1. Die Elberfelder übersetzt immer wortwörtlich.
2. Das hebräische Wort für Mann bedeutet „an die Wand pissen“.
Mal von hinten angefangen. „Mann“ heißt im hebräischen „isch“ und hat nichts zu tun mit Wänden oder Urinalen bzw. Vorgängen, die dort möglicherweise stattfinden könnten.
Aber an insgesamt sechs Stellen wird „männlich“ umschrieben mit „der an die Wand pinkelt“:
1. Sam 25, 22
1.Sam 25,34
1.Kön 14,10
1.Kön 16.11
1.Kön 21,21
2.Kön 9,8
Leider ist das nur in der Luther-Übersetzung von 1545 nachvollziehbar. Nur die erste Stelle auch noch bei Schlachter.
Das sind gleich sechs Stellen, an denen die Elberfelder dem Anspruch (von anderen herangetragen) eine wortwörtliche Übersetzung zu liefern, nicht gerecht wird. Wollte man diese Liste vervollständigen, wäre sie weitaus länger als die obige hier.
Dennoch ist es sachlich richtig, die hier verwendete Umschreibung in der Zielsprache angemessen wiederzugeben und nicht stumpf dem Literalsinn zu frönen. Selbst in der Volxbibel, von dem das Alte Testament („Die alten Verträge“) zweiteilig ab Frühjahr erscheinen wird, werden an diesen Stellen keine Pisser genannt – auch wenn diese derbe Formulierung angeblich typisch ist.
Foto: S.Achtermann




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