Mission und/oder Diakonie?

Es scheint nicht zusammen zu passen. Mission und Diakonie. Allzu oft gehen Kirchen, Gemeinden und Werke entweder den einen oder den anderen Weg, doch selten beide.Ursprünglich gehörte es zusammen. Es waren wohl hauptsächlich zwei Faktoren, weshalb man sich in diese Lager gespalten hat.

Zum einen hat man u.a. im Pietismus die Sünde und ihre Folgen sehr ernst genommen, und damit verbunden die Verlorenheit der Menschen ohne Erlösung. Folge: Konzentration auf Seelenheil.

Zum anderen ist gerade seit „68“ soziale Gerechtigkeit als eigenständiges Thema in den Mittelpunkt des Bewusstseins gerückt. Diese wurde bei „Kirchens“ dann als Inbegriff des Evangeliums verstanden. Folge: Konzentration auf diakonisch-charitatives Handeln.

Nun heißt es in der aktuellen Ausgabe von ideaSpektrum (in der Serie: „Evangelikalen – wie sie wirklich sind“) ganz sensationsbewusst: „Was wenige wissen: 30% der Mitarbeiter von Missionswerken … arbeiten in sozialen Projekten.“

30%. Ist das alles? Das soll was Besonderes sein? Warum nicht 100%. Warum können nicht 100% der Missionare sozial engagiert sein, und 100% der Sozialbewussten missionarisch?
Als ob sich das ausschließen würde. Schade.

Foto: Lucie Kärcher | pixelio.de


Entdecke mehr von god.fish

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


Kommentare

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von god.fish

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen