Vorfreude

ernte.jpgEr [Jesus] sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. (Markus 4,26-28 nach der Einheitsübersetzung)Seit Wochen lassen mich die Wachtstumsgleichnisse vom Reich Gottes nicht los. Ich predige derzeit auch darüber und denke, dass diese Gleichnisse einfach fundamental wichtig sind für unser Glaubenswachstum, weil sie beschreiben, wie Gottes Reich in uns gross wird. Natürlich geht es auch um das Wachstum des Reiches schlechthin, aber ganz besonders um die Ausbreitung der Herrschaft Gottes in unserem Leben.
Es ist immer das selbe: der Same (Gottes Wort) muss gesät werden, dann kann er wachsen und schliesslich Frucht bringen. “Die Erde bringt von selbst hervor” kann nicht als “automatisch” verstanden werden, denn zu der Zeit gab es keine Automaten und keine Maschinen. “Im Denken zur Zeit Jesu bedeutete automate schlicht “ohne erkennbare Ursache”, und dahinter stand für den gläubigen Juden immer unausgesprochen “von Gott selbst gewirkt”[1]
Gott selbst bringt das Wachstum hervor, eine Tatsache, der auch in einigen anderen Stellen im NT Rechnung getragen wird. Vieles von der Wirkung des Wortes bleibt uns verborgen: es findet “unter der Erde” statt und Gott tut etwas, was wir niemals ganz verstehen werden.

Während Gott seinen Teil tut, und der Same aufgeht und wächst, können wir uns auf die Ernte freuen. Christen sind oft so missvergnügt während sie auf Gottes Segnungen warten. Wir sehen eher unseren Lebensacker wie er jetzt ist, statt das, was wir einmal ernten werden. Wer das Wort gesät hat und über ihm meditiert sollte sich auf das freuen, was kommen wird – die grosse Ernte. Lasst uns nicht nur auf das sehen, was jetzt ist sondern auf das, was kommen wird. In einigen Bereichen meines Lebens säe ich seit Jahren. Was wird das für eine Ernte werden? Ich freu mich jedenfalls drauf!

Linknotes:

  1. Christian Schwarz: die natürliche Gemeindeentwicklung, Seite 12

[Originalpost]


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Kommentare

2 Kommentare zu „Vorfreude“

  1. Ich denke auch: man kann einfach relaxed sein…man hat nicht alles in der Hand. Man kann Menschen über den Glauben etwas mitteilen, aber man kann nicht machen, dass sie glauben. oder so: man kann eine Kuh zur Tränke führen, aber trinken muss sie selbst.
    Liegt nicht alles in unserer Hand.

  2. schon wahr. allerdings sehen ich leider nicht sooo viele christen, die kühe zur tränke führen. wäre schön, wenn es da in jeder gemeinde ein paar mehr geben würde!

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