Zum einen hat man u.a. im Pietismus die Sünde und ihre Folgen sehr ernst genommen, und damit verbunden die Verlorenheit der Menschen ohne Erlösung. Folge: Konzentration auf Seelenheil.
Zum anderen ist gerade seit „68“ soziale Gerechtigkeit als eigenständiges Thema in den Mittelpunkt des Bewusstseins gerückt. Diese wurde bei „Kirchens“ dann als Inbegriff des Evangeliums verstanden. Folge: Konzentration auf diakonisch-charitatives Handeln.
Nun heißt es in der aktuellen Ausgabe von ideaSpektrum (in der Serie: „Evangelikalen – wie sie wirklich sind“) ganz sensationsbewusst: „Was wenige wissen: 30% der Mitarbeiter von Missionswerken … arbeiten in sozialen Projekten.“
30%. Ist das alles? Das soll was Besonderes sein? Warum nicht 100%. Warum können nicht 100% der Missionare sozial engagiert sein, und 100% der Sozialbewussten missionarisch?
Als ob sich das ausschließen würde. Schade.
Foto: Lucie Kärcher | pixelio.de



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