Prämisse dafür muss zwingend sein, dass der Mensch Gottes Geschöpf ist und nicht Zufallsprodukt der Evolution. Der Mensch ist durch Gott nicht einfach etwas, sondern eine werthafte Person, da er nach seinem Abbild geschaffen wurde; damit ist gemeint, dass er ihn aus freiem Willen erkennen kann. Von Natur aus ist der Mensch in gewisser Weise egozentrisch und versucht sich beispielsweise höher zu stellen als seine Mitmenschen. Er strebt danach „Gott“ zu sein bzw. sucht nach Vervollkommnung auf Erden. Da der Mensch aber nur Geschöpf Gottes ist, ist er nicht Gott. Gott kann nämlich alles schaffen, außer noch mal Götter, weil dies logisch unmöglich ist (Wenn es nämlich mehrere Götter gäbe, wäre er nicht mehr Gott und: Wie sollte man den die unbestimmbare Einzigartigkeit Gottes als Mehrzahl angeben können? Es handelt sich ja nicht um Suppentüten!). Alles, was Gott nämlich schafft unterliegt dem Prinzip von Bewegung und dem Prinzip von Entstehen und Vergehen: Also Endlichkeit und Sterblichkeit. Der Mensch unterliegt diesem Prinzip ebenso, wie jedes andere Phänomen der Gottesschöpfung. Nur der Mensch hat einen freien Willen und ist das einzige Wesen, das um seine Endlichkeit weiß. Der Mensch steht unter der Sünde, weil er nicht den Maßstäben Gottes gleichkommt und weil er gegen Gottes Wille von Nächstenliebe und Liebe zu Gott verstößt. Jeder Mensch wird in ein Umfeld von Sünde hineingeboren (Lehre der Erbsünde).
Gott hat den Menschen nun aus freiem Willen geschaffen, denn gezwungen kann ihn niemand dazu haben, wenn er der Allmächtige sein soll. Wozu? … mag man sich dann zu recht fragen. Er braucht nämlich kein Gegenüber mehr, dass er schauen kann, da er in sich schon ein Gegenüber in der heiligen Dreifaltigkeit ist. So kann man den Grund letztendlich nicht ganz genau angeben. Doch die heilige Schrift und Jesus Christus lehren uns, dass Gott es grundlos aus Liebe getan hat, um mit uns irgendwann in Ewigkeit zu verweilen. („ Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ (Joh 3,16) und „Liebt so, wie ich euch geliebt habe“ (Joh 13,1-20) ).
Wenn Gott den Menschen aus Liebe und freien Willen erschaffen hat, der Mensch jedoch gegen Gott rebelliert, bleibt zu klären was der Mensch nun am dringendsten braucht: Die Erlösung aus der Unvollkommenheit und Endlichkeit. Diese ist nur bei Gott möglich. Gott hätte den Menschen schließlich auch fallenlassen und/ oder vernichten können. In Jesus Christus wird aber klar, dass Gott dem Menschen einen ewigen Platz bei ihm anbietet und ihn als Geschenk aus der endlichen und sündigen Welt erlösen will, denn der Mensch kann sich nicht selbst verwirklichen. Das diesseitige Leben darf nun aber nicht als zweitrangig angesehen werden, sondern ist als Geschenk zu sehen, durch welches jeder Mensch aus freien Stücken die Chance hat, seinen Schöpfer, den Vater und den Sohn durch den heiligen Geist zu erkennen.



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