Social truth. Nach dem Trump ist vor dem Trump.

Nachdem Donald Trump mit seinen Lügen und seiner Hetze vor einem Jahr durch den Sturm auf das US Capitol fast die US Demokratie zerstört hätte, es war ja im Grunde ein gescheiterter Staatsstreich, hatten ihn endlich die großen Plattformen Twitter und Facebook, die jahrelang von seinen hetzenden und oftmals inhaltlich falschen Tweets und Posts profitiert hatten, stumm geschaltet und sein Account deaktiviert.

Das findet Trump blöd, deswegen soll nun voraussichtlich im Februar sein eigenes Netzwerk an den Start gehen, es heißt „social truth“. Der Name lässt nichts Gutes ahnen, beinhaltet er doch innerhalb von zwei Worten eigentlich gleich zwei Lügen.

Dennoch ist es für Leute wie Trump natürlich essentiell, seine abstrusen Thesen an den Mann oder die Frau bringen zu können. Hitler hatte dafür den sogenannten Volksempfänger ans Deutsche Volk verteilt, damit jeder ihn hören konnte. Und auch heute brauchen Politiker, die stark autokratische Tendenzen haben, natürlich irgendeine mediale Bühne, über die man sie wahrnehmen kann. Da baut man sich dann am besten gleich sein eigenes Netzwerk. 2024 könnte Trump, was gar nicht so abwegig ist, wieder US-Präsident werden, zumal er derzeit wichtige Schlüsselstellen in verschiedenen Staaten mit denjenigen Republikanern besetzt, die ihm uneingeschränkt loyal sind und im Falle einer Wahl vermutlich nicht unbedingt anhand der tatsächlich ausgezählten Wahlstimmen entscheiden würden, sondern einzig aufgrund der Loyalität zu Trump. Man kann sich gedanklich schon einmal von der US Demokratie verabschieden, falls das tatsächlich klappen sollte. Nach dem Trump ist vor dem Trump.

Ob das von Trump geplante Netzwerk „social truth“ , auf dem dann vermutlich nach Lust und Laune gehetzt und Fake News verbreitet werden dürfen, so erfolgreich sein wird, steht auf einem anderen Blatt, denn eigentlich gibt es ein solches, gut eingeführtes Netzwerk ja schon: Telegram.


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