„Solange wie nötig“

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte ja zeitweise einmal das Vorhaben gehabt, die Ukraine so lange wie nötig zu unterstützen.

Seit gestern sieht das nun ein bisschen anders aus: Solange wie nötig, aber nicht mit unserem Geld. Sondern mit ganz warmen Worten. Wir sind in Gedanken echt voll bei euch. Total. Kämpft! Und falls ihr Hilfe braucht, sagt Bescheid, wir denken dann noch viel fester an euch!

Und unser mittlerweile aufgeklärtes und demokratisches und aus seiner Geschichte gelernt habendes Deutschland, welches unter der Hitler-Diktatur durch seinen Angriffskrieg ja unendliches Leid über 70 Millionen Menschen gebracht hatte – Zweiter Weltkrieg – hat sich jetzt zweieinhalb Jahre mal ganz arg angestrengt, damit nun der russische Angriffskrieg ein bisschen ausgebremst wird.

Aber mehr als zweieinhalb Jahre, das kann doch echt keiner verlangen von einem der reichsten Länder der Welt. Sonst sind wir doch irgendwann nicht mehr reich, wenn wir unser Geld nicht im eigenen Säckel behalten.

Also darum: In Gedanken sind wir total eng bei euch! Ist ja echt ne ganz blöde Sache für euch, diese russische Angriffskrieg. Tut uns voll leid.

Aber zum Glück kann der uns ja nie treffen, denn wir haben ja auch kein Geld für unsere Bundeswehr übrig und würden dann eigentlich ziemlich blank da stehen. Jetzt müssen wir im Haushalt erstmal die schwarze Null halten, damit, wie schon gesagt, unser Säckel nicht so leer wird. Und die Russen sollen mal bitte weiterhin andere Länder überfallen. Aber um Himmels Willen nicht unsere schwarze Null. Sie verstehen schon: Die Wirtschaft, die Wirtschaft!


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Kommentare

2 Kommentare zu „„Solange wie nötig““

  1. Avatar von Agricola
    Agricola

    Bleiben Sie mal entspannt. Das ist alles nur eine Verarschung der Wähler.

    Wenn die Ukraine-Milliarden jetzt im Haushaltsentwurf auftauchen würden, hätten selbst die letzten Buchhaltertricks nicht mehr gereicht, um irgendeine Haushaltseinigung präsentieren zu können. So aber schlagen Scholz und Lindner zwei Fliegen mit einer Klappe: Die pazifistische Seele der SPD-Linken wird gestreichelt und LIndner hat seine Schuldenbremse gerettet.

    Wenn die Milliarden im nächsten Jahr völlig überraschend doch fällig werden, kann Scholz seine Linken dann damit trösten, daß Lindner einen Nachtragshaushalt ohne Schuldenbremse präsentiert.

    Der Wähler will beschissen werden. Deshalb wählt er grün und rot.

  2. Hmmm… Okay, das könnte natürlich sein. Vielleicht muss jetzt einfach erstmal pro forma der Haushalt endlich stehen.

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