„Das vorrangige Ziel geistlichen Lebens ist Veränderung … die Wiederherstellung des Menschen. … Das Ziel solchen Wachstum ist es, so zu leben, als ob Jesus ungehindert Einfluss auf uns hätte… immer mehr so zu leben, als ob Jesus an unserer Stelle leben würde.“
(„Das Leben, nach dem du dich sehnst“ von John Ortberg)
Ich weiß nicht. Das klingt anstrengend. Fast nach einem Zwang zur Veränderung. Da besteht doch die Gefahr, Jesus kopieren zu wollen. Und dabei sind wird doch alle als Originale geschaffen.
Und das „What would Jesus do?“ bleibt auch immer im Spekulativen. Denn so genau wissen wir nicht, und können es auch nicht wissen, wie Jesus konkret in unseren Situation im Konjunktiv gehandelt hätte. Die Ergebnisse dieser Überlegungen orientieren sich doch eher an unseren eigenen Jesus-Bildern als Jesus selbst.
Könnte es nicht ebenso Ziel geistlichen Wachstums sein, fest zu werden im Glauben? Im Hebräischen ist das sogar dasselbe Wort: aman.
Und daher kommt ja auch unser „Amen.“ Will heißen: „Das bekräftige ich. Das glaube ich.“
Ich mag auch das Wort „Geistliches Leben“ nicht. Wieso? Weil es suggeriert, es gebe einen separaten Bereich für „Geistliches“ neben anderen „weltlichen“ Bereichen. Traurig genug, wenn es doch manchmal stimmt.
Darin stimme ich mit Ortberg überein:
„Gott ist nicht an Ihrem sogenannten geistlichen Leben interessiert. Gott ist ganz einfach an ihrem Gesamtleben interessiert. Er möchte es erlösen.“
Amen.
Foto: S.Perkiewicz | pixelio.de



Kommentar verfassen