Der Pilot Kaczynskis handelte möglicherweise „auf fremde Weisung“

In Polen wird nicht ausgeschlossen, dass der Pilot Kaczynskis „auf fremde Weisung gehandelt hat“.

Der Pilot des Präsidentenfliegers von Lech Kaczynski, der am Samstag verunglückt ist, kann „auf fremde Weisung gehandelt haben“.

Dies hat der frühere polnische Präsident Lech Walesa erklärt, so die russische Nachrichtenagentur (vesti.ru). Laut ihm sind die Piloten der Regierungscrew Fachleute höchster Qualifikation. Deswegen ist es eher unwahrscheinlich, dass der Pilot selbständig einige Male nacheinander versucht hat, den Flieger bei dichtem Nebel zu landen.

Walesa führt weiter aus, dass man dafür, um endgültige Feststellungen zur Unglücksursache treffen zu können, den offiziellen Bericht der Sonderkommission abwarten muss.

Gleichzeitig erklärt der Pilot aus der Sondercrew, die die polnische Regierungsflugflotte bedient, Tomasz Pietrzak, in einem Interview dem Sender TV N24, dass der Pilot des Flugzeuges von Kaczynski keine vier Male versucht hat, die Maschine auf dem Militärflughafen beim russischen Smolensk zu landen.

„Nach der von mir erhaltenen Information gab es einen Landeversuch“ sagt Pietrzak.

Er hat ebenfalls die Hypothese widerlegt, dass der Pilot hätte versucht haben können, den Flieger unter psychischem Druck zu landen, damit man es rechtzeitig zu der geplanten Gedenkveranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages der Tragödie in Katyn schafft.

„Piloten werden nämlich so trainiert, dass sie die Kriterien einer vernünftigen Beurteilung der Situation erfüllen können, auch, dass sie bereit sind, gegebenenfalls abzusagen, um keinem Druck ausgesetzt zu werden“  führt Pietrzak weiter aus.

Er bezeichnet den Piloten vom Samstagsflug als sehr erfahren und betont, dass der Flieger, mit dem er geflogen ist, zu den besten der Staatsflugflotte gehört hat.

„Der Flieger hatte nicht nur als problemfrei gegolten, sondern war wohl auch der beliebteste unter Piloten. Wir hatten das meiste Vertrauen zu ihm und haben ihn auch auf den kompliziertesten Strecken geflogen“ teilt der Pilot weiter mit.

Er betont ferner, dass die Tragödie vermeidbar gewesen wäre, wenn der Fluglotse dem Piloten konkreter die mögliche Gefahr zu erkennen gegeben hätte. Es gab Vorschläge: „Wir schlagen vor, da und da hin zu fliegen, jedoch war das kein Befehl, den Ersatzflughafen anzufliegen“, sagt Pietrzak. „Unter derartigen Bedingungen versucht der Pilot, die Maschine zu landen, um die Situation zu erkunden.“

Quelle: http://pravda.com.ua/news/2010/04/11/4927578/

4 Gedanken zu “Der Pilot Kaczynskis handelte möglicherweise „auf fremde Weisung“

  1. So ein Verschwörungsquark, sorry:
    “Wir schlagen vor, da und da hin zu fliegen, jedoch war das kein Befehl, den Ersatzflughafen anzufliegen”, sagt Pietrzak. “Unter derartigen Bedingungen versucht der Pilot, die Maschine zu landen, um die Situation zu erkunden.”
    Kein Pilot, der nüchtern ist, wird so’n Stuß reden.
    Hey, das Wetter hier ist schlecht. – Okay, ich lande mal und schau mir das an. – Dreh‘ lieber um! – Das war doch kein Befehl, oder? – Äh…nein. – Na also. Ich fliege 17R an, basta.

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  2. Aus dem Artikel gegen den Vorwurf, der Pilot der Unglücksmaschine hätte sich unter Druck setzten lassen:

    Mittlerweile wird auch darüber spekuliert, ob der Pilot der polnischen Unglücksmaschine auf Anweisung von Kaczynski oder von Militärs an Bord unbedingt in Smolensk landen sollte, um rechtzeitig zur Gedenkfeier in Katyn zu kommen und sich eine längere Autofahrt zu sparen. Die Delegation wollte des Massakers in dem Ort gedenken, bei dem sowjetische Einheiten 1940 zu Beginn des Zweiten Weltkriegs 22.000 Polen ermordet hatten (siehe Kasten links).

    Es wäre nicht der erste derartige Fall von Einflussnahme. Im August 2008 wollte Kaczynski in die georgische Hauptstadt Tiflis reisen, in dem Land tobten gerade Kämpfe zwischen georgischen und russischen Truppen. Deshalb sollte die TU-154 ins benachbarte Aserbaidschan fliegen, von dort war eine Weiterreise per Auto nach Tiflis geplant.

    Nach einem Bericht der polnischen Zeitung „Gazeta Wyborcza“ soll Kaczynski jedoch auf einer Landung in Tiflis bestanden haben. Der Pilot, der damals die Maschine flog, lehnte dies jedoch ab, weil er keine Genehmigung für eine Landung hatte und zudem nicht wusste, wer den Luftraum Georgiens kontrolliert, wer am Boden den Flugverkehr überwacht und in welchem Zustand sich der Flughafen damals befand. Kaczynski erklärte daraufhin, ein Offizier solle „weniger ängstlich sein“ und drohte Konsequenzen an. Der Pilot aber blieb standhaft.

    Ermittlungen gegen ihn wurden laut „Gazeta Wyborcza“ später nicht eingeleitet. Stattdessen bekam Gregorz Pietruczuk Ende August 2008 einen Orden, weil er den Flugplan eingehalten hatte, wie das Verteidigungsministerium auf Anfrage des polnischen Parlaments mitteilte. „Gregorz Pietruczuk hat sich durch Verantwortungsbewusstsein, Professionalität und eine sehr gute Kenntnis der Vorschriften hervorgetan, was in keiner Weise als ein Mangel an Disziplin oder als Feigheit behandelt werden sollte“, heißt es in der Stellungnahme von Oktober desselben Jahres.

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