Der Auftrag der Theologie

In einem der posts über metatheologie kam ein kleines gespräch mit [depone] auf, darüber, was theologie ist, bzw. von welcher theologiedefinition ich ausgehe. ich habe zuletzt mit einer an niklas luhmann:“(luhmann hat mehrere solcher reflexionstheorien. für mich am griffigsten war: „ethik ist die reflexionstheorie der moral“)“: angelehnten definition geantwortet: „theologie ist die reflexionstheorie des glaubens“. ich bin immer noch sehr zufrieden mit dieser weiten definition.
heute habe ich an einem seminar geschrieben und schrieb einen satz, über den ich später beim drüberlesen gestolpert bin: „Theologie bietet eine Perspektive auf das Wort Gottes. “

ich finde, das ist es, was theologie letztlich zu bieten hat, was sie reizvoll macht und was ihr auftrag ist. eine theologie bietet immer einen blickwinkel; jedes mal, wenn ich mich mit einem neuen ansatz beschäftige, habe ich das gefühl, die bibel noch nie gelesen zu haben. plötzlich wird mir vieles klar, was ich nie verstanden habe.
gleichzeitig ist erklärt, warum theologien sich zeitweise widersprechen. eine theologie ist nicht gottes wort, sondern bietet nur eine verständnismöglichkeit des wortes an. es ist zu erwarten, dass diese verständnismöglichkeiten sich erheblich voneinander unterscheiden. letztlich kann niemand sagen, dass er die bibel in allen punkten so versteht, wie sie „gemeint“ ist. niemand hat objektives wissen; sobald wir die bibel lesen, bekommt das ergebnis eine prägung; wenn es anders wäre, wären wir keine subjekte.
selbst eine theologie, die für sich in anspruch nimmt, nur gottes wort in reinform zu bringen und nicht zu interpretieren, interpretiert. es ist ein naturgesetz, dass man immer als mensch beobachtet, liest, interpretiert usw. und dass theologie NIEMALS gottes wort ist. normalerweise lassen sich dann auch gerade bei predigerInnen, die sagen, dass sie NUR das wort predigen, sehr leicht axiome und vorprägungen finden.

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auch wenn es off-topic ist, möchte ich euch noch einen post von trinity ans herz legen, der meiner ansicht nach sehr interessant und lesenswert ist. viel spass noch!
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[neu veröffentlicht am 14.09.06 auf hasos blog]

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Ist die Bibel Gottes Wort ?

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Bild:7E55E-BRN ,flickr.com

4 Gedanken zu “Der Auftrag der Theologie

  1. Der suchende Mensch braucht keine Theologie als Lehre, wenn sie nicht von Gott, D.h.
    Aus dem Schoss und GEIST des Vaters und Himmel, auf die Erde und zu den Menschen gekommen ist und dem erwartenden Menschen, die sichtbare Erlösung, Gerechtigkeit und Heiligung seines Lebens bringt.

    Theologie, ohne Gott ist Gotteslästerung, Abgötterei und religiöse Zauberei des falschen Propheten und Antichristen auf Erden.
    Gott hat weder unter dem Alten Testament, die verkündigte „Theologie“ der falschen Propheten bestätigt, noch wird Gott,
    unter dem Neuen Testament, die erdachte und verkündigte „Theologie“, de von Gott weit abgefallenen, weit über sechshundert verschiedenen Religionen, Kirchen, Tempeln und Sekten bestätigen, spricht Gott der Herr!
    Wie eine dunkle Wolke über der Sahara,
    Den Wüstenbewohner mit ihren Tieren, Regen verspricht und auch hält,
    Gleich so muss die verkündigte Theologie eines Predigers, dem zuhörenden Menschen und Sünder, ihm die Verbindung, Vereinigung und Gemeinschaft mit Jesus Christus, wie die Erlösung und Freiheit von seinen Sünden und Gebundenheiten bringen,
    wenn nicht,
    So hat der Prediger in Anmaßung und Selbsterwählung, dem Zuhörer eine Theologie und Gotteslehre verkündigt, die in seinem Gehirn und Kopf entstanden ist und vom gleichen vergänglichen und verwesenden Teil ist, wie der Prediger, Priester, Pastor, Bischof und Papst.
    Gott sprach und spricht durch die Generationen der Menschheit: „Christus,
    Dies ist mein iieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören“!
    Diese Aussage Gottes auf dem Berg der Verklärung, Gilt allen Menschen, damals wie heute!
    „Unser Glaube, der eine Gabe Gottes und Frucht des Heiligen Geistes ist, ist der Sieg,
    Der die Welt überwindet, denn Christus ist der Anfänger und Vollender dieses Siegreichen Glauben!
    Peter S.

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  2. @ Danke Dir Storch für Deine Zustimmung, doch Fleisch und Blut hat es Dir und mir nicht offenbart, sondern der wahrhaftige, lebendige und stets gegenwärtige Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist, den wir nun im Geist und in der Wahrheit anbeten müssen, der uns wiedergeboren hat zu einer leben digen Hoffnung und einem unvergänglichen Leben in der Verbindung, Vereinigung und Gemeinschaft des lebendigen Gottes und unserem Christus.
    Diesem wahrhaftigen Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist wollen wir leben, trotz aller irdischen und menschlichen Widerwärtigkeiten. Peter S.

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