
In dem Video (s.u.) herrscht eine pulsierende Party-Atmosphäre: bunte Lichter, schnelle Schnitte und ein treibender Beat. Man sieht junge Leute, die stylisch aussehen und die Nacht feiern. Doch beim Lachen oder Schreien blitzen sie auf: lange, spitze Eckzähne. Diese Menschen wirken wie moderne Vampire – attraktiv, energiegeladen, aber eben auch potenziell gefährlich. Es ist ein Spiel mit der Ästhetik des Raubtiers inmitten einer Club-Szene. Das Video reißt einen mit dieser Energie mit, bricht dann aber völlig unvermittelt ab und hinterlässt den Zuschauer mit einer tiefen, eingeblendeten Frage: „Gibt es einen Gott?“
Raubtier-Vibe oder Menschlichkeit?
Auf den ersten Blick sieht das Ganze nach einer coolen Party aus. Aber diese spitzen Zähne erzählen eine tiefere Geschichte. Sie erinnern an den alten Gedanken, dass der Mensch dem Menschen ein Vampir ist (Homo homini lupus). Wir alle tragen diese „Zähne“ in uns. Damit sind nicht echte Beißwerkzeuge gemeint, sondern die Fähigkeit, andere für den eigenen Vorteil zu nutzen, sie abzuwerten oder im Ellenbogen-Check der Gesellschaft einfach beiseite zu schieben. In der Welt der Selbstdarstellung und des ständigen Wettbewerbs kann man schnell zum Raubtier werden, das nur auf den nächsten Kick oder den eigenen Erfolg aus ist.
Die spannende Frage des Videos ist: Sind diese Leute Vampire, weil sie es sein müssen, oder ist es eine Entscheidung? In uns allen steckt das Potenzial, gefährlich zu sein. Wir können die Finsternis in uns füttern, indem wir uns nur um uns selbst drehen. Aber genau hier stellt das Video die Gottesfrage. Denn wenn es einen Gott gibt, dann bedeutet das, dass wir nicht einfach nur biologische Zufälle sind, die nach dem Recht des Stärkeren leben müssen.
Hier kommt die Botschaft von Jesu ins Spiel. Er wird oft als das Licht beschrieben, das in der Finsternis leuchtet. Dieses Licht ist wie ein Kompass. Es kommt darauf an, wohin wir uns orientieren. Jesu Botschaft ist im Grunde eine Einladung, die „Zähne“ nicht einzusetzen, um andere zu verletzen, sondern die eigene Energie für etwas anderes zu nutzen. Er zeigt uns einen Weg, auf dem wir uns nicht als Vampire begegnen, sondern als Mitmenschen.
Sich an diesem Licht zu orientieren bedeutet, in der Hitze der Nacht – oder im Stress des Alltags – die Richtung zu ändern. Wir haben zwar die Möglichkeit, uns wie Raubtiere zu verhalten, aber wir haben auch die Freiheit, uns für die Liebe zu entscheiden. Das Licht der Botschaft Jesu will die Finsternis in uns nicht einfach auslöschen, sondern uns zeigen, dass wir mehr sind als unsere Triebe oder unser Ego.
Am Ende des Videos bleibt die Frage nach Gott im Raum stehen. Vielleicht ist die Antwort darauf gar nicht so abstrakt. Vielleicht zeigt sich die Existenz Gottes genau in dem Moment, in dem wir uns entscheiden, kein Vampir zu sein unsere Zähne höchstens mal zu zeigen, aber damit niemandem zu schaden. Wenn wir trotz aller Dunkelheit und trotz unserer eigenen „Zähne“ beginnen, für andere zum Lichtblick zu werden, dann hat die Finsternis das Licht nicht ergriffen.
Die Richtung bestimmen
Es liegt an jedem Einzelnen, in welche Richtung er blickt. Die Welt mag uns oft wie ein Haifischbecken vorkommen, in dem jeder gegen jeden kämpft. Aber die Frage nach Gott ist immer auch die Frage nach unserer eigenen Identität. Wer wollen wir sein? Wenn wir uns an dem Licht orientieren, das Jesu in die Welt gebracht hat, verliert die Finsternis ihre Macht über uns. Wir müssen keine Raubtiere sein, um in dieser Welt zu bestehen. Es ist die Menschlichkeit, die am Ende das stärkere Leuchten hat.
Ist Gott da? Vielleicht ist die beste Art, das herauszufinden, so zu leben, als wäre die Antwort ein Ja – und zu sehen, wie sich die Welt um uns herum dadurch verändert.



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