Ist Atheismus auch nur ein religiöser Glaube ?

dawkins kanakas paradise life in hawaiiIn religionsphilosophischen Diskussionen wird mir regelmäßig entgegengehalten: Auch du vertrittst mit deinem Atheismus nur eine besondere Spielart religiösen Glaubens. Dein Atheismus ist genauso unbeweisbar wie unser Gottesglaube. Du hast keinerlei Vorsprung an rationaler Erkenntnis. Beide, Gottesglaube und Gottesleugnung, sind gleichermaßen unbewiesen, unbeweisbar. Argumentativ unschlichtbar und äußerlich gleichberechtigt streiten miteinander ein atheistisches und ein religiöses Glaubensbekenntnis. Was ist darauf zu erwidern? > mehr.

foto: kanakas paradise life in hawaii,flickr.com


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Kommentare

8 Kommentare zu „Ist Atheismus auch nur ein religiöser Glaube ?“

  1. Nur drei Dinge: „A-Theismus“ ist eine Verneinung, wenn man es sprachwissenschaftlich betrachtet.

    „Undogmatischer, skeptischer Atheismus kennt keine Heilsgewissheit, freilich auch keine Unheilsgewissheit, sondern sinnt- nüchtern und der Erde treu- auf ein menschenwürdiges Leben diesseits von „Himmel“ und „Hölle“.“

    Meine Frage: Wie kann man die Menschenwürde aus atheistischer Perspektive erklären? Löst sie sich nicht in dem Moment auf, indem ich aufhöre an einen Gott zu glauben, von dem ich als Ebenbild geschaffen wurde? Woher nimmt man das sonst: Menschenwürde? Ist das nicht ein hohles Wort dann? Müsste man dann nicht zwangsläufig sagen: „Tierwürde“ etc.?

    Der Erde treu. Es tut mir Leid, aber das überzeugt mich nicht wirklich. Wie kann man bitte der Erde, in ihrer Mannigfaltigkeit treu sein? Wie kann man ihr untreu sein? Klingt etwas Möchtegern-atheistisch, finde ich. Dann doch lieber Nietzsche…

  2. @Mailin:
    Sehe ich genauso wie Du.
    Würde noch ergänzen:
    Natürlich kann der Atheismus an sich nicht bewiesen werden, weil er nicht in der Beweispflicht steht. Schließlich ist er „nur“ dagegen.
    Mehr nicht.

    Denn – und so verstehe ich den Atheismus im Kern – ist mit ihm ansonsten keine Weltanschauung verbunden als nur das „Dagegensein“.
    Den Rest kann der Atheist füllen wie er will:
    Humanistisch oder politisch-kommunistisch…
    Deswegen finde ich die Argumentation von Atheisten, die auf die Menschenwürde herausläuft, für eine noch ganz andere Schiene.

  3. […] Atheismus als Religion? By dikosss Dr.Dr.Kahl spricht sich gegen die Ansicht aus, dass der Atheismus religionsgleiche Züge aufweise (via theolounge). […]

  4. Avatar von harey

    Wie kommen Religiöse eigentlich immer zu dem Schluss als Atheist muesste man zwangsläufig unmoralisch sein?

  5. Woher begründet sich die Moral logisch aus atheistischer Sicht?
    Ich denke nicht, dass Atheisten zwangsläufig unmoralisch sind, sondern dass viele Atheisten ihren Atheismus nicht ganz zu Ende denken (wie übrigens auch viele Christen ihre Verbindung zu Jesus nicht ganz zu Ende denken…)

  6. Avatar von adhs_unlimited
    adhs_unlimited

    hey?

  7. Avatar von dikosss
    dikosss

    Atheisten müssen nicht unmoralisch handeln, sofern sie sich dann an den Humanismus hängen.
    Das Problem ist nur, dass der Humanismus nicht an einer absoluten Instanz hängt, sondern vom Menschen her begründet wird.
    Der Mensch aber wankt und schwankt – auch in seinen moralischen Ansichten.
    Das muss ja nicht immer schief gehen.
    Aber der Relativismus ist vorgezeichnet.

  8. Avatar von harey

    Ich glaube nicht dass Moral vordergruendig logisch ist. Moral ist fuer mich etwas das sich gerade nicht logisch erklären lässt. Fuer mich hat das vor allem mit Respekt fuer andere Menschen zu tun. Respekt kann man auch aus atheistischer Sicht sehr gut erklären.

    Aber ich wuerde mich auch nicht wirklich als Atheisten bezeichnen, fuer mich stellt sich eher die Frage was denn eignetlich anders wäre wenn es denn einen Gott gäbe.

    Und da ich katholisch aufgewachsen bin, muss ich doch sagen, sehr von Menschenwuerde, Achtung und Respekt habe ich im Katholizismus wenigstens nicht erkannt.

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