Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?

Von Roland Kopp-Wichmann. Ein ernstes Thema, das ich auch unter dem Eindruck des Intensivseminars, das ich letzte Woche leitete, schreibe. Trotz etlicher Erfahrungen mit Menschen zu diesem Thema, bin ich doch immer wieder auf’s Neue betroffen, wenn ich miterlebe, wie körperliche Strafen, die jemand vor zwanzig, dreißig Jahren oder länger erlitten hat, sich auf das spätere Leben auswirken können.

Ich muss schon sehr genau hinhören und hinspüren, um mitzukriegen, dass jemand körperliche Gewalt in seiner Kindheit andeutet. Denn das Thema ist immer noch tabuisiert und vor allem auch schambesetzt. Doch wenn jemand beim Schildern seiner Biographie erwähnt, dass „es zu Hause streng zuging“ oder der Vater „ziemlich autoritär war“ oder „die Mutter keinen Widerspruch duldete“, werde ich meist hellhörig und frage nach, was der Betreffende damit meint.

Zur Sprache kommen dann zuweilen Schilderungen von heftigen Ohrfeigen und Prügeln mit Zaunlatten, Gürteln, Lederpeitschen, Baumzweigen, Kohleschaufeln, Teppichklopfern, Rohrstöcken oder bloßen Händen usw. Der Zeitpunkt ist oft unvorhersehbar. Wenn der „Elternteil schlecht drauf war“, wenn „man nicht schnell genug weg war“ oder regelmäßig am Samstagabend als gefürchtetes Wochenendritual.

Ich frage auch immer nach, bis zu welchem Lebensalter geschlagen wurde und wie es aufhörte. Dabei erfahre ich, dass es meist in der Pubertät aufhört, bei manchen aber auch erst mit achtzehn, neunzehn Jahren, als sie sich entschlossen, auszuziehen. Manchmal hört der Elternteil von selbst auf, zuweilen auch nur durch die handfeste Drohung des Jugendlichen. Meist werden Jungen, speziell die ältesten, am meisten geschlagen, aber auch viele Mädchen.

Wie gehen Erwachsene mit der Erinnerung an Schläge in ihrer Kindheit um?

Eine häufige Form ist die Bagatellisierung.
Zumeist erkennbar an der Schlussfolgerung „Das hat mir aber nicht geschadet!“
Ich verstehe diesen Satz immer als den Versuch, den Konflikt zu lösen zwischen dem guten Bild, das man von den Eltern hat und den Szenen, wo man geschlagen wurde.

Häufig ist auch die Verdrängung.
Immer wieder berichten mir Menschen, dass sie an die ersten acht oder zehn Jahre ihrer Kindheit keinerlei Erinnerung haben. Kein Bild, kein Gefühl, nichts. Erst im Rahmen der gemeinsamen Arbeit kommt manchmal ein Stück schmerzlicher Erinnerung wieder zurück.

Welche Folgen haben nun Schläge in der Kindheit auf einen Erwachsenen?

Die Folgen sind mannigfach. Ich will hier nur einige der Konsequenzen und Entscheidungen nennen, die mir bei meiner Arbeit mit Menschen begegnet sind.

  • Angst und Vertrauensverlust in Beziehungen.
    Als Kind geschlagen zu werden, ist immer eine Situation, wo das Kind unbewusst Entscheidungen trifft. Wo es auf schmerzhafte Weise lernt, wie es in Beziehungen zugeht. Dass es um Macht geht. Dass man dem anderen, dem man vertraut hat, nicht trauen kann. Dass gleich wieder etwas passieren kann. Mögliche Folgen sind auch Gefühle des Ausgeliefertseins, der Hilflosigkeit, des Verlassenseins, das man als Erwachsener immer wieder erlebt.
  • Beschränkte Konfliktlösungsmöglichkeiten.
    Wer geschlagen wird, fühlt sich hilflos und gedemütigt. Um damit in Zukunft umzugehen, gibt es nur wenige Strategien. Die eine ist, sich zu unterwerfen – und den vermeintlich Stärkeren heimlich zu verachten. Die andere ist, sich zu schwören, dass einem so etwas „später im Leben“ nie wieder passieren wird. Und zwar indem man selbst stark wird.
  • Probleme in der Identitätsentwicklung.
    In Seminaren treffe ich hin und wieder auf ganz sanfte Männer, die verständnis- und rücksichtsvoll sind, nie laut werden. Einerseits angenehme Personen, aber auch ein großes Stück aggressionsgehemmt. Oft fühlen diese Menschen selbst, dass ihnen eine größere Portion Männlichkeit fehlt. Wenn man dann in der Biographie forscht, was der Grund dafür sein könnte, graben wir zuweilen gemeinsam heftige Prügelerfahrungen aus. Frage ich, wie das „Nicht-Mann-Sein“ und diese Erinnerungen zusammenhängen, hört man manchmal den einleuchtenden Satz: „Nur Männer schlagen!“ Oder: „Ich wollte nie so werden wie mein Vater!“
  • Selbstwertprobleme.
    Wer geschlagen wird, erlebt, dass dem anderen seine Gefühle, Überzeugungen oder Regeln wichtiger sind als die eigene Person. Als Kind kann man noch schlecht unterscheiden zwischen sich und dem anderen. Kann zum Beispiel schwer erkennen, dass Eltern zuweilen überfordert sind (was kein Freispruch für Schlagen ist). Meist sucht das Kind dann nach einem Grund für die Züchtigung. Vor allem, wenn der schlagende Elternteil sich nicht entschuldigt und die Verantwortung für sein Ausrasten dem Kind zuschiebt, sucht man als Kind die Schuld bei sich selbst. Weil man zu frech war oder Widerworte gab. Weil man schlecht in der Schule ist. Weil man überhaupt auf der Welt ist.
  • Abgrenzungsprobleme.
    Wer als Kind geschlagen wird, erlebt eine massive Grenzverletzung. Und hat in der Folge oft Probleme, sich als Erwachsener angemessen abzugrenzen. Also Nein zu sagen, es anderen nicht immer recht zu machen, auch mal andere zu enttäuschen etc. Auch eigene Grenzen zu spüren, zu respektieren und flexibel damit umzugehen, kann schwierig sein.
  • Probleme mit eigenen Kindern.
    Wer Gewalt als Mittel der Erziehung erlebt hat, spürt manchmal die Tendenz, sich auch so zu verhalten. Diese Gefahr ist umso größer, je weniger man sich mit dem eigenen Geschlagenwerden und den dabei erlebten Gefühlen auseinandergesetzt hat. Manche streichen ihren Wunsch nach eigenen Kindern auch ganz, aus Angst, sich in schwierigen Situationen nicht im Griff zu haben und ebenso zum Schläger zu werden.
  • Unkontrollierbare Aggressivität.
    Als geschlagenes Kind erlebt man enorme Wut und Zorn, doch müssen diese heftigen Affekte unterdrückt und verdrängt werden. Doch unterdrückte Gefühle verschwinden nicht. Oft bahnen sie sich einen Weg in zerstörerischen Aktionen gegen andere (Kriminalität) oder gegen sich selbst (Autoaggression, Suizid, Drogenmissbrauch).

Was kann man tun?

Darauf gibt es keine schnelle Antwort. Aber allgemein kann ich sagen, dass das Bewusstmachen des Erlebten – im Gegensatz zum Verdrängen oder Bagatellisieren – ein erster wichtiger Schritt ist. Schon allein damit kommt man ein Stück aus der „Kindheits-Trance“ heraus, da man den eigenen erlebten Schmerz zum ersten Mal wichtiger nimmt als das Motiv der Eltern oder die heilige Fassade des „Was sollen denn die anderen Leute denken?“

In weiteren Schritten kann man sich mit den schmerzlichen Erlebnissen auseinandersetzen. In einzelnen Fällen ist es möglich, mit den realen Eltern ein klärendes Gespräch zu führen. Auch Eltern lernen manchmal dazu und können spät im Leben etwas bereuen oder falsch finden, das sie jahrzehntelang eisern verteidigten. Aber oft trifft man auch auf erneutes Unverständnis und eine Wand der Ignoranz („Das bildest Du Dir doch alles ein!“)

Manchmal ist auch professionelle Hilfe nützlich,um in dem inneren Gespinst von Erinnerungen, Verdrängungsimpulsen und Verwirrung einen gangbaren Weg für sich zu finden. Letztlich aktiv zu werden im Sinne eines „Gut-für-Sich-Sorgens“ ist auf jeden Fall besser als weiter im Leben in der Opferposition des geschlagenen Kindes zu verharren.

Was sind Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema?

Schreiben Sie hier einen Kommentar.


Fotos: Creative Commons License photo credit: artbyheather
photocase.com: rotwild und ana.knipsolina


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Kommentare

87 Kommentare zu „Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?“

  1. Avatar von klausimausi
    klausimausi

    Hallo,

    was auch immer „politisch korrekt“ sein möge, eins ist für mich sonnenklar: zur sog.Erziehung gehört Respekt. Und zwar Respekt dem Kind gegenüber, das eben nicht aus lauter Bosheit etwas tut, sondern in einem durchaus schwierigen Lernverfahren in die von Erwachsenen verunstaltete Welt wachsen muß. Dies kann nun mit Zwang und Druck, aber auch mit Liebe und Verständnis geschehen

    Jeder Mensch weiß doch, wie er selbst gerne behandelt werden möchte. Warum in drei Teufels Namen gesteht man das nicht den eigenen Kindern zu? Man kann auch Grenzen setzen, ohne zu schlagen. Ja, das geht.

    Was änder sich denn so schlecht an unserer Gesellschaft? Wir haben seit 60 Jahren keinen Krieg in Mitteleuropa, die Staaten wachsen zusammen, die Freizügigkeit wächst – was ist daran schlimm?

    Schlimm waren die Generationen, die nach dem alten Erziehungsmodell aufgewachsen sind. Die konnten nur keine Psychosen entwickeln. weil sie sich aller paar Jahre im Krieg befanden. Und im Krieg konnten sie die erlittenen und anerzogenen Demütigungen ausleben, indem sie andere der Gewalt unterzogen, den „Erbfeind“ bekämpften, Konzentrationslager einrichteten usw. usf. Sie hatten ja gelernt, daß Gewalt gegen Wehrlose gut und richtig ist. Und nein, das ist jetzt nicht unsachlich. Man lese nur Alice Miller und erkennt das Muster.

    Ach, Charly: bitte sag mir doch, wo ich unsachlich bin. Das würde mich noch interessieren.

    Zum Thema Supernanny kann ich nur sagen, daß ich die dort verwendeten Methoden als psychische Folger empfinde. Da wird u. a. mit Schuldzuweisungen gearbeitet („Du bist schuld, daß deine Mutter weint“), die sich zu größten Problemen auswachsen können. Nein, so geht es auch nicht.

    Zum Schluß nur ein Gedanke: wenn das Schlagen von Kindern so wichtig ist, warum ist dann das Schlagen von Rentnern (z. B. in der U-Bahn) verboten? Selbst dann, wenn diese es verdient hätten?

    Oder bin ich jetzt wieder unsachlich?

    Unsachlich schönen Tag noch
    klausimausi

  2. Avatar von Maritta II
    Maritta II

    Hallo Charly,

    Ich werde sicherlich nicht ihre Worte verdrehen noch missdeuten doch hätte ich eine persönliche Frage an Sie. Sie schrieben:“So erinnere ich mich selbst sehr gut an Szenen zwischen mir und meinen Eltern, wo ich willentlich und wissentlich die Grenze gesucht habe – wissen wollte, wann mir nicht weiter erlaubt wurde zu provozieren. Das ich klar und deutlich – mittels einer (einer, nicht etlichen) Ohrfeige gezeigt bekam, wo die Grenze ist, hat mir in in meiner Charakterentwicklung geholfen.“

    Sie sind sich am Ende Ihres Satzes sicher:“ es hätte nichts anderes geholfen.“ Wovon können Sie dies abhängig machen, wenn Sie doch die Bandbreite (Loslegen – Innehalten) in Bezug auf provokante Grenzensuche nur einseitig erlebt haben? Ihre Eltern haben Ihnen die eine Seite (Loslegen) gezeigt. Diese Seite hat Ihnen erst mal ausgereicht – doch wann und mit wem haben Sie die andere Seite (das Innehalten) erlebt?
    In einer weiteren Mail schreiben Sie von „Schwarz – Weiß“ Malerei. Dies ist eine Bandbreite. Auf dieser Bandbreite können Sie alle Nuanzen von Farben entdecken und erleben. Wenn Sie Einsteins Theorie von der Konfliktlösung kennen werden Sie wissen was ich damit meine. Man kann Probleme nicht auf der selben Ebene lösen auf der sie entstanden sind. Erst das Herausschreiten wird Ihnen die Lösung respektive den Weg und dann auch ihr Ziel aufzeigen. Viele Menschen, unter anderem auch viele Pädagogen, Psychologen, Mediziner, Lehrer usw. finden häufig nicht mehr den Weg zu Kindern ihr Verhalten zu spiegeln, damit sich das zu lernende Kind daran orientieren kann. Stattdessen haben wir es mit Überforderung im Leben und Erziehen, in der Arbeit und im Privatleben zu tun und können häufig nur einseitig handeln. Dieses Handeln (ob bewusst oder unbewusst) hat Auswirkungen auf unser eigenes wie auch auf anderes Leben. Jede Aktion ruft eine Gegenaktion hervor. Jede Positionierung eine Gegenpositionierung. Dies ist übrigens auch in dieser Diskussion entstanden. Hier kommt jeder nur wiederum für sich selbst raus, wenn er eine Bandbreite für sein Denken und Handeln sucht und dann beite Positionen bedenkt. Erst ein bewusstes Heraustreten aus beiden Positionen wird die jeweilige Lösung aufzeigen und Wachstum ist möglich.

    Damit noch einen schönen Tag,
    Maritta

  3. Avatar von Charly

    Hallo Maritta,

    ich behaupte nicht, dass damals bei mir nichts anderes geholfen hätte. Ich kann mir zwar nur schwerlich vorstellen, was genauso effektiv (weil lediglich kurz in der Erfahrung, nicht unerwartet und ohne weiteren negativen Folgen) geholfen hätte – damals…bei mir….

    Das ist aber auch nicht was ich hier aufzeigen will, dass es keine Alternativen zur körperlichen Züchtigung gäbe. Es geht mir hier darum, dass:
    a.) besonnen und verantwortungsvoll durchgeführte körperliche Züchtigung nicht zwangsweise psychische Probleme mit sich führen muss
    und
    b.) dass alle Erziehungsmethoden am Individuum bewertet werden muss und es keine Pauschalantworten gibt, schon mal garnicht solche platten Antworten, wie sie mMn im Ausgangsartikel stehen.

    Die Beziehung zwischen mir und meinen Eltern war und ist recht gut. Meine Eltern haben mir auch damals weit mehr gezeigt, als ihre Analyse vermuten lässt. Es ist so, auch wenn sie es schwer glauben können – die körperliche Züchtigung, die ich durch meine Eltern erfahren habe, hat bei mir keinerlei negativen Folgen gezeigt – eher das Gegenteil.
    Welche Gewalt Worte haben können, im Vergleich zur Züchtigung, ist mir zB daran deutlich geworden, dass ich fast 30 Jahre an zwei unbedacht geäußerten Worten meiner Mutter laborierte, bis ich in Gott die Fähigkeit fand diese loszulassen und meiner Mutter zu vergeben. Was wäre denn die folgerichtige Konsequenz aus diesen – so gut wie in jedem Leben von Menschen vorkommende – Erfahrungen, dass Worte mehr zu verletzten in der Lage sind als Schläge? Das Eltern jegliche verbale Kommunikation mit ihren Kindern einstellen sollten? So müsste man logischerweise folgern, wenn man diesen Hype um die Ächtung jeglicher Züchtigung ernst nehmen wollte.

    Danke, ich versuche schon die ganze Zeit darauf hinzuweisen, dass ein solches Thema nicht so einseitig dargestellt werden kann – denn es ist, wie sie schreiben, eine „Bandbreite“.
    Und manchmal ist es in jeder konfliktgeladenen Kommunikation notwendig ein unmissverständliches „Stopp“ zu setzen. Und nun schauen sie sich mal an, zu welchen Diskussionswusten rein verbal geäußerte „Stopps“ idR führen. Grenzen achten? Andere bei mir unbedingt – ich bei anderen? Wozu soll das gut sein? – so wirkt es immer wieder.

    Auch ihnen einen schönen Tag,
    Charly

  4. Avatar von klausimausi
    klausimausi

    Hallo Charliy,

    da kommen wir doch zusammen: Respekt und Achtung in Wort und Tat. Natürlich können Worte verletzen, deshalb sind ja ehrabschneidende und herabwürdigende Strafen gleich den körperlichen Strafen verboten – mit gutem Grund.

    Geht es nicht eigentlich darum, wie wir das Kind sehen? Ist es elterlicher Befehlsempfänger, der auf Biegen und Brechen erzogen werden muß? Oder ist es eine eigenständige, wenn auch noch wachsende Persönlichkeit, der man in der Entwicklung helfen darf? Und zwar in IHRER Entwicklung, nicht dem Zielbild der Eltern.

    Sind wir uns soweit einig? Dann denke ich, kann man auch verstehen, warum Schläge, Züchtigungen usw. nichts bringen.

    Ich entwerfe mal einen Gegenvorschlag: wir verbringen Zeit mit dem Kind, zeigen die Welt, erklären, spielen – und nehmen es ernst. Zeigen Respekt und Anerkennung, einfach dafür, daß es da ist. Dazu sind wir konsequent und halten Regeln ein, auch wir Erwachsenen selbst. Dann wird es automatisch dazu kommen, daß auch das Kind diese Regeln kennt und einhält – eben weil sie für alle gelten (in der Pubertät kann dies anders werden, aber das ist auch ein anderes Thema).

    Soweit verständlich? Wenn dann noch familienbetreffende Entscheidungen – und sei es nur der Urlaubsort für den nächsten Sommerurlaub – gemeinsam getroffen werden: was soll dann noch passieren?

    Das Kind ist angenommen und sicher in der Familie. Es ist geliebt und fühlt dies auch; Regeln gelten für alle. Es wird weder geschlagen noch mit Worten niedergemacht. Stattdessen aber, wo immer möglich, gelobt.

    Kleine Versuche, die Grenzen weiter zu stecken, können dann tatsächlich im Dialog gelöst werden bzw. bei kleineren Kindern durch konsequentes Einhalten der Regeln vermittelt werden – ohne Züchtugung oder Beleidigung.

    Und noch eins zum Schluß: das sind keine Träumereien, sondern so haben wir unsere Tochter zu einem lebensfähigen, verantwortungsbewußten und empathischen Menschen begleitet. Sie wußte immer, daß sie geliebt und geschützt wird, egal was passiert. Dieses Wissen macht sicher; und ihr könnt sicher sein, ich habe gekämpft wie ein Löwe. Aber für sie, nicht mit ihr.

    Von Anfang an bis heute kann sie mir und ihrer Mutter sagen, wenn sie das Gefühl hat, etwas läuft falsch oder jemand verhält sich nicht richtig. Dann setzen wir uns zusammen und sprechen das durch. Und das funktioniert auch, glaubt mir.

    Und wer mir nicht glaubt, der lese die Bücher von Alice Miller. Dort wird das Muster beschrieben.

    Schönen Tag
    klausimausi

  5. Avatar von rotegraefin
    rotegraefin

    Herr koppwichmann,

    Es hat enorme Folgen.
    Eine tiefe Verunsicherung überhaupt Rechte der Unverletzlichkeit der Person zu besitzen.
    Wer dann noch mit einem Glauben an die Hölle aufgewachsen ist, wie ich. Der hat so gut wie keine Chance jemals daraus zu kommen. So bleib ich halt mal wieder in der Hölle der Gefühle.

    Niemand hält sich für zuständig, diesen unerträglichen seelischen Schmerz an zuerkennen geschweige zu helfen die fixe Idee aufzulösen, die die gerade nicht helfen nicht zuständig sind usw. dass die in der Verdammung (Hölle) schmoren.
    Ich danke für unser kurzes Gespräch.Für Vermittlung haben Sie keinen Auftrag? Von wem erhalten Sie Aufträge?
    Wem müssen Sie noch gehorchen?

    @Klausimausi ja die Bücher von Alice Miller haben geholfen nicht zu verdammen aber auch das Problem gesellschaftlicher und menschlich persönlicher Ignoranz weltweit zu sehen und immer wieder die eigene Hilflosigkeit und Wut anzunehmen, zu akzeptieren und an eine höhere Macht abzugeben, als ein unlösbarer Knoten bedarf sehr viel Mut.
    Gewalt beginnt nicht erst bei Mord. Gewalt beginnt bei Verboten, geht über zum Ignorieren zur Verwirrung und dann zum Mord.
    Ich musste mich bei meinem Lehrer entschuldigen, weil er mich geschlagen hatte und dies deswegen, weil ich mit anderen seine Erziehungsmethoden für gemein gehalten habe. In der gleichen Zeit rettete ich meine Geschwister vor den Streitereien meiner Eltern. Meine Mutter befand sich einer manischen Phase. Ich war 13 und mein Vater erzählte mir, meine Mutter sei ein schlechte Mutter. Der klassische Ödipuskomplex hoch 3.

  6. Avatar von Das gebrannte Kind
    Das gebrannte Kind

    Hallo zusammen,

    ich habe eine gewaltvolle Kindheit hinter mit. Es handelte sich dabei nicht nur um Ohrfeigen. Ich wurde massiv verprügelt und Ängste waren mein täglicher Begleiter. Ich hatte nicht nur angst davor wieder eine auf den Deckel zu bekommen, nein ich hatte Angst den nächsten Tag nicht mehr zu überleben. Außerdem hatte ich jede Nacht angst, dass mein Vater meine Mutter umbringt. Mit 18 habe ich mit dem Jugendamt gedroht und es wurde besser und die Gewalt verschwand komplett. Heute bin ich 25. Ich bin selbstbewusst, offen und habe ein geregeltes Leben. Ich habe einen tollen Lebenspartner, aber sobald er die Tür verlässt, glaube ich er betrügt mich, obwohl ich mir keine Sorgen machen brauche. Je älter ich werde, desto mehr Ängste bekomme ich von versch. Dingen. Ich weiß eigentlich, dass ich mir schnell Hilfe besorgen muss, denn mein Leben wird immer mehr von Ängsten beeinflusst. Nur dazu fehlt mir momentan der Mut!!

  7. Du solltest Dir psychologische Hilfe besorgen, wenn Du schon merkst, dass Dich das verfolgt (würde sicher jeden verfolgen). Damit kannst Du die Energien positiv einsetzen -also etwas aufarbeiten – , anstatt die Ängste zu verdrängen.
    Ängste und auch Verhaltensweisen haben die Tendenz, stärker zu werden, wenn man nichts tut.
    Man muss aber wissen, was man tun kann – alleine kommt man da nicht drauf. Ich wünsche Dir viel Mut, die Sache anzupacken – denn das wird sonst auch über Deiner Beziehung schweben wie ein Damoklesschwert und sie immer mehr überschatten, wenn ich das richtig prognostiziere.
    Wünsche Dir Gottes Segen und dass Du die Dinge tun kannst, die wichtig sind zu tun. Vielleicht sind es andere Dinge, als ich hier angesprochen habe. Aber vielleicht ist es auch genau das.

    In München ist kalia.de recht gut, zumindest ein Psychologe dort, Dr. Killus – auch wenn die HOmepage einen esoterischen Touch hat.
    In Heidelberg ist sicher Kopp-Wichmann eine gute Adresse.
    Ansonsten versuch mal, über das Alfred Adler Institut Kontakte zu bekommen. Findest Du auf der http://www.theolounge.de , wenn Du auf die Bildchen unten klickst.

  8. Hallo theolunge,
    Ich bin total überrascht von dieser Antwort von einem Theologen.
    Darf ich fragen besitzt Du überhaupt Gefühle? Wenn ja warum setzt Du sie nicht ein? War Jesus Christus nicht auch jemand der eine enorme Todesangst durchgestanden hat? Glaubst Du an die Wiederkunft Christi?

    Hallo gebranntes Kind,
    es ist ist völlig klar, dass Du Dir im Moment hilflos und gelähmt fühlst. Die Angst, das gleiche noch einmal zu erleben, was Du gerade schon so schrecklich geschildert hast ist einfach zu groß.
    Das Erste was Du Dir in jedem Moment klar machen kannst ist, das Schlimmste hast Du hinter Dir.
    Das Zweite zähle jeden Augenblick, den es Dir gut geht, in denen Du Dich frei von Ängsten fühlst.
    Das Dritte ist identifiziere Dich mit Jesus Christus. Er hatte auch Angst und ist unschuldig bis zum Tod schwer misshandelt worden.
    Das Vierte wehre Dich gegen jede Form von Bevormundung. Finde selber heraus was Dir gut tut und was nicht. Du bist eine starke Frau und so wie Du offensichtlich schon Deine Mutter geschützt hast kannst Du lernen Dich selber zu schützen, indem Du jetzt für Dich selber und das schwer verängstigte Kind in Dir die Mutterrolle übernimmst. Wenn Du dann Deine eigene Kraft wieder gefunden hast, wirst Du auch den Mut finden Dir noch professionelle Hilfe zu suchen.
    Eins ist noch wichtig zu wissen jeder Schritt in eine neue Richtung mobilisiert erst mal wieder die alten Ängste. Eigentlich logisch oder? Wer nichts positives erfahren hat kann eigentlich erst auch noch gar nichts anderes erwarten.
    Vielen Dank, dass Du hier so offen über Deine Ängste geschrieben hast. Das können nur ganz wenige Menschen und das hast vielen Menschen schon voraus. Mach weiter so so verringerst Du Deine Ängste am besten.

  9. @rotegräfin

    Na klar besitzte ich Gefühle und dachte auch, ich hätte sie eingesetzt, indem ich das geraten habe, was meiner Meinung nach in der aktuellen Situation am hilfreichsten ist. Allerdings kenne ich die Situation nur aus ein paar Sätzen, insofern ist es gefährlich, etwas zu raten. Es sind eher Denkanstöße.

    Und meine Gefühle: tut mir echt leid das Ganze. Und Gott bzw. Jesus können eine große Hilfe dabei sein, Dinge zu tun und zu verändern, das wollte ich gar nicht verneinen. Aber Gott schickt einem auch Menschen, die helfen – das kann auch mal ein Psychologe sein beispielsweise.

  10. …und an Jesus / Gott glaube ich ohnehin…

  11. So theolounge hier mal etwas zum Lachen über Gefühle http://www.youtube.com/watch?v=bHR_aU1TKZ8&NR=1

    Ja das war schon besser, es tut Dir das Ganze leid. Das ist etwas zu wenig um das Reich Gottes in dieser Welt den Vorrang zu geben.
    Es ist eine unheimliche Sauerei solche Eltern zu haben oder gehabt zu haben. Mit solchen Eltern bekommt man nämlich das verzweifelte Gefühl nie aus der Situation der Angst heraus zu kommen.
    Mit so halbseidenen Aussagen, wie Deinen, wie ich sie bis zum Erbrechen von Priestern Pfarrern und Psychologen gehört habe, zementieren wir unsere gesellschaftlich depressive Situation bis zum St. Nimmerleinstag.
    Es richtig weiter zu verweisen, wenn Du hilflos bist. Das ist auch in Ordnung. Aber das ist nur die halbe Miete, die man einem so verletzten Mensch vermitteln kann. Was mir fehlte war ein Ausdruck echten Mitgefühls und dies verschärft wegen der doppelten Hilflosigkeit die Wunde anstatt sie zu heilen.
    Am jüngsten Tag und der ist immer heute, wirst Du erstaunt fragen Herr wo habe ich Dich gesehen etc….?

  12. Die Bibel sagt:

    (Spr 13,24): “Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten.”

    Nur ein Beispiel dafür, dass das Schlagen von Kindern im Christentum eine lange Tradition hat. Wäre es anders, wären Misshandlungen von Heimkindern in christlichen Heimen nie zustande gekommen.

  13. @ olyly,
    das ist jedem klar, der sich ein bisschen intensiver mit der Geschichte der Erziehung und der schwarzen, wie der weißen Pädagogik sowie der eigenen Geschichte auseinander gesetzt hat.
    Was gewesen ist kann nicht rückgängig gemacht werden. Eine Entschädigung in Geld ist ein sehr schwacher Trost, weil Geld niemals die verletzten Seelen heilen kann.
    Das tragische am Christentum, dass sie sich immer wieder mit den weltlichen Mächten eins gemacht hat, anstatt eine klare Unterscheidung zwischen Gottes Wille und seiner Liebe zu unterscheiden und der Macht von Menschen, die gerne und nur zu oft Kindern und Abhängigen als Gottes Wille verkauft wird. Da bedarf es der Wachsamkeit auf allen Seiten. Was ich oft bei meinen Glaubensgenossen vermisse, ist das Eingeständnis von Versagen, was aber wieder ursächlich genau mit dem von Dir zitierten Spruch zu hat. Wer regelmäßig gewohnt war Prügel für sein Versagen zu erhalten (und so war meine Erziehung noch) hat doch Schwierigkeiten genau dieses sich und anderen einzugestehen und daraus zu lernen. Ich konnte z.B. jahrelang das Wort „setzte“ nicht richtig schreiben, weil ich für die Fehler, die ich in dem Wort gemacht hatte massive Schläge an den Hinterkopf bekommen hatte. Überhaupt war es egal wofür ich Schläge bekommen habe es ergab sich für mich kein logischer Sinn. Ich habe meine Eltern, wie den Lehrer als hilflos ihren Gefühlen ausgeliefert gesehen denen sie sinnlos freien Lauf ließen. Bei mir hat sich deswegen eine ungeheure Wut angestaut gegen jede Form von Ungerechtigkeit egal mit welcher Ideologie oder gegen welche. Ich habe immer mit einzelnen Menschen zu tun, denen es ungeheuer schwer fällt Hilflosigkeit zu zu geben.

  14. Avatar von Anhora

    Ich wurde als Kind schon sehr früh geschlagen, meiner Erinnerung nach wenn ich zu laut war, aber ich habe sehr wenig Erinnerungen an meine Kleinkindzeit. Später wurde es immer schlimmer. Meine Mutter benutzte Kochlöffel, Teppichklopfer, Schuhe, mein Vater einen Knüppel.

    Was hat es gemacht mit mir? Ich wurde tatsächlich sehr stark, wie anfangs beschrieben. Was mich jahrelang einigermaßen aufrecht erhielt war immer nur der Gedanke: „Wenn ich DAS überstanden hab, wird es mir NIE WIEDER passieren.“ So kam es auch, niemand hat mich je wieder geschlagen.

    Allerdings ging meine Ehe nach 20 Jahre in die Brüche, weil es mir nicht gelungen war, eine emotionale Beziehung zu meinem Mann aufzubauen. Die einzigen Menschen, die ich an mich heranließ, waren meine Kinder.

    Heute bin ich 50 Jahre alt, geschieden, und lebe seit 2 Jahren mit einem Mann zusammen, der viel älter ist als ich. Er ist so, wie ich mir meinen Vater gewünscht hätte, und ich darf endlich lernen, was Vertrauen und Liebe zu einem erwachsenen Menschen ist, gar noch zu meinem Mann. Das ist das größte Geschenk meines Lebens. Und kommt mir bloß nicht damit, dass eine „Vater-Tochter-Beziehung“ zum Scheitern verurteilt ist. Ich wills nicht hören. Selbst wenn es so ist, werde ich davor die glücklichste Zeit meines Lebens gehabt haben.

    Soviel zum Thema „schadet Züchtigung“? Ja. Es schadet.

  15. Oh wei, tut mir leid.
    Ich wünsche Dir alles Gute und Gottes Segen in Deiner neuen Beziehung ! Kling so, als ob Du angekommen bist.

  16. Avatar von derherrkarl
    derherrkarl

    Jetzt sag ich euch mal eines: Gott kann und darf uns nicht helfen. Man darf die Verantwortung über sein eigenes Leben nie jemand anderen als sich selbst geben.
    Man muss Verantwortung über das eigene Leben übernehmen lernen. Das steigert das Selbstwertgefühl, da man stolz auf sein eigenes Schaffen ist.
    Weiters ist wichtig, selbst zu entscheiden, ob man z.B. mit anderen Menschen kommunizieren will, die ebenfalls mit Misshandlungen der Eltern erleben mussten, oder nicht.
    Wenn man sich für die Kommunikation entschieden hat, darf man stolz auf sich sein, da man sich die Möglichkeit gibt sich heilen zu lassen.

    Übrigens:
    Das ständige Beten um Besserung hilft nichts. Man muss SELBST die Initiative ergreifen, um SEIN EIGENES Leben verändern zu können. Antwort bekommt man ja sowieso nie vom „Herrn da oben“.
    Das ist ein völlig realitätsfernes Denken, dass uns „Superwesen“ (z.B. Gott, Superman, Spiderman,…) uns überall und sowieso immer helfen können. Diese „höheren Wesen“ werden von uns Menschen regelrecht missbraucht, um uns als „Sklaven“ zu dienen, die uns bei Problemsituationen stets helfen MÜSSEN. Wenn „Gott“ uns z.B. einen Wunsch nicht erfüllt, empfinden viele Hass. Wir haben nicht das Recht, dass wir „höhere Mächte“ zwingen, unser Leben zu regeln oder gar zu leben und sie hassen, wenn sie uns dabei nicht helfen.
    Selbstsicherheit kommt durch Selbstinitiative!!! (die ich zurzeit noch nicht so habe, wie ich sie mir wünsche) Aber: Wenn man will, geht viel!!!
    Außerdem ist ein Zitat aus einem ca. 3000 Jahre alten Text in der „dicken Schwarte“ nicht immer das Beste. Man hat in den letzten 3000 Jahren besonders im Bereich der Erziehung viel dazugelernt. Nur weil diese, meiner Meinung nach unnötigen, Texte aus dem uralten „Buch der Bücher“ stammen, heißt das noch lange nicht, dass sie richtig und wahr sind und für immer und ewig gelten müssen!!!

  17. Viel Wahres dabei, was Du schreibst, aber nicht alles.

    Ein gutes Vorgehen ist so:
    Tu alles, was Du tun kannst, auch selbst. Für das andere sorgt Gott.

    Und sicherlich richtig von Dir: Gott ist der ganz andere, der sich nicht wie ein Gebetsautomat zu etwas zwingen lässt, nach dem Motto: ich werfe 5 Gebete ein und kriege dann , was ich mir wünsche.
    Unsere menschliche Erfahrung zeigt, dass das nicht funktioniert.
    Heißt allerdings nicht, dass Gott nicht wirken würde. Viele Menschen meinen, dass Gott in ihrem Leben wirkt oder gewirkt hat. Oftmals erkennen sie es rückwirkend und oft bekommen sie etwas anderes, als das, was sie wollten. Und oft denken sie rückblickend, dass das aber etwas Gutes war.

  18. Avatar von Traumafrau
    Traumafrau

    Ich bin als Kind geschlagen worden und es hat mir definitiv geschadet. Ich bin traumatisiert, auch im sexuellen Bereich. Erst jetzt mit 30 Jahren kann ich mir das eingestehen. Lange habe ich es verdrängt, meine Gefühle, die Szenen, die immer wieder vor meinem inneren Auge auftauchten, nicht ernst genommen. Übrigens: Es sind nicht immer nur die Eltern, in meinem Fall war es auch ein „guter Freund“ der Familie, der auch seine eigenen Kinder oft geschlagen hat. Meine Eltern haben eingewilligt, dass er mich schlägt, und sie waren dabei. Wir Kinder haben oft mit einander gespielt und das Geschehen auch mal „nachgespielt“ (mit verteilten Rollen).

    Man neigt selbst auch dazu, das Ganze zu „rechtfertigen“ („ich war ja schlimm“) und zu bagatellisieren, weil es so schmerzhaft und vor allem so schambesetzt ist.

    Es ist gut, wenn darüber geredet wird und wenn es auch Seminare dazu gibt!!! Es ist wichtig, über die Folgen aufzuklären!!!

    Was ich noch sagen möchte: Wer als Kind nicht geliebt worden ist, der kann trotzdem als Erwachsener lieben. Gegenteilige Behauptungen verletzen einen erneut, weil einem damit gesagt wird, dass man auch jetzt „wertlos“ wäre; man war „wertlos“ als KInd, deswegen wurde man misshandelt; jetzt ist man „wertlos“ als Erwachsener, weil man angeblich nicht lieben kann…

  19. Selbstverständlich kann ein Erwachsener lieben, der als Kind nicht geliebt worden ist. Aber danke noch einmal für diesen Hinweis, der mir klar gemacht hat, dass dies meist Menschen sagen, die selber nicht wissen was Liebe ist.
    Ich behaupte sogar, dass eine Therapie, die mit Achtung und Respekt vor dem Leiden anderer Menschen steht und nach der Liebe fragt viel schnellere Heilerfolge erzielt.
    Weil überall da wo die Liebe in einem Menschen erkannt wird auch Gott in ihm und die Kraft zum Leben erkannt wird.
    Jede noch so gut gemeinte Haltung: „Ach du Arme und ich will Dir helfen.“ ist dagegen tödlich.

  20. Avatar von Mädchen
    Mädchen

    Annehmen wie es war, und den Versuch der Skandalisierung zu vermeiden. Versuchung, mein ich.

    Der Zeigefinder ist hier nicht angebracht und dass eine Ohrfeige ein gesellschaftlich und kulturell anerkanntes Ausdrucksmittel war, ist nicht zu leugnen.

    Die Verletzung eines Wortes hinterlässt Wunden und Verletzungen, ohne jemals sichtbar geworden zu sein. Ist das etwa besser?

    Er ist nicht gekommen um zu richten, sondern um zu retten.

    Auch wir dürfen nicht über andere richten (erster Stein..).

    LiGrü, Simone

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