Fiktives Telefongespräch zwischen Olaf Scholz und Wladimir Putin

Eben liest man in den Medien, dass Olaf Scholz nach zwei Jahren Funkstille nun erstmals wieder mit Putin telefoniert hat. Nichts genaues weiß man nicht über den Inhalt. Aber vielleicht ist es gelaufen wie folgt.

Scholz: Äh… Herr Präsident Putin? Guten Tag… ich… ich hoffe, ich störe nicht?

Putin: Wer spricht da?

Scholz: Äh, Scholz… Olaf Scholz, der Bundeskanzler Deutschlands. Sie erinnern sich vielleicht?

Putin: (mit trockenem Ton) Ah, der Kanzler der Verzögerungen. Was kann ich für Sie tun?

Scholz: Also, ähm, es ist so… es läuft hier gerade nicht so gut. Die Koalition ist am Ende, meine Umfragewerte sind katastrophal, und… na ja… ich habe Angst, dass ich politisch… verschwinden könnte.

Putin: (kühl) Und warum erzählen Sie mir das?

Scholz: Na ja… ich dachte… Sie könnten vielleicht… also, ich habe ja immer versucht, ein bisschen… moderat zu bleiben. Sie erinnern sich doch, oder? Die Waffenlieferungen? Immer schön verzögert. Nichts überstürzt. Alles ganz, ganz langsam.

Putin: Moderat? Ist das jetzt ein deutscher Euphemismus für Tatenlosigkeit?

Scholz: (kleinlaut) Na ja, ähm… ich wollte halt keine Eskalation… Und… also… ich dachte, vielleicht könnten Sie mir ein bisschen helfen.

Putin: Helfen? Und wie genau? Möchten Sie, dass ich Ihnen ein Friedensabkommen auf dem Silbertablett serviere?

Scholz: (schnell) Nein, nein! Natürlich nicht. Ich meine, das wäre ja… auffällig. Aber… könnten Sie nicht vielleicht… ein bisschen freundlicher über mich sprechen? Oder… so tun, als gäbe es Fortschritte in unseren Gesprächen? Damit ich hier als Friedenskanzler wahrgenommen werde?

Putin: (lacht trocken) Friedenskanzler? Ich glaube, Sie überschätzen meine PR-Abteilung.

Scholz: (flehend) Aber ich habe doch wirklich versucht, alles ein bisschen auszubremsen! Ich meine, ohne mich wären die Panzer doch schon viel früher da gewesen. Und die ganze Zeitenwende, die ich selbst ausgerufen habe, war doch… na ja, mehr eine Zeitenkriecherei. Das muss doch was wert sein!

Putin: (spöttisch) Sie möchten also eine Auszeichnung für Inaktivität? Eine Medaille für halbherzige Politik?

Scholz: (flüsternd) Ich brauche einfach irgendetwas… ein Zeichen… damit die Leute hier sehen, dass ich für den Frieden arbeite. Sonst ist es vorbei mit mir.

Putin: Hm. Sie sind tatsächlich verzweifelter, als ich erwartet habe. Vielleicht erwähne ich, dass Sie… ein Mann des Dialogs sind. Das sollte vage genug sein, oder?

Scholz: (erleichtert) Das wäre wunderbar. Danke, Herr Präsident. Wirklich, danke.

Putin: Aber bedenken Sie, Herr Scholz, in Ihrem Spiel mit beiden Seiten kann man schnell die Balance verlieren.

Scholz: (verlegen) Ich… ich werde vorsichtig sein.

Putin: Das hoffe ich. Jetzt entschuldigen Sie mich, ich habe wichtigere Gespräche zu führen.

Scholz: Natürlich, Herr Präsident. Vielen Dank noch einmal.

Aufgelegt. Scholz bleibt mit dem Hörer in der Hand sitzen.


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