr jeder jeden kennt und beachten wird, die erste natürliche Folge. Deshalb müssen solche Gruppen mit höheren moralischen Druck auf die Mitglieder einwirken ihre normalen Beziehungsstrukturen zu verlassen um mehr Aufmerksamkeit auf die gesamte Gruppe zu lenken. Das wiederum muss zur Folge haben, dass die ansonsten natürlichen und gesunden Beziehungen, die in der Gruppe entstanden sind, darunter leiden. Ergebnis muss demzufolge eine durch das Gruppenanliegen geförderte Oberflächlichkeit in den Beziehungen der Gemeinde sein – welche dann wieder Anlass gibt darüber nachzusinnen, ob diese Gemeinde denn den Anspruch der Bruder- und Nächstenliebe zu leben in der Lage ist – ein unseliger Kreislauf, der eigentlich völlig überflüssig ist.
    Du selbst verweist ja schon auf „Sünde der Gedankenlosigkeit“, wenn es eigentlich um ganz natürliches, von Gott selbst so in uns angelegtes Gruppenverhalten geht. Ich kann darin keine Sünde entdecken.
    Nicht ganz zufällig bin ich von Hausgemeinden als Gemeindestruktur mehr überzeugt als von den Gemeindeorganisationen die ich fast 30 Jahre lang gelebt und gepflegt habe.

  5. hausgemeinden finde ich – eigentlich – auch ein gutes konzept, eben, damit keiner untergeht. aber das problem ist vielschichtiger. z.b. habe ich den eindruck, dass auch die hausgemeinden, von denen ich in d und ch gehört habe, auch ihre (anderen) probleme bewältigen müssen. man kennt sich wieder zu gut…
    in anderen kulturen allerdings kommt dieses prinzip sehr gut an (afrika, indien) und wächst enorm.
    das ganze wahrgenommen werden hat auch mit gaben zu tun: wenn ein christ sich von gott als hirte gebrauchen lässt und nach den „schafen“ schaut, dann geraten weniger unter die räder der anonymität. dazu gehört auch, dass nach-dem-anderen-schauen geschult wird. dazu gehört motivation und interesse wecken. aber wie will jemand andere ermutigen, wenn er nicht selber ermutigt ist. und das wiederum heisst, selbst eine enge gemeinschaft mit gott zu praktizieren, um davon zu profitieren und erfahrene aufmerksamkeit und liebe weiterzugeben…
    das mit der „sünde“ der gedankenlosigkeit habe ich vielleicht überspitzt formuliert, aber im alltag erleben wir ja gerade in unserer industriegesellschaft sehr oft, wie sich so vieles ganz egoistisch gestaltet…
    liebe grüsse,
    andy

  6. Ich muss sicherlich ergänzen, dass meine Vorstellung von gesunden HG die ist, dass diese in einem lokalen Netzwerk mit anderen Gemeinden und HG eingebunden sind. Innerhalb dieses Netzwerks sollte es gemeinsame Veranstaltungen mit den Vielen geben. Gemeinsame Gottesdienste, usw. Ebenfalls sollte es in den Netzwerken HG-übergreifende Aktivitäten geben, so wie Lobpreisbands, Mission, Kinderarbeit, etcpp.

    Der Kern des gemeinschaftlichen Lebens ist hier die HG und jede HG ist anders ausgeprägt, durch deren Mitglieder gestaltet. Die gemeinsamen Veranstaltungen mit anderen HG sind eine Zugabe, nicht Kern des Gemeindelebens, wie wir es in den sonst üblichen Sammelgemeinden erleben.

    Jeder Organismus, der sich nur auf sich selbst rückbezieht wird versauern. Jeder gesunde Organismus braucht den Austausch mit seiner Umwelt. So auch HG. Leider sind solche Netzwerke in D viel zu selten.

    Die ersten Christen trafen sich auch nicht nur in den Häusern, sondern auch im Tempel. Nur war der Tempel eben nicht der Kernpunkt ihres Lebens – er war die Zugabe. Dort lebten sie den Austausch mit den anderen Juden, feierten mit ihnen die gemeinsamen Feste, etc. Das Gemeindeleben hingegen fand in den Häusern statt.

    Die Sammelgemeinden, die wir üblicherweise unter dem Stichwort „Gemeinde“ verstehen, müssen aus ihrem System heraus bewirken, dass die ungesunden Aspekte überhand nehmen – so wie der Ausgangspunkt unserer Diskussion. Nicht addieren in große Gruppen ist angesagt, sondern multiplizieren von kleinen Gruppen. Diese vielen kleinen Gruppen sollen sich dann im regen Austausch und Ergänzung befinden.

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