Wie die Hirnforschung das Menschenbild prägt
Im Gefolge rasanter technischer Fortschritte in der Hirnforschung hat die uralte Frage nach den Besonderheiten des Menschseins, nach der Bestimmung der Seele, des Bewusstseins bzw. des Geistes neu an Aktualität gewonnen. Manche Hirnforscher sind der festen Überzeugung, mit ihren Einsichten ein neues und viel zutreffenderes Bild vom Menschen zeichnen zu können. Neben den unbestreitbaren Erfolgen in der Diagnose und Behandlung von Hirnerkrankungen habe die Hirnforschung „den folgenschwersten Wandel des Menschenbildes hervorgerufen“.Würde man die aktuellen Erkenntnisse der Neurowissenschaften ernst nehmen, müsse man sich von vielen herkömmlichen Vorstellungen über Geist und Seele verabschieden und Wesen und Bestimmung des Menschen ganz neu fassen. „Diese Umwertung aller Wertvorstellungen (…) hat zu bisher unabsehbaren Konsequenzen in allen Bereichen der menschlichen Existenz geführt“. Zugespitzt formuliert: Menschliche Eigenarten wie Freiheit und Mitgefühl sind nur Wunschdenken und müssten nach der Überzeugung mancher Hirnforscher ausgetauscht werden durch Determinismus und Funktionalität. Derart weitreichende Behauptungen und Ansprüche stießen allerdings auch auf Kritik. > mehr.
foto: hljod huskona,flickr.com



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