Vielleicht erinnert sich noch jemand an den einst verzweifelten Versuch der Telekom, die vor vielen Jahren aufkommenden Billig-Vorwahl-Nummern schlecht zu reden. Es gab sogar die eine Werbung, wo die Konkurrenz Mobilkom implizit genannt wurde („Mogelkom“) – die nämlich recht günstige Telefontarife hatte. Ein etwas spießiger Mittfünziger raunte in die Kamera irgendetwas von „Mogelkom“ und dass so günstige Preise doch irgendwo schlechte Telefonqualität sein müssten.
Langsam entrann die Telekom ihrem Negativimage ein wenig (dachte man zumindest), bis nun folgende Meldung durch den Äther tickte – man traut seinen Augen nicht, falls das von der Telekom ernst gemeint sein sollte:
Netzneutralität. Die Telekom will ihre Flatrates drosseln. Doch ist Zugang zum Internet längst eine Art Grundrecht. Was also können, was sollten wir tun, fragt Kai Biermann.
Verstaatlichen? Jetzt sind alle erschrocken, oder? Tut mir leid, aber es ist schwierig, über Netzneutralität zu sprechen oder zu schreiben, die meisten Menschen schalten bei diesem Wort sofort ab. Dabei ist das Problem ganz einfach wie das Beispiel…
Hallo, sind Sie noch da? Ok, ich versuche es anders: Die Telekom will, dass ihre Flatrates keine Flatrates mehr sind. Wer eine bestimmte Menge Internet verbraucht, also 75 Gigabyte Daten heruntergeladen hat, dessen Geschwindigkeit soll gedrosselt werden. So heftig, dass danach eigentlich nur noch Mails funktionieren, und auch das nur, wenn keine Bilder angehängt sind….>mehr.
foto: Rike / pixelio.de



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