Einige Medien zerrissen sich vor kurzem über Greta Thunberg das Maul. Sie wolle nämlich angeblich ein Jahr lang die Schule schwänzen.
Ich bin leider auch dieser Meldung aufgesessen, wurde nun aber eines besseren belehrt.
Nein, Greta Thunberg schwänzt nicht ein Jahr die Schule. Sie befindet sich am Ende der neunjährigen Schulpflicht und ist nicht mehr verpflichtet, weiter in die Schule zu gehen. Bevor sie nun auf eine weiterführende Schule geht, legt sie ein Jahr Pause ein.
Sie schwänzt also nicht die Schule. Man könnte es vielleicht vergleichen damit, dass in Deutschland Abiturienten, bevor sie studieren oder eine Ausbildung anfangen, ein Jahr lang etwas anderes machen, beispielsweise jobben und etwas reisen oder Praktika absolvieren.
Für einen Aufreger in der Überschrift war aber natürlich diese vermeintlich skandalöse Meldung gut genug für einige Medien. Nur, dass diese Meldung eben in ihrer Formulierung bzw dem Kontext, den die Meldung vermitteln soll, so nicht stimmt.
Greta, die Galionsfigur der Klimabewegung, wird sich ein Jahr lang ehrenamtlich um das kümmern, was der Menschheit das Überleben sichern könnte, nämlich eine verantwortliche Klimapolitik. Sie wird dazu auch verschiedene Reisen unternehmen, überlegt aber, wie sie dies möglichst klimaneutral machen kann. Möglichst klimaneutral, weil sich auch hier Leute schon wieder drüber echauffieren, bedeutet, zu versuchen, nicht ganz so viel CO2 auszustoßen, beispielsweise statt dem Flugzeug vielleicht lieber das Schiff zu nehmen. Klar, auch das Schiff pustet CO2 aus. Schwimmen über den Atlantik kann sie aber nicht so gut, das dürfte vielleicht auch ihren Kritikern – ein wenig zumindest – einleuchten. Wobei ihren Kritikern eigentlich nichts einleuchtet. Insofern egal, was ich hier schreibe.



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