Karneval und die „2G-Regel“

Eben hörte man im Radio, dass in München auf den Intensivstationen die Lage bereits kritisch ist und die Triage keine rein theoretische Angelegenheit mehr bleiben könnte.

Gleichzeitig feierten gestern in Köln beispielsweise tausende Leute dicht gedrängt Karneval. Die Oberbürgermeisterin von Köln habe gesagt, juristisch hätte man da nichts gegen unternehmen können, und außerdem gelte ja die 2G-Regel (geimpft, genesen).

Zumindest der Nachsatz mit der 2G-Regel klingt wie blanker Hohn. Wer soll bitte bei tausenden Menschen, dicht gedrängt, die 2G-Regel in irgendeiner Weise kontrollieren können?

Es wirkt so, als ob Deutschland mit seinen explodierenden Infektionszahlen sehenden Auges auf einen Eisberg zufährt, während es neckisch Party macht. Aber vielleicht braucht jedes Land erst sein eigenes Bergamo, vielleicht muss jedes Land erst durch sein eigenes finsteres Tal gegangen sein, damit die Bürger aufwachen und verantwortlich handeln.

2 Gedanken zu “Karneval und die „2G-Regel“

  1. Die 2G-Regel finde ich für solche Veranstaltungen gut. Dann können sich die Systemkonformen gegenseitig anstecken, ohne daß die Ungeimpften befürchten müssen, wieder als Sündenböcker herhalten zu müssen.

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    1. Die Sache ist die, dass statistisch gesehen die Geimpften nicht so schwer erkranken, die Ungeimpften allerdings schon. Die Ungeimpften bilden auch den Großteil der Intensivpatienten.

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