
Dazu einige Zitate aus dem Artikel des Bayerischen Rundfunks (BR24), den Sie komplett hier nachlesen können.
[…] „Bezahlt wird die Ukraine-Hilfe am Ende vom amerikanischen Steuerzahler über hundert Milliarden. Diese Gesamtsumme an Waffenlieferungen, Wirtschaftshilfe, humanitärer Hilfe kommt komplett aus dem laufenden Haushalt über verschiedene Jahre,“ sagt ARD-Auslandskorrespondent in Washington, D.C., Ralf Borchard.
Auch fast ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gebe es in Amerika viel Solidarität: „wenn man Umfragen anschaut, dann ist die Mehrheit der Amerikaner eindeutig dafür, der Ukraine weiter zu helfen.“
USA profitieren nicht von Ukraine-Krieg
Doch warum leisten gerade die USA so viel Unterstützung? Der Politikwissenschaftler Thomas Jäger sieht vor allem pragmatische Gründe in seiner Analyse: „Aus einem einfachen Grund: Sie sind die einzigen, die was haben. Die Europäer haben da leider nichts zu bieten. Das heißt, wenn die Vereinigten Staaten die Ukraine nicht unterstützen würden, wäre das Land inzwischen russisch dominiert und der Druck Russlands wäre an den Grenzen von Polen angekommen.“
Als Profiteure des Kriegs gehen sie jedoch nicht hervor, denn die USA müssen sich innen-, außen- und sicherheitspolitisch auf andere Konflikte konzentrieren.
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Mythos „Eskalationsspirale“
Doch auch über die Beschuldigung Chinas hinaus hält sich in Deutschland beharrlich die Annahme, die USA seien der eigentliche Provokateur oder gar Aggressor des Krieges in der Ukraine, Russland habe sich mit seinem Angriffskrieg lediglich zur Wehr gesetzt. Laut Politikwissenschaftler Jäger ist das falsch, denn diese fehlerhaften Annahmen gehen auf russische Propaganda zurück.
„Diese ganze Erzählung von der Eskalationsspirale, die angelegt wurde, so als hätte sich das gegenseitig hochgeschaukelt, als hätten die Vereinigten Staaten versucht, unbedingt die Nato zu erweitern, als wäre es nicht das Interesse von Polen, den baltischen Staaten gewesen, in die Nato zu gehen, um Schutz zu suchen. Diese Erzählung ist ein russisches Narrativ, das hier in die Diskussion eingeführt wurde.“ Thomas Jäger, Politikwissenschaftler
Warum sich diese falschen Annahmen weiterhin halten, liegt für den Politikwissenschaftler auch in der politischen Kultur Deutschlands begründet. Dort sei der Antiamerikanismus schon seit vielen Jahrzehnten begründet und sei durch die Wiedervereinigung wieder aufgefrischt worden, „weil der Antiamerikanismus in den östlichen Bundesländern scheinbar noch schärfer verankert ist, als er das in den westlichen ist“, sagt Jäger mit Bezug auf Umfragewerte. […]
Quelle BR24



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