Morgens kommen, abends sterben. So oder so ähnlich lautet die Divise des schweizer Vereins „Dignitas“, der diesen Sonntag auch Thema bei Anne Will im ARD war. Die Problematik, die Dignitas gerne leugnet und verharmlost, ist dabei folgende: Der Verein „Dignitas“ verdient sein Geld mit dem Tod, er verdient also nichts, wenn die Menschen weiterleben wollen. Er ist also keineswegs unabhängig oder steht über den Dingen. Ein weiteres Problem ist der sog. Automatismus: wenn Menschen zu Dignitas kommen, dann funktionieren sie oft nur noch wie Roboter: sie haben sich irgendwie vorgenommen, zu sterben und sind bereit dazu, diesen Weg „durchzuziehen“. Fatal dabei ist, dass es unzählige Menschen gibt, die in ähnlicher Weise „am Ende“ waren, aber z.B. in der Palliativmedizin psychologisch fachgerecht beraten und betreut wurden, so dass sie rückblickend sagen: Gott sei Dank, dass mir niemand meinen Wunsch nach Sterben erfüllte ! Gott sei Dank, dass ich stattdessen Hilfe fand, Hilfe, die mir Mut machte zum Weiterleben – vielleicht selbst trotz unheilbarer Krankheit. Das Problem ist also: Dignitas verdient Geld mit dem Sterben und hat per Definitionem wenig Interesse daran, dass Menschen weiterleben, auch, wenn der offizielle Tenor dieses Vereins natürlich anders klingt.>> Hier Sendung ansehen.
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Bild:jokerbomber, pixelio.de



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