Gebet für die islamische Welt

islammoschee.jpgDie Evangelische Allianz läd in einem Gebetsheft „30 Tage Gebet für die Islamische Welt“ zum Gebet für die Moslems ein. Besonders im Fastenmonat Ramadan könne dies eine Hilfestellung sein für Moslems, die auch von den Entbehrungen des Fastens geschwächt seien. – Sofern sich diese Gebete also darauf richten, für die Menschen zu beten, ist dies sicher eine gute Aktion im Sinne der Verständigung zwischen den Religionen. Man hüte sich aber davor, dies

nur zu tun, um Moslems zu missionieren: denn dies hätte beinahe schon etwas gewaltsames an sich, auch, wenn es „nur“ verbale Gewalt wäre. Meine Ansicht wäre: Dialog ja, „gewaltsame Bekehrung“ bitte nicht. Das mögen Christen nicht, und das mögen auch andere Religionen nicht. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Wenn man es also schafft, im Sinne der Menschlichkeit für Menschen anderen Glaubens zu beten, so mag dies ein Segen sein und zur gegenseitigen Verständigung führen. Es bedeutet: wir akzeptieren, dass es Menschen gibt, die anders denken und leben, es bedeutet: Toleranz.

Sollten solche Gebetsanliegen aber umkippen in Richtung „Zwangsbekehrung“ und Abwerben von Gläubigen, wäre hier Anlaß für viel Verstimmung untereinander gegeben. Drum sehen wir dies Gebetsanliegen so, wie es offensichtlich gemeint ist: im Sinne der Toleranz und Verständigung. So kann es ein Segen sein und werden. Hier lesen.

Lesen Sie auch: > Verhaltenskodex für Bekehrung


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Gebet für die islamische Welt“

  1. Avatar von mummer

    Die drei großen abrahamistischen Religionen sollten idealerweise ein Wettstrait im guten sein, selbst wenn sie sich die Gläubigen untereinander für falschgläubig halten. Wer sich mit den Fehlern der anderen beschäftigt, bemerkt den Balken im eigenen Auge nicht 😉 will sagen: beschäftigt sich nicht mit der inneren Ruhe und dem Einklang mit Gott. Soviel ich weiß, beten übrigens die toleranten Mitglider der verschiedenen Religionen füreinander. Und wenn jeder dennoch bei seiner Meinung bleiben darf ist es wie Chantré: Es lebe der feine Unterschied 😉

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