Bestattung im Weltraum

weltraum-ixmann2000-pixelio-kleinDie Erde mit ihren Friedhöfen reicht Vielen nicht mehr aus – sie wollen ihre Asche entweder in den Weiten des Alls wissen oder sogar auf dem Mond deponieren lassen. Je nach Grösse des Portomonnaies. Bestattungen im Weltraum finden immer mehr Interessenten.

Schon für 695 Dollar bietet die texanische Firma Celestis ein Schnäppchen an: Eine Rakete mit der Asche des Verstorbenen (oder einem Teil davon) hebt ab, verlässt die Atmosphäre und kehrt dann auf die Erde zurück. Die Angehörigen bekommen dann die weit gereiste Urne und eine Plakette, die nachweist, dass der Tote tatsächlich im Weltraum war.

Man kann aber auch die Variante „Erdumlaufbahn“ wählen, muss aber deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für knapp 10.000 Dollar kann man sich auch auf dem Mond beerdigen lassen. Allerdings kam erst ein Mensch zu diesem Vergnügen, der Geologe Eugene Shoemaker. Die (unbemannte) Rakete schlug 1999 mit einem Teil seiner Asche in einem Mondkrater ein. Wer’s mag…

Im Übrigen nahm beim jüngsten Start einer Beerdigungsrakete diese die Asche von 200 Menschen mit. Entsprechend viele Angehörige beobachteten den Start…

Mich selber würde so eine Art des „Abgangs“ nicht reizen. Zum einen tangiert es mich nach dem Abscheiden eh nicht mehr persönlich. Für meine Familie wäre ein Trauerplatz in der Nähe zum Aufsuchen und Bewältigung des Verlusts sicher unproblematischer.

Andererseits zeigt vielleicht solche besonderen Beerdigungswünsche etwas von der Sehnsucht der Menschen nach etwas Gewaltigem, Grossem, Unbekannten, Fernem, zu dem man zu Lebzeiten nicht gelangen konnte.

Ich persönlich freue mich jetzt schon auf den Thronsaal Gottes, auf das Vaterhaus mit den vielen Wohnungen und der andersartigen Art des (ewigen) Lebens. Der Gedanke daran ist viel prickelnder als die Asche im Mondkrater…

[Originalpost]

Foto: ixmann2000 / pixelio


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