Die Bundesregierung hat vor, Ministerposten künftig nur noch an Protestanten zu vergeben. Als Grund wurde angegeben, dass die Bundeskanzlerin selbst ja aus einem Pfarrhaus stammt. Deshalb setzte sie sich auch stark dafür ein, die andere Schlüsselstelle, das Amt des Bundespräsidenten, mit einem protestantischen Pfarrer zu besetzen.
Die Rechtsprechung, so ein hochrangiger Bundestagsabgeordneter, solle künftig nur noch auf dem Alten Testament beruhen. Die 10 Gebote gäben genug Handlungsspielraum, um an die Stelle der bisher komplizierten Gesetzgebung zu treten. Anwälte hätten künftig demnach ein überschaubares Gesetzesrepertoire, das es jedoch stets neu zu interpretieren gelte.
Zudem wolle man sich in Streitfragen an Paulus halten: Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.
Ob die Bundesregierung gottgegeben sei, blieb derweil noch offen. Zum Zeichen für den künftigen Gottesstaat soll in Berlin oben abgebildeter Turm fertiggestellt werden, der aufgrund seiner Höhe einen direkten Kontakt zum Himmel ermöglichen soll.
foto:Bakar_88,flickr.com



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