Die Ambiguität des Gendersternchens

Durch die Verwendung des Gendersternchens versuchen Menschen, auf eine vermutete oder tatsächlich stattfindende Diskriminierung von anderen Menschen aufgrund deren Geschlechtlichkeit hinzuweisen und diese von der Geschlechtlichkeit abzukoppeln, indem alle möglichen Geschlechtlichkeiten im Gendersternchen inbegriffen sind.

Die Geschlechtlichkeit wird also betont, um die Geschlechtlichkeit und die damit verbundene Diskriminierung offenzulegen und zu überwinden.

Wenn diese Diskriminierung aber einst überwunden sein wird, was zu hoffen ist, könnte man vielleicht auch damit aufhören, die Geschlechtlichkeit derart in den Vordergrund zu stellen, denn gerade sie soll ja bei der Einschätzung von Menschen überwunden werden. Jeder Mensch soll sich akzeptiert fühlen können, ganz egal, welche Geschlechtlichkeit er oder sie besitzt.

Dann werden wir vielleicht nicht mehr mit dem Gendersternchen schreiben oder sprechen, sondern nur noch von Menschen reden, Menschen, die so bunt und vielfältig und individuell sind, wie Gott sie erschaffen hat.

8 Gedanken zu “Die Ambiguität des Gendersternchens

  1. Dem kann ich nur Zustimmen. Oft wird betont, dass Sprache das Denken beeinflusst, aber das Denken kann auch Sprache beeinflussen. Am Ende ist es wie die Frage nach dem Huhn oder dem Ei, was zuerst da war. Ich finde es auch unnötig zu gendern, weil die Diskriminierung wird nicht weniger, nur weil wir immer zeigen, dass es auch mehrere Geschlechter gibt. Zudem wird durch das Gendern das Signal-Rauschen-Verhältnis in der Kommunikation verschlechtert.

    Sprachliche Vorherbestimmung

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      1. Das denke ich nicht. Wenn sich es erst einmal etabliert hat, dann ist es eben üblich so zu schreiben. Allerdings gibt es viele Diskussionen, wie jetzt richtig zu gendern sei. Jeder, der möchte soll gendern, aber mir keinen Sexismus unterstellen, weil ich es nicht mache.

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        1. Unterstellt dir ja auch keiner. Und wenn irgendwann einmal überwiegend gegendert wird, darf man eigentlich sicher sein, dass auch wieder eine Gegenbewegung einsetzen wird, die das Gendern abschaffen möchte. Sprache ist nicht Statisches, sondern immer im Wandel. So, wie die Gesellschaft auch.

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            1. Habe den Artikel gelesen. Was dir dort von deinem weiblichen Mentor (Mentorin) unterstellt wird, ist ja schon etwas weit aus dem Fenster gelehnt. Es wirkt auch nicht gerade freundlich. Als werde jemandem gekündigt, nur weil er keine gendergerechte Sprache verwende. Kommt mir absurd vor. Und intolerant.
              Also jeder soll doch so sprechen können, wie er möchte.

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              1. Stimmt. Aber das emine ich ja, dass das Thema emotiuonal aufgeladen ist. Ich sehe es eben so, dass ich alle gleich berechtigen möchte und dass es für mich irrelavant ist mit welchem geschlecht du dich indentifizierst, aber es scheint eben doch ein großes thema zu sein. ich weiß bei dem mentor eben auch nicht, wieso es so wichtig ist. vielleicht hat sie einen grund, wieso es ihr so wichtig ist als weiblich wahrgenommen zu werden.

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                1. Vielleicht hat deine Mentorin ihre ganz persönlichen Gründe für die gendergerechte Sprache und ist deswegen diesbezüglich recht intolerant. Intoleranz ist natürlich immer unangenehm und auch problematisch.
                  Ich denke, gendergerechte Sprache kann nur funktionieren, wenn sie auf Freiwilligkeit und dem Verständnis bzw der inneren Zustimmung beruht, weshalb man sie benutzt. Wenn man sich gezwungen fühlt, sie zu benutzen, ist der Zweck ihrer Benutzung eigentlich schon hinfällig, weil man innerlich nicht dahinter steht.

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