Kaum vorstellbar, aber wahr: Wenn es nach der CSU-Abgeordneten Pauli gehen würde, sollen Ehen in Zukunft nach sieben Jahren automatisch auslaufen. Das würde eine Menge Scheidungskosten sparen. Paulis Vorschlag hat zwei Seiten. Zum einem ist der Entwurf eine Bankrotterklärung an die Familie, die die wichtigste Zelle der Gesellschaft ist. Zum anderen drückt der Vorstoß leider eine bittere Wahrheit aus:
Angesichts der hohen Scheidungsraten nach wenigen Ehejahren, hat die Ehe bei vielen Menschen wirklich stark an Wert eingebüsst… und soll nun obendrein noch degradiert und weiter entwertet werden. Nur sollten wir vorsichtig sein, diese katastrophalen Umstände staatlich und rechtlich zu fördern und somit für die Leute auch noch
schmackhaft zu machen, ja sogar als legitim, richtig und moralisch „unbedenklich“ zu postulieren. Mit Paulis Idee kommt zum Ausdruck, dass die Ehe als Lebensabschnitt-Beziehung – was leider der Realität entspricht – mit einer Frist von sieben Jahren wirklich viel Geld in die Kassen aller bringen würde.
Die „Scheidungsrate“ dürfte dann noch um einiges hochgehen. Das schönste dabei ist doch, dass es ja offiziell keine Scheidung mehr sind, sondern es sich um eine ganz legitime Sache handeln würde: Der Dreck wird ganz klassisch unter den Teppich gekehrt.
Wie sehr Kinder von geschiedenen Ehepaaren psychisch leiden ist wissenschaftlich belegt. Vielmehr noch: Ihnen wird womöglich der Wert einer Ehe, die aus Treue und gemeinsamen Durchhaltevermögen aus Liebe zueinander besteht, komplett verwährt. Wenn es in Sachen Familie (ein Kind, gar kein Kind, Abtreibungen, Scheidungen ohne Ende usw.) so weitergeht, vergiften wir unsere nachkommenden Generationen mit unserer Familienmoral derart, dass sie selbst unfähig sein werden bzw. es äußerst schwer haben werden diese Werte neu zu entdecken. Aber vielleicht müssen wir unsere unmoralische und gottlose Familienethik erst wieder auf die Spitze treiben, dass es zur Rückbesinnung kommen kann.
Es ist vielleicht nicht mehr weit hin, dass demnächst Vorschläge kommen, dass Eltern sich in Zukunft nur noch die ersten Jahre um ihre eigenen Kinder kümmern müssen, um sie dann in stattliche Heime
abzuschieben; damit spart man ja schließlich auch das Kindergeld.



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