Der Krieg gegen den “Terrorismus”


Press Conference On Death Of German Soldiers Killed In Afghanistan

Die Deutschen sind mehrheitlich gegen den Krieg am Hindukusch. Das gilt aber nicht für die Mehrheit der deutschen Medienleute.

Sie streiten zumeist tapfer für diesen Krieg, denn es gibt ja Wichtiges dort zu erledigen: den zivilen Aufbau weiterzubringen, die Demokratie einzuführen, die Frauen von der Vorherrschaft des Patriarchats zu befreien – und nicht zuletzt das Land vom Terrorismus zu säubern. Klingt gut. Nur, wenn das die wirklichen Kriegsgründe wären, müßten NATO-Truppen doch auch in achtzig oder neunzig weitere Länder einrücken, weil es dort ähnliche Defizite gibt. Strategische Gründe für den Krieg – Vorherrschaftsstreben der USA vom Nahen bis zum Fernen Osten oder die Absicherung von Ressourcen – werden von deutschen Journalisten selten genannt.

Und die Terroristen? Die haben sich offensichtlich längst aus Afghanistan in andere Länder abgesetzt, sind dort untergetaucht und bilden kleine Zellen, denen militärisch mit großen Armeen oder Luftwaffen nicht beizukommen ist. Und die Taliban? Sie waren in den achtziger Jahren Verbündete der USA, hießen damals Mudschahedin und bekamen, als der Feind Sowjetunion hieß, ihre militärische Ausbildung und ihre Waffen direkt vom Pentagon und dem CIA. Das macht sie nicht sympathischer, nimmt ihnen aber viel von der Dämonisierung, mit der sie vom Westen heute behandelt werden. > mehrfoto:picapp.com


Entdecke mehr von god.fish

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

1 Arbeit Architektur Bayern Berlin Beziehung Beziehungen Bibel Bilder blau Blumen Christen Christentum Corona Coronavirus demokratie Details Deutschland Donald Trump EKD Essay Essen Ethik EU Europa Evangelisch Farben Flüchtlinge Fotografie Fotos frieden funny.casa Gedanken Gedichte gelb Gemeinde Geschichte Gesellschaft Gesundheit Glaube Gott grün Herbst Highlight Hoffnung Humor Impressionen italien Jesus Jesus.casa Katholisch kinder Kirche Klimaerwärmung krankheit Krieg Kultur Kunst Leben Lebenshilfe Liebe Medien menschen Menschenrechte Musik Musikgeschichte münchen München inside Nachgedacht Nato Natur neu Olaf Scholz Ostern Pandemie philosophie photography Politik Psychologie Putin Religion Russland Satire Sprache sunshine.casa Theologie Tod Toleranz Ukraine Universum Urlaub usa verantwortung video Weihnachten winter Wirtschaft yellow.casa Zivilcourage Zukunft


Kommentare

2 Kommentare zu „Der Krieg gegen den “Terrorismus”“

  1. Na ja, eigentlich sehe ich das auch so. Was haben wir in Afghanistan verloren?
    Aber ich schätze, wir werden in Afghanistan verlieren.
    Übrigens verstehe ich nicht, warum sie keine Leopard 2 nach Afghanistan schaffen wollen. Dieses Argument mit den Brücken verstehe ich zwar, aber ein Panzer kann Flüsse bis 3 Meter durchfahren. Und ich bin mir ziemlich sicher, das in Afghanistan die Flüsse nicht tiefer als 3 Meter sind.
    Ausserdem hatten die Russen doch auch eine Menge Panzer dort.
    Ich habe mal einen russischen Film über den Krieg in Afghanistan gesehen. Da hat ein russischer Panzeroffizier einem Dorfältesten gedroht, wenn er keine Informationen rausgäbe, dann würde er ihn mit seinem Panzer überfahren. Der Dorfälteste ist daraufhin aufgestanden und hat sich vor die Kette gelegt und gemeint, das er losfahren könne.

  2. Avatar von Mädchen
    Mädchen

    Wären die USA nicht immer noch mit Zehntausenden Soldaten in Deutschland stationiert, und würde Obama nicht zur Zeit einen Vertrag mit Deutschland anstrengen, der unbefristet die Stationierung (warum eigentlich?) weiter erlaubt, dann.. wäre Deutschland vielleicht nicht in Afghanistan „engagiert“

    Übrigens: Deutschland hat letztes Jahr 2009 – Krise, Geld, Arbeitslosigkeit – Israel ein Atom-U-Boot bezahlt und geschenkt. Hallo???

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von god.fish

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen