Heilt Gott ? Und gibt es „gute“ und „böse“ Mächte ? Man muss hier vielleicht vorsichtig sein, wenn man darüber redet. Der Artikel, auf den hier verwiesen wird, spricht von „dunkeln Mächten“, die durch Schamanen beschworen würden. Vielleicht sollte man hier aber lieber differenzieren: das, was dort über die Schamanen gesagt wird, ist doch etwas anderes: es ist eine Art, mit der Menschen
finanziell und psychisch in Abhängigkeit gebracht werden. Das findet man auch in anderen Bereichen der Welt vor. Dies automatisch mit „bösen Mächten“ in Verbindung zu bringen sollte man sich wohl hüten.
Schließlich wird noch von der Güte Gottes berichtet, der man sich anvertrauen soll. Besser sollte man vorher im Falle einer Krankheit jedoch unbedingt zum Arzt gehen – und auch beten. Aber es sei gewarnt davor, sich blindlings in sein Schicksal zu ergeben: denn Gott hat uns Talente und Kräfte geschenkt, unser Leben zu gestalten – und dies erwartet er sicherlich auch. Das Gleichnis vom Verlorenen Schatz kann hierzu herangezogen werden: derjenige, der aus seinen Gaben nichts macht, ist ein Tor.
So kann man vielleicht zweierlei Dinge tun: an Gott glauben und das eigene Leben ihm anvertrauen – und zugleich das uns anvertraute Geschenk unserer eigenen Möglichkeiten und Eigeninitiative erkennen und umsetzen. Ganz unabhängig davon, dass Gott sicher auch Heilung schenken kann.
Ob er sie aber schenkt, wenn man nur kräftig genug betet, das ist die Frage: denn damit würde man Gott zu einem Götzen machen; man wirft genug Geld ein (oder Gebete) und bekommt dann das, was man sich wünscht. Dass Gott so aber wohl nicht ist, ist eine Erfahrung, die wir wohl alle kennen. Gott ist unabhängig von uns Menschen. Was man umgekehrt nicht sagen kann – was übrigens auch Schleiermacher so sah.
Dass Gott aber Beistand leistet trotz allem Leid, ist eine andere Erfahrung, die auch durchaus real ist. Hier lesen.



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