
Wer heute Morgen durch München gependelt ist, durfte Zeuge eines neuen sozialen Brennpunkts werden. Auf einer Parkbank saß ein Teddybär, der offensichtlich die Nacht im Freien verbringen musste.
Besonders tragisch: Der Kollege war zwar mit einem modischen Streifenpulli gegen die Kälte gewappnet, wirkte aber sichtlich geknickt. Dass selbst die Plüsch-Fraktion keine bezahlbare Einzimmerwohnung mehr findet, ist bezeichnend für die aktuelle Lage. Wahrscheinlich hat er bei der letzten Besichtigung einfach nicht genug Gehaltsnachweise vorlegen können – oder die Schufa-Auskunft war nicht flauschig genug.
Immerhin scheint die Parkbank in Bestlage zu sein. Wenigstens der Ausblick ins Grüne stimmt, auch wenn der Komfort für einen Bären seiner Statur eher als „rustikal“ einzustufen ist. Bleibt nur zu hoffen, dass er bis zum Abend eine WG findet, die keine Angst vor Haaren im Abfluss hat.




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